Tag 85 – 1. Mose 49:19-33

Von François Maitre – http://www.mnemosyne.org/mmw/fullsize/mmw_10a11_018r_min_1.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8829583

19 Jetzt zu dir, Gad. Viele Leute werden versuchen, dich abzuzocken, aber du lässt dich nicht beklauen. Du wirst dich wehren und sie verjagen.

20 Ascher, bei dir wird es so sein, dass du ein sehr erfolgreicher Bauer sein wirst. Auf deinen Feldern wird das beste Biogemüse wachsen, das es im ganzen Land zu essen gibt. Und die Promis werden nur bei dir bestellen.

21 Und du, Naftali, bist wie ein Talkmaster, der echt gut reden kann.

22 Was dich angeht, Josef, ich kann dich nur mit einem Weinstock vergleichen, der an einer Quelle wächst. Du wirst gigagroß werden und wirst die größten Mauern überwachsen.

23 Wenn du Feinde hast, die dir ans Leder wollen, wenn sie dich beschießen,

24 dann macht dich das nie fertig, es verunsichert dich nicht. Du reagierst sofort und schießt zurück. Mein Gott, der sehr stark ist, wird an deiner Seite sein. Darum wirst du zuverlässig die Bevölkerung von Israel führen, du kannst sie beschützen und auf sie aufpassen.

25 Der heftige Gott höchstpersönlich ist auf deiner Seite, er ist total für dich, versorgt dich, hilft dir. Er sorgt für Regen, wenn du Regen brauchst. Er organisiert dir Wasser, wenn du es benötigst. Du wirst auch ohne Ende Kinder bekommen, deine Frau wird viele Babys stillen müssen.

26 Siehst du da oben die Berge? Die stehen da felsenfest und gigantisch hoch, bis zu den Wolken. Das, was ich dir jetzt zuspreche, wird noch höher und weiter reichen. Du bist Josef, du bist was ganz Besonderes, du bist ganz speziell, anders als deine Brüder.

27 Und zum Schluss noch zu dir, Benjamin. Du bist wie ein wilder Wolf, der zum Frühstück erst mal seine Beute frisst und die Reste abends an die anderen verteilt.“

28 Das waren die heftigen Sprüche, die Jakob über seine Söhne abließ, als er für sie am Beten war. Aus seinen Söhnen wurden die 12 unterschiedlichen Stämme vom Volk Israel. Jakob hatte da schon eine Peilung von, dass es so passieren würde. Jeder von seinen Söhnen bekam einen besonderen Spruch, einen Segen.

29 Als er damit fertig war, sagte er noch seinen letzten Willen: „Wenn ich tot bin, bringt meine Leiche bitte wieder zurück ins Kanaan-Land! Macht mir da bitte ein Grab, wo ich für immer richtig entspannt sein kann. Ich möchte da beerdigt werden, wo auch mein Vater, mein Opa und die anderen Vorfahren aus meiner Familie liegen. Das ist in der Höhle, die auf dem Feld Machpela liegt, östlich von Mamre. Dieses Grundstück hat Abraham vor Jahren mal dem Hetiter Efron abgekauft, um da so ein Familiengrab zu bauen.

31 Abraham liegt da auch und genauso Sara. Und Isaak und seine Frau Rebekka hat man da unter die Erde gebracht. Und auch meine Lea hab ich dort beerdigt.

32 Die ganze Wiese und auch die Höhle gehören uns, ich hab die Papiere dafür. Wir haben das damals wie gesagt rechtmäßig den Hetitern abgekauft.“

33 Als Jakob seinen Söhnen diese letzten Sachen sagte, saß er die ganze Zeit auf seiner Bettkante. Jetzt setzte er sich zurück und legte seine Füße wieder ins Bett. Und dann starb Jakob. Er ging dorthin, wo die Toten sind und wo sich auch seine ganze Familie aufhält, die schon vor ihm gestorben war. Dort war er dann mit ihnen wieder zusammen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füße aufs Bett herauf und verschied und wurde zu seinen Völkern versammelt. (1Mo 49:33)

Erkenntnis des Tages

  • Sehr schön ge- und beschrieben:

„Wie stark ist unser Glaube? Macht uns der Gedanke, dass wir eines Tages sterben müssen, Angst? Bereitet er uns Kummer und Sorge oder wissen wir, wohin wir gehen werden? Sind wir bereit zu sterben? Sind wir bereit, vor den Richterstuhl Gottes zu treten oder haben wir noch Unvergebenheiten? Müssen wir noch etwas bereinigen?

