Tag 315 + 316 – Lukas 14:1-24

Und wieder: Heilen am religiösen Feiertag, ja oder nein?

1 An einem Sabbat, dem Feiertag der Juden, wurde Jesus von einem der Chefs von dieser religiösen Streberpartei zu einem großen Essen eingeladen. Die andern Gäste beobachteten dabei jeden Schritt von Jesus und nahmen ihn voll unter die Lupe.

2 Plötzlich stand da ein Typ vor ihm, dessen Arme und Beine krass dick angeschwollen waren. Er hatte eine Stoffwechselerkrankung, die man Wassersucht nannte.

3 Jetzt hatte Jesus mal ’ne Frage an die religiösen Profis und Streber: „Wie sieht’s aus, meine Herren, ist es gesetzlich verboten, Menschen am Sabbat zu heilen oder eher nicht?“

4 Nachdem keiner eine Antwort hatte, berührte Jesus den kranken Mann. Der wurde sofort gesund! Danach schickte ihn Jesus nach Hause.

5 Jesus sagte zu den Leuten: „Wer von euch würde am Sabbat denn nicht arbeiten, wenn Not am Mann ist? Wenn euer Sohn oder nur euer Pferd in eine Baugrube fällt, dann würdet ihr ihn doch auch da rausholen, egal, ob heute Sabbat ist oder nicht?!“

6 Wieder wusste keiner, was er dazu sagen sollte.

Wer bekommt die besten Plätze auf der Ehrentribüne im Himmel?

7 Irgendwann beobachtete Jesus, wie die Gäste beim Essen um die besten Plätze am großen Tisch kämpften.

8 Er nutzte die Situation als Beispiel und sagte: „Wenn du auf eine Hochzeit eingeladen bist, dann setz dich nicht gleich auf den besten Platz. Könnte ja passieren, dass du zum Beispiel auf dem Sitz vom Brautvater landest.

9 Und dann würde der Gastgeber ankommen und zu dir sagen: ‚Sorry, der Platz war für den Vater der Braut reserviert!‘ Wie peinlich, dann musst du vor allen Gästen aufstehen und dich auf den allerletzten Platz setzen, gleich neben den Herrenklos!

10 Mein Tipp: Wenn du eingeladen bist, such dir einen Platz in der letzten Ecke. Wenn der Gastgeber dann ankommt und dich da sitzen sieht, wird er sagen: ‚Hallo, mein Freund! Komm doch weiter nach vorne, wir haben bestimmt noch einen besseren Platz für dich!‘ So stehst du gut vor den anderen da.

11 Jeder, der darum kämpft, besser zu sein als der andere, wird runtergemacht werden. Wer still ist und sich kleiner macht, als er wirklich ist, den wird Gott groß rausbringen.“

12 Schließlich sagte Jesus zu seinem Gastgeber: „Wenn du dir was zu essen machst oder eine Party veranstaltest, egal wann, dann lade nicht unbedingt deine Freunde ein oder deine Geschwister, irgendwelche Verwandte oder die Millionäre von nebenan. Was du da bestenfalls als Belohnung erwarten kannst, ist eine Rückeinladung, weiter nichts.

13 Besser ist es, die Obdachlosen von der Straße, die Kranken und die Behinderten einzuladen, nämlich Leute, die es nötiger haben als die Menschen, denen es sowieso gutgeht.

14 Dann hast du Leuten geholfen, die dir das nicht wirklich zurückgeben können. Stattdessen wird Gott dir das zurückgeben, er wird dich krass dafür belohnen, wenn du irgendwann in der anderen Welt nach dem Tod sein wirst.“

Die letzte große Party bei Gott

15 Einer von den Gästen hörte Jesus die ganze Zeit zu und rief dann laut: „Wie geil muss das sein, bei der Party von Gott auf der Gästeliste zu stehen!“

16 Jesus antwortete mit einer Geschichte: „Ein Typ organisierte eine ganz fette Party, echt viele Leute waren eingeladen.

