Tag 2 – 1. Mose 2:18 – 4:16

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Bild von CCXpistiavos auf Pixabay

Dann meinte Gott: „Ist irgendwie keine gute Idee, wenn der Mensch hier allein herumhängt. Ich will ihm noch eine Braut machen, die ihm hilft und ihn respektiert. Und sie sollte auch irgendwie zu ihm passen!“
Also nahm Gott nochmals etwas Boden und formte zuerst mal weitere Tiere daraus.
Tiere, die draußen leben, Vögel und so.
Und die brachte er dann zu den Menschen, damit er ihnen Namen geben konnte.
Und der Name, den der Mensch den unterschiedlichen Tieren gab, der war dann auch gesetzt.
Also gab der Mensch den unterschiedlichen Tieren unterschiedliche Namen.
Aber da war jetzt nichts dabei, worauf er richtig Bock hatte.
Nichts passte zu ihm.
Jetzt setzte Gott den Menschen unter Vollnarkose.
Und dann nahm er ein Stück von seiner Rippe raus und ließ die Stelle schnell wieder zuwachsen.
Aus der Rippe baute Gott dann eine vollschöne Frau.
Die brachte er dann zu dem Mann.
Der Mann war echt begeistert.
„YES! Die passt doch total gut zu mir! Sie kommt ja sogar aus meinem Körper raus, ist genau das gleiche Material! Ich finde, sie soll jetzt „Frau“ heißen.
Darum ist es jetzt so, dass ein Mann irgendwann seinen Vater und seine Mutter verlässt und mit einer Frau zusammenzieht.
Die beiden werden dann ganz fest zusammenwachsen, sie werden wie ein Mensch sein.
Beide hatten aber noch keine Klamotten an, sie waren splitternackt.
Das machte denen aber null was aus, es war ihnen überhaupt nicht peinlich.

Der Mensch fliegt aus dem Paradies raus.

Im Garten Eden gab es ein Tier, das schlauer war als alle anderen.
Dieses Tier war die Schlange.
Die Schlange konnte die Sprache der Menschen sprechen.
Eines Tages kam sie mal bei der  an und meinte zu ihr: „Hat Gott echt gesagt, dass ihr von keinem einzigen Bau im Garten Früchte essen dürft?“
„Hm“, sagte die Frau, „wir dürfen von allen Bäumen so viel essen, bis wir platzen. Nur von einem Baum sollen wir die Finger lassen. Da hat Gott ne klare Ansage gemacht. ,Fasst den bloß nicht an! Sonst müsst ihr sterben‘, meinte er zu uns.“
Die Schlange zischelte aber weiter: „Totaler Schwachsinn! Ihr werdet nie und nimmer sterben, wenn ihr davon esst, dann wärt ihr wie Gott. Ihr könntet nämlich unterscheiden, was gut ist und was schlecht.“
Jetzt sah die Frau sich den Baum mal genauer an.
Und sie wurde plötzlich richtig gierig.
Der Baum und ihre Früchte sahen einfach lecker aus, und es wäre doch eine tolle Idee, wenn man gut  und schlecht unterscheiden könnte.
Schließlich nahm sie sich eine Frucht und bis einmal davon ab.
Ihrem Mann, der gerade vorbeikam, gab sie auch etwas davon ab.
Sofort wurden sie innerlich geflashed!
Schnell bastelten sie sich ein paar Klamotten aus Blättern von einer Eiche, die da in der Nähe herumstand.
Plötzlich hörten sie die Stimme von Gott., der gerade im Garten spazieren ging.
Es war mittlerweile auch schon Abend geworden.
Die beiden bekamen voll Schiss und versteckten sich vor Gott zwischen den Bäumen.
Gott rief ihnen zu: „Hey, wo seid ihr?“
„Ähh, ich habe gerade deine Stimme gehört und hab mich voll erschrocken, weil ich irgendwie so nackt bin. Das war mir peinlich,darum hab ich mich erstmal versteckt!“, antwortet der Mann.
„Wer hat dir denn das erzählt? Dass du nackt bist und so?“, fragte Gott.
„Du hast doch nicht etwa von dem Baum gegessen, wo ich dir ausdrücklich gesagt habe, dass du davon nicht essen sollst?“
„Ähh, die Frau, ich meine, die hast du mir doch zur Seite gestellt, also, ähh, die hat mir das einfach angedreht!“, stammelte Adam.
Gott sagte zu der Frau: „O nein, was hast du nur getan?!“ — „Ähh, die Schlange hat mich voll  abgezogen, Gott, die hat mich mir das einfach angedreht!“, antwortete sie.
Also ging Gott ging zu der Schlange und meinte zu ihr: „Weil du das getan hast, wirst du für immer verschwinden, ich werde dich verstoßen! Du sollst im Gegensatz zu den anderen Tieren keine Beine haben, du sollst nur noch rumkriechen und Staub fressen, solange du lebst! Ich werde ab jetzt dafür sorgen, dass du und die Frau, dass ihr euch nicht abkönnt. Die Frau wird Kinder und Enkel haben, die werden deinen Kindern den Kopf zertreten, während du ihnen in den Fuß beißen wirst.“
Dann ging Gott zu der Frau und sagte zu der: „Ich werde dafür sorgen, dass es für dich voll schwer wird, wenn du Kinder kriegst. Es wird dir irre weh tun. Ud du wirst immer Lust auf einen Mann haben, aber er wird dein Chef sein.“
Dann ging Gott zum Mann und sagte zu ihm: „Weil du auf seine Frau gehört hast und das, was sie dir gesagt hat, wohl wichtiger war als das, was ich dir gesagt hatte, wird Folgendes passieren: Das Feld, auf dem die Dinge wachsen, von denn du leben sollst, das soll verflucht sein. Es soll schwer für dich werden, Obst und Gemüse zu ernten. Auf dem Feld werden Dornen wachsen und Brennnesseln und Disteln. Du wirst dein ganzes Leben hart arbeiten müssen, um dich davon zu ernähren. Du wirst total ins Schwitzen kommen. Nur durch harte Arbeit wirst du Brot und andere Sachen zum Essen kriegen können. Und das wird immer so sein, bis zum Schluss, wenn du tot bist. Und wenn du stirbst, wirst du vergammeln und dich in den gleichen Stoff verwandeln, aus dem du gemacht wurdest: Erde.“

