Tag 39 – 1. Mose 30-46

30  So ging das ab mit dem Segnen von Jakob. Als er gerade aus dem Zimmer ging, kam Esau vom Jagen nach Hause.

31  Esau ging in die Küche und kochte auch ein total leckeres Essen für seinen Vater. Dann ging er zu ihm und meinte: „Hey, Papa, jetzt steh mal auf. Ich hab dir was sehr Gutes zu essen gemacht. Und ich möchte, dass du mich dann segnest.“

32  Isaak fragte verwundert: „Wer bist du denn jetzt?“ – „Ich bin es! Dein erster Sohn Esau!“, antwortete er.

33  Da fing Isaak echt an zu zittern, er war voll fertig und fragte panisch: „Ja, aber wer war denn das eben, der gerade weggegangen ist? Wer hat mir denn das Stück Fleisch organisiert und gegrillt? Ich hab das alles gegessen! Und ich hab ihn dann auch gesegnet! Das kann ich jetzt nicht mehr rückgängig machen, dass geht einfach nicht!“

34  Esau schrie laut auf. „Ahhhh!“ Er war total sauer und verletzt. „Vater! Ich will auch von dir gesegnet werden!“, rief er.

35  „Dein Bruder hat mich verarscht“, meinte Isaak. „Er hat mich ausgetrickst und dich um den Segen abgezockt, den eigentlich du hättest bekommen sollen.“

36  Esau sagte dazu: „Das hatte wohl schon seinen Sinn, dass er damals den Namen ‚Jakob, der Abzocker‘ bekommen hat. Zweimal hat er mich jetzt schon übers Ohr gehauen. Erst wollte er mir das Recht nehmen, das man als Erstgeborener hat. Und jetzt hat er auch noch den letzten Segen von dir, der mir eigentlich zustehen würde. Hast du denn nicht irgendwie noch einen Ersatzsegen für mich übrig, Vater?“

37  „Ich hab ihn zu deinem Chef gemacht! Er soll ab jetzt das Sagen haben über den ganzen Familienbetrieb, über alle Angestellten, alles, was zu unserer Firma gehört, soll er verwalten. Was soll da noch für dich übrig sein?“, antwortete Isaak.

38  „Ist das echt der einzige Segen, den du hast, Vater? Segne mich auch! Segne mich auch, Vater!“, schrie Esau und fing an, laut loszuheulen.

39  Isaak sagte dann: „Da, wo du sein wirst, gibt es keine guten Felder, es wird dort nicht regnen und es gibt immer Wassermangel.

40  Du wirst immer kämpfen müssen um dein Essen. Du wirst deinem Bruder immer dienen müssen, aber es wird einen Tag geben, wo du das nicht mehr länger mit dir machen lässt. Du wirst dich wehren und dich befreien.“

41  Esau konnte das einfach nicht vergessen, dass Jakob ihn so fies um den Segen vom Vater betrogen hatte. Er plante immer wieder, wie man seinen Bruder am leichtesten um die Ecke bringen könnte. „Sobald Vater unter der Erde ist, dann bring ich ihn um“, schwor er sich.

42  Jemand, der das mitbekam, erzählte das dann seiner Mutter Rebekka. Die traf sich mit Jakob, ihrem jüngeren Sohn, und sagte zu ihm: „Du, Jakob, der Esau will dich umbringen! Er will Rache!

43  Pass genau auf, was ich dir jetzt sage, okay? Du verschwindest heute noch und tauchst für ne Zeit bei meinem Bruder Laban unter. Laban wohnt in Haran.

44  Bleibe mal für ne Weile bei ihm, bis sich dein Bruder etwas entspannt hat.

45  Irgendwann wird sich der Esau beruhigt haben und die Sache vergessen. Dann schick ich dir ne Nachricht. Ich will nicht, dass ihr euch noch gegenseitig umbringt und ich dann gar keinen Sohn mehr habe!“

46  Rebekka meinte dann zu Isaak: „Ich bin total schlecht drauf, weil Esau diese Hetiterinnen geheiratet hat! Wenn sich jetzt Jakob auch noch eine Frau aus diesem Land organisiert, dann hab ich echt die Schnauze voll!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Er [Isaak] aber sagte: Dein Bruder ist mit Betrug gekommen und hat deinen Segen weggenommen. (1Mo 27:35)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen

Irgendwie ist es irre. Wenn Jakob nicht betrogen hätte, hätte der Vater den Segen Esau zugesprochen. Dann hätte er gegen Gottes Verheißung (also gegen Gottes Willen) gehandelt, der ja gesagt hatte, dass „Der Ältere dem Jüngeren dienen wird). Das Erstgeburtsrecht war aber damals auch Gottes Ordnung. … … … Knoten in meinem Kopf!

Erkenntnis des Tages

Gott gebraucht manchmal merkwürdige Dinge, um an sein Ziel zu kommen.
Und in dieser Zeit (Esaus Rachegedanken) fragt keiner aus der Familie nach dem Willen Gottes. Alle Handeln nach eigenen Überlegungen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Verwicklung von Sünde, dem Willen Gottes und seine Vorhersehung (er sieht vorher, dass die Familie nicht nach ihm fragt und lenkt dann ihre Sünden so, dass er [Gott] doch zu seinem Ziel kommt) lässt für mich nur einen Schluss zu: Ich muss nicht alles verstehen, meine Gedanken, sind nicht Gottes Gedanken. Der Mensch denkt (egal ob gut oder böse) und Gott lenkt die Geschehnisse trotzdem so, wie er es gern hätte.

o o o o o

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