17 Als die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen waren, ließ er alle geladenen Gäste von einem Hausangestellten anrufen: ‚Ihr könnt jetzt kommen! Alles ist fertig!‘

18 Einer nach dem anderen sagte aber plötzlich ab. ‚Ich hab mir gerade einen neuen Computer gekauft, den muss ich noch einrichten! Tut mir leid!‘, sagte der Erste.

19 Der Nächste meinte: ‚Ich hab mir gerade ein neues Auto gekauft, das muss ich heute noch unbedingt einfahren.‘

20 Der Dritte sagte: ‚Ich hab diesen Abend schon lange meiner Frau versprochen, sorry, geht echt nicht. Wir sind erst ein paar Tage verheiratet!‘

21 Der Angestellte erzählte seinem Chef von den Gesprächen und den Entschuldigungen. Der wurde voll sauer und sagte zu ihm: ‚Dann geh los auf die Straßen, zum Hauptbahnhof und unter die Brücken. Lade alle Obdachlosen, Junkies, alle Kranken und Behinderten zu mir ein und bring sie hierher!‘

22 Gesagt, getan, und als er wieder da war, meinte er zum Gastgeber: ‚Ist erledigt. Es sind aber immer noch Plätze frei!‘

23 ‚Dann geh los und lade jeden ein, der kommen will, geh auf die Straßen und in die Clubs, geh in jede Kneipe und lade alle ein, damit die Bude voll wird!

24 Ich kann euch sagen, Leute: Keiner der Menschen, die von Anfang an eingeladen waren, wird von den fetten Sachen, die ich vorbereitet hatte, auch nur einen Nachtisch abkriegen.‘“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Dann wandte er sich an seinen Gastgeber: „Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, dann lade nicht deine Freunde, deine Brüder oder deine Verwandten ein, auch nicht deine reichen Nachbarn. Denn sie würden dich wieder einladen, und das wäre dann deine Belohnung.13 Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Behinderte, Gelähmte und Blinde ein!14 Dann wirst du dich freuen können, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten. Gott aber wird es dir bei der Auferstehung der Gerechten ersetzen.“
(Luk 14:12-14)

Meine Erkenntnis des Tages
Glauben ins Leben umgesetzt

Diese Verse habe ich ja noch nie gelesen. Oder überlesen.
Wie wahr ist das doch! Dieses „wenn dieser oder jener mich eingeladen hat, dann muss ich auch auch …“
Ich fand das immer schon sowas von daneben. Wenn ich jemand einlade, dann weil ich es gern mache und nicht mit dem Hintergedanken, dass dann ja wohl auch eine Einladung von demjenigen ansteht.
Nun bin ich beruhigt, dass mein Gefühl völlig in Ordnung war, ich aber auch im umgekehrten Sinne kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich eingeladen wurde, aber nicht „zurückeinlade“. Menschliche Spielchen …
Aber die Idee, mal jemand einzuladen, die gar nicht „zurückeinladen“ können, aus welchem Grund auch immer, die finde ich gut.
Muss ich drüber nachdenken.

Mein Gebet für meinen Tag

Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit habe ich das Gebet nicht schriftlich festgehalten.


Tag 313 +314 – Lukas 13:10-35

Was ist wichtiger: der Mensch oder die Gesetze?

10 Am religiösen Feiertag, dem Sabbat, gab Jesus in der Synagoge wieder Unterricht in Sachen Glauben.

11 In der Menge entdeckte er dabei eine Frau, die durch einen fiesen Geist körperlich behindert war. Seit 18 Jahren waren ihre Muskeln am Oberkörper total verkrampft, sodass sie einen Buckel auf dem Rücken bekommen hatte. Sie war einfach nicht in der Lage, sich gerade aufzurichten.