Das sind wichtige Fragen. Jakob tat Gottes Willen noch bis zuletzt. Selbst das Bewusstsein, dass seine Zeit auf dieser Erde abgelaufen war, dass es sich höchsten noch um Tage, eher noch um wenige Stunden hielt, blieb er Gott gehorsam. Er war bereit, vor seinen Schöpfer zu treten ohne Angst, ohne Verzweiflung.

Aus den Sterbeberichten ist oft ersichtlich, dass viele Menschen Angst haben, über die Schwelle des Todes zu treten; selbst bzw. gerade die härtesten Atheisten würden alles geben, wenn sie auch nur den Bruchteil einer Sekunde zu ihrem Leben hinzufügen könnten. Eine Königin bot sogar ihr ganzes Königreich an. Es ist das Erkennen, dass man nun vor Gott als Richter treten muss. Es ist fürchterlich, in seinen Sünden zu sterben und damit in die Hand des einzig wahren Gottes zu fallen. Voltaire, der große Glaubensspötter, wollte auf seinem Sterbelager noch Frieden mit Gott machen und wünschte sich einen Priester an sein Sterbebett; verhindert wurde das von seinen atheistischen Freunden.

Doch wer wie Jakob mit Gott im Reinen ist, der braucht sich keine Gedanken über seine Ewigkeit zu machen, sondern hat den Kopf frei, noch seinen Angehörigen Trost zu geben und sich noch um deren Wohlergehen Gedanken zu machen. Glaube befreit, Glaube macht stark.“

(Autor: Markus Kenn)

Glauben ins Leben umgesezt

  • Ich kenne jemand, der an Krebs erkrankt ist und der weiß, dass er daran sterben wird. Er plant seine Beerdigung bis ins Detail einschließlich Kosten ganz genau. „Es muss ja alles seine Ordnung haben“. An ein Leben danach glaubt er nicht. Was wird er denken, wenn er auf der anderen Seite ist?
  • Ich möchte jeden Tag so leben, dass ich mit mir und meinen Mitmenschen im Reinen bin. Der Ablauf der Beerdigung und Trauerfeier interessiert mich dabei wenig. Und ich glaube, ich bin schon auf einem guten Weg dahin …

o o o o o

Einschub: Licht auf dem Weg #2

Meine Seele komme in ihrem geheimen Rat. (1Mo 49:6)

Diese Worte finden sich in Jakobs Segen über seine Söhne. Als er an die Grausamkeiten dachte, die Simeon und Levi an den Männern von Sichem begangen hatten, sagte er: „Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat“.

Ich würde diese Worte gerne in einen breiteren Zusammenhang stellen. Es gibt Geheimnisse, die mit Sünde zu tun haben und von denen es besser ist, dass man sie nie erfährt.

Die Versuchung setzt dann ihr verführerisches Gesicht auf und sagt uns, dass wir niemals glücklich sein können, wenn wir nicht in ihre Geheimnisse eingeweiht sind. Sie bietet uns aufregendes an, körperliches Wohlbefinden, gefühlsmäßige Höhepunkte und das lockende Unbekannte.

Viele Menschen, besonders solche, die bisher ein sehr zurückgezogenes und behütetes Leben geführt haben, werden von solchen Verführungen angesprochen. Sie haben das Gefühl, dass sie bis jetzt die wahren Vergnügungen noch gar nicht kennen. Sie kommen sich benachteiligt vor. Und sie glauben, sie können niemals zufrieden sein, solange sie nicht einen umfassenden Eindruck von der Welt gewonnen haben.

Das Schwierige daran ist nur, dass die Sünde niemals allein kommt. Es gibt immer nur eingebaute Risiken und böse Konsequenzen. Wenn wir mit einer Sünde, ganz gleich mit welcher, zum ersten Mal Erfahrungen machen, dann rufen wir damit eine ganze Flut von Quälereien und Gewissensbissen hervor.

Wenn wir einer Versuchung nachgeben, dann schwächst das unsere allgemeine Widerstandskraft. Wenn wir einmal eine Sünde begangen haben, wird es immer leichter, sie auch ein weiteres Mals zu tun. Bald werden wir Fachleute in Sachen Sünde. Ja, wir werden sogar zu ihren Sklaven und sind durch die Ketten der Gewohnheit an sie gefesselt.

In dem Moment, in dem wir eine Versuchung nachgeben, werden unsere Augen aber auch für ein Schuldgefühl geöffnet, dass wir früher noch nie empfunden haben. Der Fröhlichkeit, mit der wir das Gesetz durchbrechen, folgt ein furchtbares Gefühl der innerer Blöße und Leere. Es ist sicher wahr, dass Sünde bekannt und vergeben werden kann, aber das ganze Leben hindurch ist es peinlich, wenn man mit früheren Partnern dieser Übertretung zusammen trifft. Es ist eine schmerzende Narbe in unseren Erinnerungen, wenn wir die Orte unserer Torheit wieder aufsuchen müssen. Es gibt ungelegene Momente, in denen die ganze schmutzige Angelegenheit wieder in unseren Gedanken auftaucht, oft gerade während unserer heiligsten Augenblicke – und unser Körper wird dann davon buchstäblich getroffen, und wir stöhnen auf.