Der Mann gibt der Frau auch einen Namen

Der Mensch, der jetzt Adam hieß, gab seiner Frau den Namen Eva.
Der Namen bedeutet soviel wie „Leben“, denn Eva wurde jetzt zur absoluten ersten Mutter von allen Menschen auf der Welt. Er fand den Namen einfach nett.
Gott nähte den beiden  dann echt anständige Klamotten, damit sie etwas zum Anziehen hatten.
Später sagte er dann mal zu sich selbst: „Hm, der Mensch ist mir jetzt echt ähnlich geworden, weil er jetzt unterscheiden kann, was gut ist und was schlecht. Was jetzt nicht so gut wäre, wenn er jetzt auch noch vom „Baum des Lebens“ essen würde. Dann würde er außerdem noch ewig leben können, das geht einfach gar nicht!“
Also schmiss Gott Adam aus seinem Garten raus und erteilte ihm Hausverbot.
Er sollte besser als Bauer arbeiten, die Erde umpflügen, darauf Pflanzen aussäen und so.
Da kam er ursprünglich her, er war mal aus Erde gemacht worden.
Gott feuerte Adam aus dem Paradies raus, aber er gab ihm ein Stück Land, was im Osten von seinem Garten lag.
Um den Baum des Lebens zu beschützen, stellte Gott extra Türstehengel davor.
Der war gut bewaffnet mit einem Schwert, was aus Feuer war, wie so ein riesen Flammenwerfer.
Mit diesem Schwert fuchtelte er immer hin und her, damit der Weg zum Baum hunderpro gesichert wurde.