12 Jesus sah diese Frau, rief sie zu sich und meinte zu ihr: „Hey du! Du bist jetzt frei von dieser Krankheit!“

13 Er legte seine Hände auf ihren Körper und sofort verschwand der Buckel. Die Frau war hammerglücklich und dankte Gott für diese Heilung mit allem, was sie hatte!

14 Der Leiter der Synagoge fand das aber ziemlich ungeil, dass Jesus ausgerechnet am Sabbat Leute heilte. Auch ein Arzt durfte nämlich an dem Tag nicht arbeiten. Er sagte zu den Leuten, die da waren: „Die Woche hat doch insgesamt sechs Tage, an denen man arbeiten kann, oder? Also kommt in der Zeit her, um euch heilen zu lassen, ja? Muss doch nicht ausgerechnet am Sabbat sein!“

15 Jesus war sauer: „Ihr alten Pseudos! Was macht ihr denn, wenn ihr am Sabbat eurem Hund Futter und Wasser hinstellt?

16 War es nicht viel wichtiger, dass ich diese Frau wieder gesund gemacht habe und von dieser ätzenden Krankheit befreien konnte, auch wenn wir gerade Sabbat haben?“

17 Dazu konnten sie nichts mehr sagen, es war jetzt schon zu peinlich für sie. Alle Leute freuten sich aber voll über die guten Sachen, die Jesus so brachte.

Große Dinge fangen bei Gott immer klein an

18 „Wie kann ich euch klarmachen, wie das mit dem neuen Land abgeht, in dem Gott das Sagen hat?

19 Das ist wie mit einem kleinen Kirschkern. Ein Typ spuckte den Kern in seinen Garten und buddelte etwas Erde da drüber. Dort keimte er dann, schlug Wurzeln und wuchs zu einem riesengroßen Baum, in dem Vögel Nester bauen können.“

20 Dann brachte er einen weiteren Vergleich: „Was für ein Beispiel fällt mir noch zu dem Thema ein, womit kann man das ganz gut vergleichen?

21 Dieses neue Land ist wie ein Stück Hefe, das man braucht, um ’ne Pizza zu machen. Eine Frau nimmt ein Kilo Mehl, vermischt die Hefe mit dem Mehl, tut etwas Wasser dazu und knetet das ganze Teil durch. Und dann ist der ganze Teig plötzlich voller Hefe und geht auf.“

Warum es einige packen, zu Gott zu kommen, und andere nicht

22 Jesus war auf Tour in Richtung Jerusalem. Überall machte er Zwischenstopps in den Dörfern und hielt Unterrichtsstunden in Glaubensfragen.

23 Ein Mann wollte etwas von ihm wissen: „Entschuldigen Sie, ich hab da mal ’ne Frage: Können es nur ganz wenige mit Gott schaffen? Werden nur ein paar gerettet?“

24 Jesus’ Antwort war: „Kämpft dadrum, in den Himmel zu kommen, es ist alles andere als easy! Die Tür, wo man durchgehen muss, ist ziemlich klein. Viele werden es versuchen und es nicht schaffen.

25 Wenn der Hauseigentümer abends die Tür abgeschlossen hat, dann ist sie zu, und man kommt nicht mehr rein. Egal, wie viele dann draußen stehen, die Klingel drücken und rumbetteln: ‚Bitte machen Sie auf!‘ Er wird dann nur antworten können: ‚Wer seid ihr? Ich kenne Euch nicht!‘

26 Dann antwortet ihr: ‚Aber wir haben doch zusammen gefeiert, gegessen und getrunken, wir waren sogar bei dir im Gottesdienst und haben deiner Predigt zugehört!‘

27 Aber seine Antwort wird sein: ‚Verschwindet! Ich hab keine Ahnung, wer ihr seid! Mit solchen unkorrekten Typen wie euch will ich nichts zu tun haben!‘

28 Wenn ihr dann von draußen so Leute wie Isaak, Jakob und die ganzen Prophetentypen in Gottes Land seht, werdet ihr voll gefrustet sein, ihr werdet wütend und heulen.