Wenn es auch wunderbar ist, die Vergebung Gottes für diese Sünden zu erfahren, so ist es doch noch viel besser, gar nicht erst in ihre Geheimnisse einzudringen. Was sich zuerst als interessantes Geheimnis darbietet, stellt sich später als Albtraum heraus. Das Vergnügen schlägt bald um in Entsetzen, und ein Augenblick der Leidenschaft zieht oft ein ganzes Leben voller Vorwürfe nach sich.

In der Stunde der Versuchung sollte unsere Reaktion deshalb sein: „Meine Seele komme nicht in ihrem geheimen Rat.“

(William MacDonald)

o o o o o

Tag 84 – 1. Mose 49:1-18

1 Danach rief Jakob alle seine Söhne zu sich ins Zimmer, weil er ihnen was sagen wollte: „Hey, Jungs, hört mal zu! Ich will euch mal ne Ansage machen über die Dinge, die mit euren Familien später mal passieren werden!

2 Kommt mal her und hört mir gut zu! Als euer Vater Israel will ich euch was voll Wichtiges erzählen!

3 Zuerst zu dir, Ruben. Du bist ja als Erster geboren worden. Da war ich noch voll Power, und das sieht man auch an dir. Du bist nämlich auch voll im Saft, machst manchmal den Lauten, weil du gar nicht weißt, wohin mit deiner Kraft.

4 Aber du kannst nicht der Erste bleiben, weil du dich nicht unter Kontrolle hast. Du bist einfach zu wild, wegen dir musste ich mich voll schämen, weil du mit einer von meinen Frauen Sex gehabt hast.

5 Jetzt zu euch beiden, Simeon und Levi. Ihr habt es nicht geschafft, mich für eure Pläne zu begeistern. Ihr seid zu aggromäßig unterwegs und tut, worauf ihr Bock habt.

6 Ich will echt nicht in eurer Gang sein. Ihr schlagt einfach zu und habt so schon viele Männer getötet. Auch auf Tiere geht ihr einfach los und verstümmelt sie.

7 Ich hasse euer brutales Verhalten, ich verfluche es! Warum seid ihr so heftig drauf, warum immer so grausam unterwegs? Ich bestimme jetzt, dass ihr euch über das ganze Land verteilt ausbreiten müsst.

8 Juda, du bist der Beste, und deine Brüder haben dich als Vorbild! Jeder findet dich total gut, weil du deine Feinde im Griff hast. Du machst sie einfach nieder, sie sehen keine Stiche gehen dich.

9 Du bist eben mein Sohn! Du hast die Eigenschaften von einem gefährlichen Löwen; wenn du auf der Jagd bist, kommst du immer mit fetter Beute nach Hause. Und wenn du etwas gejagt hast, kann dir das keiner abnehmen, weil sie Angst vor dir haben.

10 Du sollst alleine das Sagen haben. Aus deiner Familie sollen die Könige und Präsidenten kommen, und zwar so lange, bis der große Held da ist. Der wird der Größte überhaupt sein, und aus allen Völkern werden sie zu ihm halten.

11 Er wird es ganz fett haben. Er wird so reich sein, dass er sein Auto mit Schampus waschen kann, und er selbst wird im Sekt baden.

12 Wenn er Wein getrunken hat, funkeln seine Augen. Und er hat schneeweiße Zähne, die so weiß sind wie Milch.

13 Und jetzt zu dir, Sebulon. Du wohnst an der Küste, da, wo Schiffe rumfahren und wo ein Hafen ist. Das Land, das mal dir gehört, das soll bis nach Sidon reichen!

14 Also bei Isschar fällt mir nur ein alter Drahtesel ein, der rostig im Schuppen liegt.

15 Du hast dir gesagt: ,Ich will keinen Stress haben. Hier ist das Land so nett. Ich werde mir einfach einen Job suchen und mein Leben lang als Angestellter arbeiten!‘

16 Dan, du wirst für das Recht von deinen Leuten kämpfen, wie ein Rechtsanwalt das tut. Darum wird man deine Familie immer respektieren, alle in Israel werden das.

17 Aber du bist auch gefährlich wie eine Giftschlange, die sich im Wald versteckt hat. Reitet jemand auf einem Pferd vorbei, zischt sie los und beißt. Dann fällt der Reiter voll auf die Fresse. Mit solchen Tricks wirst du auch deine Feinde besiegen.