Die beiden Brüder hatten Zoff miteinander

Adam und Eva hatten dann Sex, und Eva wurde schwanger.
Sie bekam ein Baby, dem die beiden den Namen Kain gaben.
Kein bedeutet soviel wie „Hauptgewinn“.
Eva war voll happy und sagte: „Ich hab einen Jungen bekommen! Da hat mir Gott dabei geholfen“
Dann kamen noch weitere Kinder.
Als erstes einen Bruder für Kain, den sie Abel nannten.
Als die beiden groß waren, nahmen sie unterschiedliche Berufe an.
Kain machte eine Ausbildung zum Bauern und Abel wollte ein Hirt werden, der sich um die Schafe und Kühe kümmert.
Irgendwann hatte Kain die Idee, etwas von den Sachen, die er als Bauer geerntet hatte, an Gott abzugeben.
So als „Dankeschöngeschenk“.
Abel hatte wohl denselben Gedanken und gab einige von den ersten Schafen, die geboren worden waren, an Gott ab.
Er schlachtete sie, und die besten Steaks verbrannte er in einem Feuer für Gott.
Man nannte das ab dann ein „Opfer“ bringen.
Gott fand das Opfer von Abel echt cool.
Aber das Opfer von Kain fand Gott nicht so prall, er beachtete es gar nicht.
Darüber wurde Kain echt stinkig. Er war richtig frustriert und zog ne Fresse bis zum Boden.
Gott sagte zu Kain: „Was ist los, mein Junge? Warum ziehst du so ein Gesicht? Warum bist du sauer? Wenn es dir gut geht, sieht das anders aus. Hey, wenn du mies drauf bist und üble Gedanken in dir rumspuken, dann bist du kurz davor, Sachen zu tun, die total daneben sind und ich nicht gut finde. Diese Gedanken werden immer größer und übernehmen irgendwann die Kontrolle über dich! Du musst sie aber kontrollieren!“
Kain ging zu seinem Bruder, um sich mit ihm auszuquatschen.
Aber als sie zusammen auf das Feld gingen, kriegen sie sich in die Wolle.
Kain war richtig aggro, er fing an zu boxen und kickte einmal voll zu.
Abel sank zu Boden und war tot.
Einige Zeit kam Gott bei Kain vorbei.
Er sagte ihm: „Sag mal Kain,wo ist denn dein Bruder geblieben?“
„Äh, keine Ahnung, Gott! Ist mir auch pupsegal, wo der ist, bin ja schließlich nicht sein Kindermädchen!“
Gott sagte zu ihm: „O Mann, Kain, was hast du bloß für eine Scheiße angestellt! Was ist los? Ich kann das Blut von deinem Bruder vom Acker schreien hören. Ich muss mich von dir zurückziehen, ich kann dir nichts Gutes mehr tun! Verschwinde von hier! Das Land hat das Blut von deinem Bruder aufgesogen,weil du ihn getötet hast! Ab jetzt wird es für dich voll schwer werden,als Bauer zu arbeiten. Der Boden wird dir nicht alles geben, was normal gehen würde. Und du wirst dich nirgendwo richtig zu Hause fühlen, du wirst immer auf der Flucht sein.“
Kain war echt fertig, als er das hörte.
„Das ist zu heftig, Gott,  diese Strafe kann ich nicht ertragen! Mann, du hast mich heute   rausgeschmissen und vor die Tür gesetzt. Ich werde mich vor dir schämen müssen. Ich werde wohl nie ein richtiges Zuhause haben, ich bin nur noch auf der Flucht. Und ich habe niemand, der mich beschützt, wenn mich jemand killen will, kann er das einfach tun. Er braucht ja nicht mal eine Bestrafung dafür befürchten müssen.“
Aber Gott war da anderer Meinung: „Nein, das ist gesetzt: Wer Kain tötet, der soll es siebenmal heftiger zurückbekommen!“
Gott drückte Kain ein Zeichen auf die Stirn, so ein Code, der ihn beschützen sollte.
Kain verschwand also aus der Gegend, er ging Gottes Gegenwart ab sofort aus dem Weg.
Er nahm sich eine Bude in dem Land Nod, das lag östlich von Eden.

*   *   *    *   *

Nein, ich mag jetzt nichts darüber schreiben, warum Gott das eine Opfer gut fand und das andere nicht, das ist heute nicht das, was mich anspringt, sondern das Stückchen Text, das ich rot markiert habe.
Wie schnell ist man wütend.
Es gibt jeden Tag Anlässe zuhauf.

Es gibt so viele Ungerechtigkeiten nicht nur in der Welt, sondern auch in den ganz kleinen Dingen, in den täglichen Begegnungen.
Aber wenn man die Wut zulässt, wenn man (siehe oben) sie groß werden lässt, dann kommt vielleicht der Punkt, wo man sie nicht mehr kontrollieren kann.
Das ist der worst case.
Aber auch die kleinen Wutanfälle …, man schadet sich nur selbst.
Nur sich
.
Der andere, wenn er es überhaupt registriert, interessiert es nicht.
Und ändern, ändern kann man auch so gar nichts damit.

* * * * *

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