29 Und dann werden Menschen aus allen Ecken der Erde dort reinkommen und mit Gott eine Party feiern.

30 Macht euch das klar: Die jetzt ganz hinten anstehen, die die Letzten sind, die Unwichtigen, die werden dann groß rauskommen! Und die Leute, die jetzt ganz vorne stehen, die den dicken Macker markieren, die werden dann die hintersten Plätze belegen.“

Jerusalem wird es übel ergehen

31 Ein paar Minuten später kamen ein paar von den religiösen Strebern vorbei und warnten Jesus. „Verschwinden Sie besser von hier! Präsident Herodes plant ein Attentat und will Sie töten!“

32 „Ihr könnt dem Schlaumeier Folgendes ausrichten“, sagte Jesus, „sowohl heute als auch morgen werde ich weiter das tun, was ich die ganze Zeit gemacht habe: Dämonen aus Menschen rausschmeißen und Leute heilen. Heute und morgen werde ich das auch noch tun, aber nach drei Tagen wird mein Ding hier zu Ende sein.

33 Ich muss in drei Tagen diesen Ort sowieso verlassen. Es ist nicht angesagt, dass ein Prophet von Gott irgendwo anders getötet wird, als in Jerusalem!

34 Oh, Mann, Jerusalem, was ist bloß mit dir los? Bei dir werden Propheten ermordet, und Menschen, die eine Nachricht von Gott haben, werden einfach hingerichtet! Schon so oft wollte ich euch alle zu mir ziehen, ich wollte euch so nahe sein, wie eine Henne ihren Küken nahe ist, wenn die unter ihren Flügeln Schutz suchen, aber ihr hattet da keinen Bock drauf.

35 Passt auf, euer toller Tempel wird bald leer sein, Gott zieht dort aus. Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr es selber kapiert habt und alle bei euch sagen: ‚Hurra, dieser Typ ist der Größte! Der da gerade kommt, wurde uns von Gott geschickt!‘“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Frage des Tages
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Tages

… „Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ …
Lukas 13:23)

Meine Frage des Tages,
Glauben ins Leben umgesetzt.

Wie viel sind „wenige“? Ich habe es so im Kopf, dass Jesus gesagt hat (an einer anderen Bibelstelle), es werden nur wenige sein, die den schmalen Pfad zum Himmel gehen. Aber wie viel sind wenige? Wenn ich die Christen weltweit sehen, sind es doch eine ganze Menge. Und da meine ich nicht die „Namenschristen“. In der Offenbarung steht etwas von 144000. Wobei ich nicht weiß, ob die Zahl buchstäblich zu sehen ist. Das wären „wenige“. Das werde ich wohl erst sehen, wenn ich „oben“ angekommen bin. Ich wünsche mir so so sehr, dass mein bereits verstorbener Mann und meine Tochter dabei ist. Aber diese Entscheidung liegt dann wohl nicht bei mir.
Das Einzige, was ich tun kann, meinen Gott zu lieben, demütig zu sein und meinen Nächsten zu lieben (Micha 6:8). Alles andere kommt dann von allein.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja, es treibt mich um, dass ich gern wieder als Familie zusammen wäre, dabei sagst du in deinem Wort, dass im Himmel, in der Ewigkeit alles so ganz anders sein wird. Wir werden sein, wie die Engel (Markus-Evanglium), das heißt, geschlechtslos und nicht in Familienstrukturen. Wie auch immer, es wird so viel schöner sein als jetzt in dieser chaotischen Welt. Trotzdem würde ich die beiden so sehr gern dort wieder begegnen. Ja, ich weiß, das steht bereits fest, du weißt es schon, aber ich sehne mich so sehr nach einem Wiedersehen. Mir geht auch nicht aus dem Kopf, was U. im Krankenhaus zu mir gesagt hat: „Wenn er das überstanden hat, fangen wir neu an“. Ich war total irritiert, weil wir eine keine Konflikte in der Ehe hatten, nichts, was diesen Ausspruch rechtfertigen könnte. Aber vielleicht hat er da schon den Himmel offen gesehen, das da alles neu ist. Ein neuer Anfang. Ich freue mich so sehr drauf. Vater, du weißt es. Und du weißt auch, wie sehr ich im Alltag zu kämpfen habe, jeden Tag aufs neue. Bitte hilf mir diese Zeit gut zu überstehen, mir zu helfen und mich zu beschützen, bis ich dann endlich auch bei dir sein darf. Die Freude, die Hoffnung, die Zuversicht …. Das ist das, was mich hält.
Amen