18 Hey, Gott, ich warte auf deine Hilfe!

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen. (1Mo 49:1)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Spontaner Eindruck: Aus diesem bunten Haufen macht Gott SEIN Volk!

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Alle Söhne sind ganz unterschiedlich, jeder ist anders. Aber genau daraus macht Gott sein Volk. Man könnte meinen: Hat er denn kein besseres gefunden? Nein, hat er sicherlich nicht. Weil wir alle so sind.
  • Für Gott sind alle Menschen gleich wichtig. Nur wir Menschen teilen in: kann ich nicht leiden, mag ich nicht, mag ich doch, liebe ich …
  • Der Versuch, alle Menschen mit Gottes Augen zu sehen, scheitert meist im Alltag. Heute ist es mir wieder bewusst und ich hoffe sehr, dass es mir irgendwann gelingt, alle wie Gott zu sehen… oder wenigstens immer öfter …

o o o o o

Tag 83 – 1. Mose 48:8-22

Januarius Zick [Public domain]

8  Jetzt erst bemerkte Jakob, dass die zwei Söhne von Josef, Manasse und Efraim, mit am Start waren. „Wen hast du denn da mitgebracht?“, fragte Jakob.

9  Josef antwortete: „Das sind die Söhne, die Gott mir hier in Ägypten geschenkt hat!“ – „Bring die mal her! Ich will mir die gerne mal aus der Nähe ansehen und für sie beten!“

10  Jakob war nämlich schon ziemlich kurzsichtig und hatte keine Brille. Als die beiden Jungs bei ihm am Bett standen, knuddelte er sie und gab ihnen einen Kuss.

11  „Josef, ich hätte es echt nicht mehr geglaubt, dass ich dich überhaupt noch mal wiedersehen werde, und jetzt darf ich sogar noch deine Kinder umarmen!“

12  Josef nahm dann die beiden Jungs beiseite und kniete sich vor dem Bett seines Vaters auf den Boden hin. Dann verbeugte er sich ganz tief.

13  Danach nahm er seine beiden Söhne an die Hände, Efraim rechts und Manasse links. So ging er dann noch mal ganz nahe zu seinem Vater ans Bett, damit der noch mal für seine Kinder beten und sie segnen würde. Er wollte, dass der Ältere von beiden mit der rechten Hand von Jakob gesegnet wird, weil man damals dachte, da liegt mehr Power drauf.

14  Jakob überkreuzte aber seine Hände beim Beten, legte seine rechte Hand auf den Kopf vom jüngeren Bruder Efraim und seine linke auf den Kopf von Manasse. Und das, obwohl eigentlich Manasse der ältere Bruder war.

15  Jakob fing dann an zu beten: „Gott! Du bist derjenige, der schon meinen Vätern Abraham und Isaak gesagt hat, was Sache ist. Sie haben sich danach gerichtet. Ich rede jetzt mit dem Gott, der mich schon mein ganzes Leben lang begleitet und auf mich aufgepasst hat, bis heute.

16  Du bist derjenige, der immer da war, wenn es mir beschissen ging. Du hast mich so oft gerettet. Du sollst jetzt mit voller Power mit diesen Kindern sein. Sorge dafür, dass unsere Familie, ich und meine Vorfahren Abraham und Isaak, durch ihr Leben weiterbesteht. Sie sollen viele Kinder bekommen, damit dieses Land ohne Ende bevölkert wird.“

17  Josef fand das nicht so geil, dass Jakob seine rechte Hand auf Efraim gelegt hatte. Darum wollte er sie da wegnehmen und auf Manasse legen.

18  „Kleiner Irrtum, Papa“, sagte er zu ihm. „Das ist nicht der Ältere von den beiden! Auf den hier musst du deine rechte Hand legen!“

19  „Das hab ich schon lange kapiert“, antwortete Jakob. „Keine Panik, auch Manasse wird sehr viele Kinder bekommen, aus denen dann ein großes Volk entstehen wird. Aber sein jüngerer Bruder wird es noch fetter abkriegen. Aus seiner Familie werden mal ganze Nationen!“

20  Also betete Jakob auf die Art für die zwei Jungs von Josef. Er sagte danach zu Josef: „Hör zu, du und deine Kinder, ihr werdet mal in Israel als Beispiel dafür dienen, wie sehr Gott einen unterstützen und wie krass er jemanden segnen kann. Irgendwann wird es so einen Spruch in Israel geben. Wenn man sich etwas besonders Gutes sagen will, dann werden die Leute texten: ‚Gott soll so mit dir umgehen, wie er es mit Efraim oder Manasse gemacht hat!‘“ Ganz bewusst nannte er dabei Efraim zuerst.