26. Januar morgens gelesen

Spurgeon:

„… euer himmlischer Vater“
(Matthäus 6:26)

Gottes Kinder sind im doppelten Sinne Seine Kinder: durch ihre Erschaffung und durch ihr Kindesrecht in Christus.
Darum haben sie das herrliche Vorrecht, zu Ihm beten zu dürfen: „Unser Vater im Himmel.“ (Lukas 11:2).
Was für ein lieblicher Schall das ist!
Vater!
Es liegt Würde darin: „Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre?“ (Maleachi 1:6).
Seid Söhne, wo ist euer Gehorsam?
Darin liegt Liebe mit Würde verbunden.
Eine Würde, die nicht zum Widerstand reizt, sondern eine Erwartung des Gehorsams, der freudig erfüllt wird.
Der Gehorsam, den Gottes Kinder ihrem himmlischen Vater leisten, muss ein Gehorsam der Liebe sein.
Geht nicht zum Haus Gottes wie Sklaven, die sich mit Widerstreben ihrer Arbeit unterziehen.
Geht den Weg seiner Gebote, denn es ist eures Vaters Weg! Bewegt eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, weil Gerechtigkeit eures Vaters Wille ist, und weil sein Wille auch seine Kindes Wille sein soll.
Vater!
Darin liegt königliches Ansehen, aber so zart in Liebe verhüllt, dass man beim Anblick des Vaters die Königskrone ganz vergisst und sein Herrscherstab zu einem silbernen Gnadenzepter wird.
Dieses Zepter ist wahrlich keine eiserne Rute, sondern wird in der liebenden Hand dessen, der es hält, kaum wahrgenommen.
Vater!
Hierin liegt Ehre und Liebe.
Wie groß ist doch ist eines Vaters Liebe zu seinen Kindern!
Was keine Freundschaft vermag, was kein Wohlwollen unternimmt, das leistet eines Vaters Herz und Hand für seine Söhne.
Sie sind sein Fleisch und Blut; er muss sie segnen; sie sind seine Kinder, mit starkem Arm nimmt er sich ihrer an.
Wenn ein irdischer Vater mit unermüdlicher Liebe und Sorgfalt seine Kinder bewacht, wie viel mehr das unser himmlischer Vater tun?
„Abba, lieber Vater!“ (Galater 4:6).
Wer das sagen kann, hat ein herrlicheres Loblied gesungen als alle Cherubim und Seraphim.
Der ganze Himmel liegt auf dem Grund des Wortes: Vater!
Es birgt alles, was ich begehren kann und alle meine Wünsche verlangen.
Ich besitze alles in allem auf ewige Zeiten, wenn ich nur sagen kann: „Vater!“


Was für eine Sprache!
Wie sehr hat sie sich verändert in nur etwas mehr als 100 Jahren?
Spurgeon lebte 1834-1892.
Gottes Wort bleibt .


Tag 311 + 312 – Lukas 12:49 – 13:9

Leute werden sich streiten, weil einer an Jesus glaubt

49 „Ich bin zu euch gekommen, damit der Punk abgeht hier auf der Erde, es soll brennen! Ich würde mich so sehr freuen, wenn das schon passiert wäre und ich meinen Job schon erledigt hätte.