21  Jakob, den man ja zu der Zeit auch Israel nannte, sagte dann zu Josef: „Pass auf, mein Junge, ich sterbe jetzt. Aber Gott lässt euch nie alleine. Er wird euch in das Land zurückbringen, das er schon unseren Vätern versprochen hat.

22  Ich vererbe dir hiermit ein Stück Land, das ich mal im Krieg von den Amoritern erobert habe. Es liegt dort oben in den Bergen. Du wohnst dann sogar noch höher als deine Brüder!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Als Israel die Söhne Josefs sah, sagte er: Wer sind diese? Und Josef sagte zu seinem Vater: Das sind meine Söhne, die Gott mir gegeben hat. Da sagte er: Bring sie doch zu mir her, dass ich sie segne! (1Mo 48:8-9)

Gottes Verheißung

  • Jakob segnete die Söhne Josefs mit der Verheißung, dass beide große Völker haben werden, nur Ephraim (der Jüngere), das größere.
  • Gott wird wird sie in das Land der Väter zurückbringen (also raus aus Ägypten und zurück nach Kanaan)

Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jacobs Vater hat schon auf dem Sterbebett den Jüngeren vor dem Älteren gesegnet und Jacob tut es hier wieder. Das ist normalerweise gegen die Ordnung. Aber Gott scheint Dinge immer wieder auch mal anders zu fügen, um sein großes Ziel zu erreichen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • In meinem Kopf geht es heute wieder ums Segnen. Meine Tochter hat heute 11 Uhr einen ganz schwierigen Termin, der sie emotional sehr belastet. Ich bete ganz intensiv für sie … und nachdem ich das Segnen als solches verstanden habe, wünsche ich ihr aus tiefsten Herzen den Segen Gottes, dass er bei ihr sein möge und sie beschützt und bewahrt. Bitte, du großer Gott!

o o o o o

Einschub: Edelsteine #7

Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zu einer Menge von Völkern machen und will dies Land zu eigen geben deinen Nachkommen für alle Zeit. (1Mo 48:4)

Der sterbende Jakob möchte Josef und seine Kinder vor seinem Scheiden sehen. Er erinnert sie daran, dass Gott ihm erschien bei Lus im Lande Kanaan und ihm und seinen Nachkommen dies Land zu immerwährendem Besitz versprach. Sein ganzes Leben lang hat er gewartet und gewacht und ausgeschaut nach der Erfüllung dieses göttlichen Versprechens. Seine Nachkommen zählen jetzt ungefähr siebzig Menschen, immer noch kein großes Volk. Und überdies leben sie nicht in Kanaan, sondern in Ägypten. Aber Gott hat Jakob deutlich gezeigt, dass sie nach Ägypten ziehe, n müssten, um dort ein großes Volk zu werden. Dort würden sie wachsen und sich vermehren.

Jacob kann den Auszug des Gottesvolkes aus Ägypten und seine Wanderung nach Kanaan nicht voraussehen. Und doch geht er im festen Glauben an die Verheißung ins Grab. Als die ringsum wohnenden Völker vom Verhungern bedroht waren, hat da nicht Gott einen seiner Söhne, Josef, vor ihnen her nach Ägypten geschickt? Hat Gott ihm nicht das Wohlwollen des Pharao und der Ägypter geschenkt, so dass für sie gesorgt wurde in der Zeit der Hungersnot? Im Vers 15 lesen wir: „Und er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag …“

Jakob verstand, was eine Verheißung Gottes für eine Bedeutung hat. Er wusste, dass sie ihn versorgen, behüten und beschützen konnte auf seinen ganzen Lebensweg. Einst hatte er um den Verlust seines Lieblingssohnes getrauert. Hinterher entdeckte er, dass Gott diese ganze leidvolle Tragödie dazu benutzt hatte, um ihnen lauter Gutes zu tun. Wenn auch seine natürlichen Augen nichts von der Erfüllung der göttlichen Verheißung sehen konnten, so hatte ihn doch ein langes Leben gelehrt, dass diese Verheißung weiterhin galt – es kann sein dass er es sogar in kühnem Glauben für möglich hielt, von Gott aus dem Tode erweckt zu werden, um ihre Erfüllung zu schauen. Ohne das Wissen von der Auferweckungsmacht Gottes ging er in den Tod, weiter rechnend mit rechnend mit Gottes Verheißung und die Auferstehung vom Tod erwartend, um endlich die Verheißung erfüllt zu sehen und die Freude ihrer Erfüllung zu erfahren.

Wenn Gottes Wort in dein Herz eingedrungen ist, das Wort seiner Verheißung, dann mache es zur Grundlage deines Lebens. Halte die Überzeugung fest, dass Gott für sein Wort einsteht.

Ein Edelstein für heute:
„Er gedenkt ewig an seinen Bund“ (Ps 111:5).
„Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet“ (Jes 49:16)

o o o o o


Tag 82 – 1. Mose 47:27-48:7

Humus sapiens – [1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=322379

27  So kam es also, dass alle Israeliten in Ägypten wohnten. Sie lebten in der Provinz Goschen und bekamen da ganz viele Kinder.

28  Jakob lebte noch siebzehn Jahre in Ägypten. Er wurde insgesamt 147 Jahre alt.

29  Als er merkte, dass es mit ihm zu Ende ging, ließ er den Josef zu sich rufen. „Ich hab eine Bitte an dich,“ sagte er zu ihm. „Mein Letzter Wille ist, dass ich nicht hier in Ägypten beerdigt werde. Das musst du mir schwören!

30  Ich möchte, dass mein Grab dort ist, wo auch meine Väter begraben wurden. Bitte überführe meine Leiche dorthin, wenn es so weit ist!“ – „Versprochen, das mach ich!“, antwortete Josef seinem Vater.

31  „Ich will, dass du es mir ganz fest versprichst, ja? Schwörst du auf deine Mutter?“ Josef versprach es seinem Vater, dass er diesen Wunsch auf jeden Fall erfüllen würde. Er verbeugte sich dabei ganz tief an dem Bett von seinem Vater und betete dabei zu Gott.

1  Einige Zeit später kriegte Josef eine Mail von zu Hause, wo drinstand, dass sein Vater sehr krank ist. Er packte sofort seine Sachen, nahm seine beiden Söhne Manasse und Efraim mit ins Auto und fuhr los.

2  Als man Jakob erzählte, dass sein Sohn Josef gleich da sein würde, riss er sich noch mal richtig zusammen und setzte sich auf die Bettkante.

3  Nachdem Josef in seinem Zimmer angekommen war, fing Jakob an mit ihm über etwas sehr Wichtiges zu sprechen. „Josef, ich hatte mal ein echt heftiges Treffen mit dem richtig großen Gott. Das war bei Lus, im Kanaan-Land. Gott wünschte mir alles Gute, er segnete mich

4  und sagte dann: „Ich werde dafür sorgen, dass sich deine Familie sehr stark vermehren wird! Daraus wird mal ein ganz großes Volk werden, eine ganze Nation von Völkern. Und ich will dir dafür dieses Land auf lau schenken. Es soll dir und deiner Familie für immer gehören.“ Das hat mir Gott höchstpersönlich damals so gesagt.

5  Ich hatte jetzt die Idee, dass ich deine beiden Söhne Efraim und Manasse, die ja beide in Ägypten geboren wurden, adoptieren werde, damit sie die gleichen Rechte wie meine eigenen Söhne haben.

6  Aber die Kinder, die du vielleicht später noch bekommst, sollen den Familiennamen Efraim oder Manasse abkriegen und in deren Land leben.

7  Ich will das vor allem wegen deiner Mutter Rahel. Sie ist ja auf dem Rückweg von Mesopotamien nach Kanaan gestorben. Wir waren damals kurz vor der Stadt Efrata. Ich hab sie dort auf einem Friedhof beerdigt.“ Efrata ist übrigens das heutige Bethlehem.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Wenn ich [Jakob] mich zu meinen Vätern gelegt habe, dann führe mich aus Ägypten und begrabe mich in ihrem Grab. (1Mo 47:30)

Und nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mir gehören; Ephraim und Manasse sollen mir gehören wie Ruben und Simeon. (1Mo 48:5)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob machte es so wie zu der Zeit üblich, er rief den Erstgeborenen ans Sterbebett. Nur, dass Josef nicht der Erstgeborene war, sondern der Sohn seiner Lieblingsfrau Rahel. Damit Josef denoch den doppelten Erbanteil bekam, „adoptierte“ er dessen Söhne Ephraim und Manasse. Indirekt bekam so Josef das Doppelte. Das sah dann so aus:

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Jakob regelte vor seinem Tod alles, was für ihn und seinem Glauben wichtig war und somit das spätere Volk Israel.
  • Nun bin ich nur ein klitzekleines Licht unter Sonne, aber Dinge zu regeln, bevor man diese Erde verlässt, scheint vernünftig und erspart den Angehörigen eine Menge an Problemen.
  • Will mir Gott heute sagen, soll endlich mal beginnen, mein ganzen Trödel in „Nützlich“, „Kann weg“ zu sortieren? Ich habe Unmengen an Kram angehäuft.
  • Ja, ich weiß, das hat jetzt nichts mit Glauben und Gott und die Bibel zu tun, aber wichtig wäre es schon, auch „weltliche“ Dinge zu ordnen…

o o o o o

Tag 81 – 1. Mose 47:13-25

Bild von marco aurelio auf Pixabay

13  Es gab immer noch kein Brot in Ägypten und Kanaan zu kaufen, und alle Einwohner hatten voll den Hunger.

14  Sie konnten zwar immer Mehl und Getreide beim Josef einkaufen, aber irgendwann war ihre Kohle alle, weil sie dafür ja auch ganz gut bezahlen mussten. Irgendwann gab es kein Geld mehr, weil alle Knete, die es überhaupt gab, auf dem Konto von Josef gelandet war. Der überwies den ganzen Betrag aber an die Bank vom Präsidenten.