50 Auf mich wartet aber noch etwas ganz Übles. Ich muss einen furchtbaren Tod sterben, das macht mir echt Angst, bis ich das hinter mich gebracht habe.

51 Falls ihr gedacht habt, ich würde den Weltfrieden organisieren, dann habt ihr euch gewaltig getäuscht! Nein, wo ich bin, werden sich Menschen streiten,

52 ganze Familien werden wegen mir auseinanderbrechen, weil drei Mitglieder auf meiner Seite stehen und zwei keinen Bock auf mich haben oder umgekehrt.

53 Es wird Zoff geben zwischen dem Vater und dem Sohn, zwischen der Mutter und der Tochter.“

54 Jetzt richtete Jesus noch mal ein paar Worte an die Menschen, die drumrum standen: „Wenn ihr zum Himmel seht und ein paar dunkle Wolken kommen aus einer Richtung, dann sagt ihr doch bestimmt: ‚Gleich regnet es!‘ Das ist richtig.

55 Wenn aber die Sonne morgens schon runterknallt, sagt ihr: ‚Heute wird es warm!‘ Und das stimmt auch.

56 Ihr Pseudos! Wie das Wetter wird, könnt ihr euch leicht ausrechnen, aber wenn ihr seht, was in der Welt gerade abgeht, dann kapiert ihr gar nichts!

57 Warum peilt ihr nicht, was jetzt zu tun ist?

58 Wenn du heute einen Gerichtstermin hast und du triffst auf dem Weg zum Gericht den Typen, der dich angezeigt hat, dann versuche, das Ding zu regeln, bevor ihr vor dem Richter landet. Sonst wirst du verurteilt und landest im Knast.

59 Und dann hängst du da so lange, bist du den letzten Cent bezahlt hast.“

Mit Gott wieder klarkommen oder sterben

1 In dieser Zeit erzählten ein paar Leute Jesus, dass Pilatus einige Männer hatte abschlachten lassen, während sie gerade dabei waren, ein Opferritual im Tempel zu machen. So hatte sich ihr Blut mit dem Blut der Tiere vermischt, die dort geopfert wurden.

2 „Sagt mal, Leute, glaubt ihr jetzt, dass diese Männer ganz besonders schlimme Verbrecher waren, dass die mehr Mist gebaut haben, als andere Leute? Denkt ihr, das war der Grund für ihren schlimmen Tod?

3 Nein, Leute, das stimmt schon mal gar nicht! Genau das Gleiche kann jedem von euch auch passieren, wenn ihr nicht mit dem Mist aufhört, den ihr täglich baut, und nicht anfangt, mit Gott ganze Sache zu machen!

4 Könnt ihr euch an die achtzehn Männer erinnern, die gestorben sind, als das Hochhaus in Siloah plötzlich eingestürzt ist? Waren das vielleicht die schlimmsten Menschen in Jerusalem?

5 Nein, Leute! Ich sag’s noch einmal: Wenn ihr nicht aufhört mit dem Mist und anfangt, mit Gott ganze Sache zu machen, werdet ihr genauso sterben wie die.

Die zweite Chance

6 Jesus erzählte dann noch mal eine Geschichte: „Ein Typ pflanzte mitten in seinen Weinberg einen Apfelbaum. Jedes Jahr checkte er, ob jetzt endlich mal einen Apfel ernten könnte. Aber es passierte nichts, an dem Baum wuchsen einfach keine Früchte.

7 Schließlich sagte er zu seinem Gärtner: ‚Drei Jahre hab ich jetzt gewartet, und immer noch passiert da nichts dran! Hau das Teil einfach um. Der Boden ist zu schade für einen Baum, der nichts bringt.‘

8 Der Gärtner meinte aber: ‚Komm, gib ihm noch ein Jahr! Ich will mich extrem um ihn kümmern, ihn gut düngen und die trockenen Äste raus schneiden.