15  Als wirklich keiner mehr Geld hatte, kam es zu einer Demonstration vor dem Büro von Josef. „Geben Sie uns Brot! Oder sollen wir hier jetzt vor Ihren Augen verrecken? Unser Geld ist alle!“

16  „Sie können auch mit anderer Währung bezahlen“, antwortete Josef. „Bezahlen Sie das Essen mit Ihren Tieren, die Sie noch haben. Wir tauschen Tiere gegen Brot!“

17  Also kamen die Leute in den nächsten Tagen, einer nach dem anderen, bei ihm an und brachten ihre Pferde, Esel, Rinder, Schafe und Ziegen. Josef gab ihnen dafür das ganze Jahr genug zu essen.

18  Aber im nächsten Jahr standen sie dann wieder bei ihm auf der Matte: „Sie sind unser Chef! Und wir müssen einfach zugeben, dass wir schon jetzt total pleite sind. Wir haben nichts mehr, womit wir bezahlen könnten, nur noch unser Land und unser Leben.

19  Möchten Sie, dass wir vor Ihren Augen verhungern? Was passiert mit unserem Land? Sie können uns haben und auch unser Land kaufen, wenn Sie wollen. Wir werden ab sofort dann nur noch für den Präsidenten arbeiten. Als Zahlung wollen wir nur Mehl und Getreidekörner haben. Die Körner brauchen wir, damit wir auf unseren Feldern vielleicht mal wieder Getreide anpflanzen können und die nicht total verkommen.“

20  Josef ließ sich auf den Deal ein. So mussten wegen der derben Hungersnot alle Ägypter auch noch ihren Grundbesitz an den Präsidenten verkaufen. Josef regelte die Verträge und dann gehörte wirklich alles, was es in Ägypten gab, nur noch dem Präsi.

21  Alle Leute, die in Ägypten lebten, gehörten ab dann mit Haut und Haaren ganz dem Präsidenten.

22  Nur die Priester, die in den Tempeln arbeiteten, brauchten ihre Felder nicht zu verkaufen. Die waren nämlich so was wie Beamte und bekamen ihre Kohle direkt vom Staat.

23  Josef sagt danach zu den Ägyptern: „Heute habe ich Sie und Ihr Land für den Präsidenten gekauft. Jetzt lassen Sie sich mal richtig viel Getreide geben, damit Sie davon leben können. Und legen Sie sich etwas zurück, um es dann auf den Feldern wieder auszusäen, ja?“

24  Er legte es gesetzlich fest, dass in ganz Ägypten ab sofort jeder 20 Prozent von seinem Einkommen als Steuer an den Präsidenten abführen musste. „Was übrig bleibt, können Sie für Ihre Familien behalten. Es müsste reichen, um davon zu leben und auch noch was für das Säen und Ernten übrig zu haben.

25  „Danke“, sagten die Leute zu ihm. „Sie retten uns das Leben! Wenn es okay ist, wollen wir freiwillig für immer kostenlos für Sie arbeiten!“

26  Josef brachte dann ein Gesetz ein, dass eine Steuerzahlung von 20 Prozent auf das ganze Einkommen gelegt wurde, was in Ägypten im Jahr aufkam. Dieses Gesetz gibt es da noch heute. Nur das Eigentum der Priester wurde nicht an den Staat überschrieben.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da sagten sie [Ägypter]: Du hast uns am Leben erhalten; finden wir Gunst in den Augen meines Herrn, dann wollen wir Knechte des Pharao sein.
(1Mo 47:25)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Nachdem Lesen des Abschnittes, war meine erste Reaktion: Das ist doch nicht richtig, dass sich das Volk zum Schluss auch noch verkaufen muss, damit sie nicht verhungert und das Getreide da ist.
  • Auch ergab sich beim Lesen meiner beiden Kommentarbücher reineweg gar keinen Gedanken, der mich hier an der Stelle weiterbringen könnte.
  • ABER: Ich las dann noch eine Kindergeschichte, die mich zufrieden stellte:

Es regnet, dabei hatte sich Joschua schon so sehr darauf gefreut, auf einem Traktor mitfahren zu dürfen. Der Nachbar von Oma und Opa hat einen schönen roten Traktor und wollte heute damit aufs Feld fahren. Er hatte Joschua versprochen, ihn bei schönem Wetter mitzunehmen. Das wollte sich Joschua natürlich nicht entgehen lassen, doch nun regnet es, und es wird wohl nichts draus. Traurig sitzt er jetzt mit Papa, Mama und Oma am Wohnzimmertisch, während Opa und Sara im Schrank nach einem Spiel suchen. Schließlich kommen sie mit einem Würfelspiel wieder. Es geht so ähnlich wie „Mensch ärgere Dich nicht“, aber wenn man mit einer seiner Figuren rausgeworfen wird, darf man damit nicht weiterspielen. Wer gar keine Figuren mehr besitzt, hat verloren.
Wenigstens gewinnt Joschua, worüber er sich sehr freut. Papa hat hingegen schon sehr bald alle Figuren verloren. Als das Spiel zu Ende ist, läuft Joschua schnell zum Fenster und schaut hinaus. „Es regnet nicht mehr!“, ruft er erfreut und fragt: „Kann ich jetzt Traktor fahren?“. „Wenn es so bleibt, kommt vielleicht der Nachbar noch vorbei, um dich abzuholen“, antwortet Papa und sagt weiter: „Aber das müssen wir erst noch abwarten! So lange kann ich dir und Sara aber noch die Fortsetzung von der gestrigen Geschichte erzählen. Also: Jakob kam doch wegen der Hungersnot nach Ägypten. Aber auch die Ägypter selbst litten Hunger. Sie hatten am Ende alles verloren – ähnlich wie Papa vorhin beim Spiel alle Figuren verloren hatte. Das ist natürlich nicht schlimm für mich, ich habe halt das Spiel verloren. Diesen Menschen damals ging es jedoch sehr schlecht, aber durch Gottes Hilfe sind sie nicht verhungert. Hört mal zu, wie das war:


Die Hungersnot war sehr schlimm, sodass auch die Bauern in Ägypten großen Hunger litten. Zunächst verkaufte ihnen Josef Getreide von den Vorräten. Als sie aber dann kein Geld mehr zum Bezahlen hatten, kamen sie zu Josef und baten um Brot. Josef half ihnen, indem er ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel aufkaufte und ihnen dafür ein Jahr lang Brot gab. 
Im nächsten Jahr kamen sie aber wiederum zu ihm, weil sie immer noch Hunger litten und nur noch Felder und ihr Leben besaßen. Sie baten darum Josef, sie und ihre Felder zu kaufen. Josef ging darauf ein und kaufte in ganz Ägypten die Felder und die Menschen für den Pharao. Nur die Felder der Priester waren davon ausgenommen, weil diese nicht verkauft werden durften. Dann erließ Josef ein Gesetz, welches sehr viele Jahre Bestand hatte. Danach musste jeder Ägypter den fünften Teil der Ernte dem Pharao abgeben. 

Wisst ihr“, richtet Papa nun das Wort an Sara und Joschua, „oft sehen wir nur das Schlechte an einer Sache. Die Ägypter mussten zum Beispiel ihren Besitz an den Pharao verkaufen und ihm nun einen Teil der Ernte abgeben. Aber man muss auch sehen, dass sie ohne Gottes Hilfe verhungert wären, weil auch der Pharao sonst kein Brot gehabt hätte. Meistens erkennen wir es also gar nicht, wie Gott auch noch in Notlagen für uns sorgt und Schlimmeres verhindert! Wenn wir genau überlegen, haben wir Gott so unendlich viel zu verdanken!“ 

„Bimbam“ – plötzlich klingelt es: Es ist der Nachbar, der vor der Tür steht. Die Sonne scheint wieder, und er möchte nun Joschua abholen. Mama zieht Joschua noch schnell die Gummistiefel an und Papa meint: „Siehst du, Joschua, immer wieder haben wir Grund Gott zu danken. Auch für diesen Sonnenschein können wir jetzt Gott danken, denn nun kannst du doch noch auf dem Traktor mitfahren!“
Voller Freude stürmt nun Joschua nach draußen. Was für ein schöner Tag!

Rainer Jentzschmann http://www.christkids.de/?pg=5035

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Mich hat diese Kindergeschichte etwas traurig gemacht: Immer zuerst das Gute in einer Situation suchen, dass war auch meine „Denke“. Bis ich sie mir hab klauen lassen. Nun bin ich wieder auf dem Weg dahin zurück. Wieder ein kleines Stückchen mehr seit dieser Kindergeschichte. Danke, du großer Gott!

o o o o o