9 Wenn er im nächsten Jahr wieder nichts bringt, dann haue ich ihn um.‘“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Denkt ihr vielleicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Entzweiung.
(Luk 12:51)

Meine Erkenntnis des Tages , MEIN Pünktchen

Klingt irgendwie paradox, da wir ja immer davon ausgehen, Jesus ist der Friedensstifter „liebet eure Feinde“ usw.
Nein es ist kein Widerspruch. E Im Kontext ist es einfach eine andere Situation. Jesus ist nicht auf die Erde gekommen, damit wir es hier uns gemütlich einrichten können. Alle, die sich zu ihm bekennen, werden auf irgendeine Weise in Konflikt geraden, weil sie sich nicht von der „Welt“ einfangen lassen. Die „Welt“ wird von Satan beherrscht und regiert (auch wenn das von mancher Kanzel anders gepredigt wird) und es ist gefährlich, sich mir Satan zu verbrüdern. Denn dann hat er gewonnen, mich. Wir sind kein Teil von ihr, auch wenn wir darin leben müssen. Vorerst.

Glauben ins Leben umgesetzt

Ja, es ist nicht einfach, sich getrennt von dieser Welt zu halten. Zu viele Verlockungen gibt es. Viel zu viele. Nein, wir sollen uns nicht von allen Nettigkeiten enthalten, aber diese Dinge nicht zu unseren Göttern machen. In diesem Zusammenhang halte ich es auch nicht für richtig, dass Christen in die Politik gehen. Wir sollen Jesus nachfolgen, er war nicht gekommen, um bei den Römern ins Parlament sich wählen zu lassen. Jesus hat sich nicht in die damalige Politik eingemischt (auch wenn die damaligen Juden es gern gesehen hätten). Nein, unser Parlament sitzt woanders, unsere Heimat ist eine andere, wir sind hier nur auf der Durchreise. Meine Meinung.

Mein Gebet für den Tag

Vater, heute geht es mir wieder besser. Ich habe einen kompletten Tag dazu verbracht, mich von dem Spiele-Nachmittag zu erholen. Es erschöpft mich so sehr, gerade wenn wir uns ein neues Spiel ausdenken. Aber jetzt ist es durch und ich schaue gut auf den heutigen Tag. Ich danke dir aber auch für D., sie kommuniziert wieder mit mir, wenn auch „nur“ über WhatsApp. Ich bin so dankbar. Nun weiß ich wieder ein bisschen mehr über ihre Gedanken und Sorgen und auch, dass es A. in seiner jetzigen Situation nicht gut geht. Er hat die Dienstelle gewechselt und ist jetzt nach 3 Monaten schon nicht mehr glücklich dort. Dabei wollte es er unbedingt. Bitte, Vater, führe ihn dorthin, wohin du ihn gern haben möchtest und sei es durch einen crash, wenn es gar nicht anders geht. Aber, Vater, weißt du was ich so gar nicht verstehe? Warum wolltest du, dass die beiden ein Haus bauen, dass jetzt nur noch Ballast ist und mir auch großen Kummer bereitet habe. Ich habe vorher gebetet, dass du 1000 Steine ihnen in den Weg legen mögest, wenn es nicht dein Wille und nicht dein Plan ist. Aber es gab keine 1000 Steine, nicht mal ein einziges Steinchen? Vater, warum? Wohin führt dieser Weg? Was ist dein Plan?
All diese Fragen lege ich dir heute vor. Aber eins weiß ich, du machst keine Fehler, es muss einen Sinn haben. Und so bitte ich dich, pass gut auf D. und A. und die Jungs auf. Zeig A. den Weg aus seinem Knäuel, in das er sich verstrickt hat, hilf ihm bitte. Bitte.
Und lass diesen Tag ein guter Tag werden. Auch für T. mit ihrem kaputten Knie, lass sie nicht verzweifeln, auch nicht an ihrem neuen Problem mit der Hausververwaltung. Immer wieder gerät sie an ihre psychischen Grenzen, hilf bitte auch ihr.
Amen