Tag 43 – 1. Mose 29:15-35

Dante Gabriel Rossetti [Public domain]

15  Irgendwann meinte Laban zu Jakob: „Ich finde, nur weil du mein Neffe bist, musst du noch lange nicht für lau für mich arbeiten. Mach mal bitte ne Ansage, wie viel Kohle du haben willst!“

16  Nun muss man wissen, dass Laban zwei Töchter hatte. Die ältere Tochter hieß Lea und die jüngere Rahel.

17  Lea sah eher nicht so prall aus, Rahel war aber echt schön und hatte eine supergeile Figur.

18  Jakob hatte sich voll in Rahel verknallt . . . Darum sagte er zu Laban: „Hör zu, ich will keine Kohle von dir haben, aber ich würde gerne deine jüngere Tochter Rahel heiraten. Dafür könnte ich ja sieben Jahre für dich umsonst arbeiten. Abgemacht?“

19  Laban meinte: „Ich finde Rahel ist bei dir besser aufgehoben als bei irgendeinem anderen Mann. Abgemacht, bleib in meiner Firma!“

20  Also arbeitete Jakob sieben Jahre lang in der Firma von Laban, um Rahel heiraten zu dürfen. Er hatte dabei das Gefühl, die Zeit würde total schnell vorbeigehen, weil er so verknallt in Rahel war und immer an sie denken musste.

21  Als die Zeit um war, ging er zum Laban und sagte: „So, die Zeit ist um. Ich möchte jetzt die Frau heiraten, für die ich so lange geschuftet habe!“

22  Laban organisierte noch am selben Abend eine Hochzeitsparty bei sich im Haus.

23  Abends, nach der Feier, war es üblich, dass der Vater der Braut seine Tochter im Dunkeln in das Schlafzimmer des Ehepaars führte. Laban nahm aber einfach seine hässliche Tochter Lea mit. Jakob hatte das nicht auf dem Schirm und pennte in der ersten Nacht gleich mit ihr.

24  Als Hausangestellte gab Laban übrigens dem jungen Ehepaar noch das Mädel Silpa mit.

25  Am nächsten Morgen sah Jakob natürlich, dass nur Lea neben ihm lag und nicht Rahel. Echt angefressen ging er sofort zu Laban. „Was soll das? Warum hast du mich einfach übers Ohr gehauen? Ich hab für dich die ganze Zeit gearbeitet, nur weil ich Rahel haben wollte!“

26  „Tja, also, es ist bei uns hier im Ort so üblich, dass man immer die ältere Tochter zuerst unter die Haube bringt. Danach darf erst die jüngere heiraten“, sagte Laban zu seiner Verteidigung.

27  „Mann, jetzt feier doch erst mal diese Woche Hochzeit, wie das normal bei uns ist. Ich geb dir die Rahel dann auch noch dazu. Dafür musst du allerdings noch mal sieben Jahre für mich arbeiten. Okay?“

28  Jakob war nicht so begeistert, aber was sollte er machen? Nach der Hochzeitswoche gab ihm Laban dann auch noch Rahel als Frau. Es war zu der Zeit normal, mehrere Frauen zu heiraten.

29  Obendrauf kriegte er auch noch Labans Angestellte Bilha dazu, damit sie für ihn arbeiten konnte.

30  In der Hochzeitsnacht schlief Jakob mit Rahel. Er liebte sie viel mehr als Lea. Die nächsten sieben Jahre arbeitete er dann weiter für Laban, wie sie es abgesprochen hatten.

31  Gott tat Lea voll leid, weil Jakob überhaupt keinen Bock auf sie hatte. Darum sorgte er dafür, dass Lea schwanger wurde. Rahel konnte aber keine Kinder kriegen.

32  Als Lea ihren ersten Sohn kriegte, freute sie sich voll. Sie sagte: „Gott hat meinen Frust gesehen! Jetzt wird mein Mann mich endlich lieben!“ Darum nannte sie ihn Ruben, was so viel bedeutet wie „Hurra, ein Sohn!“.

33  Kurze Zeit später wurde sie wieder schwanger. Auch diesmal bekam sie einen Sohn. Diesmal sagte sie nach der Geburt: „Gott hat mir noch einen Sohn gegeben, weil er mitbekommen hat, dass mein Ehemann keinen Bock auf mich hat.“ Sie nannte diesen Jungen dann Simeon.

34  Dann war Lea wieder schwanger und bekam noch mal einen Sohn. „Jetzt hab ich für meinen Mann sogar drei Söhne bekommen“, sagte sie. „Jetzt kommt er vielleicht doch nicht mehr von mir los und bleibt bei mir.“ Sie nannte diesen Sohn dann Levi.

35  Aber noch nicht genug, Lea wurde wieder schwanger und bekam einen vierten Sohn. Sie sagte dann: „Jetzt will ich Gott einfach mal richtig danke sagen, dass er mir diesen Sohn auch noch geschenkt hat.“ Sie gab dem Jungen den Namen Juda. Juda war ihr vierter Sohn, nach ihm bekam sie erst mal keine Kinder mehr.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

So diente Jakob für Rahel sieben Jahre. Und sie waren in seinen Augen wie einige (wenige) Tage, weil er sie liebte. (1Mo 29:20)

Vollende die (Hochzeits)woche (mit) dieser! Dann wollen wir dir auch jene geben, für den Dienst, den du mir noch weitere sieben Jahre dienen sollst. (1Mo 29:27)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln

  • Als Gott sah, dass Jakob Rahel bevorzugte, wurde Lea schwanger und Rahel nicht.

Fragezeichen

  • Aus der Sicht des heutigen aufgeklärten Menschen ist es für mich nicht zu verstehen, dass Jakob mit Lea schlief, wenn er doch Rahel so liebte. Gut, das erste Mal wurde er betrogen, aber sie bekam ja 4 Kinder von ihm.

Erkenntnis des Tages

Jakob hatte seinen Vater betrogen und wurde nun auch betrogen.
Ausgleichende Gerechtigkeit?

Als Gott sah, dass Jakob Rahel mehr liebte als Lea, schenkte er Lea die Kinder und Rahel war unfruchtbar.
William MacDonald schreibt dazu:
„Das Gesetz des göttlichen Ausgleichs gilt auch heute noch. Menschen, die in einem Bereich Mangel haben, bekommen in einem anderen Bereich besonders viel zugeteilt.“
Nun frage ich mich ernsthaft, (die augenscheinlich nur aus Mängeln besteht), wo ich die große Zuteilung bekommen habe. Ich denke, darüber werde ich den ganzen Tag grübeln…

Glauben ins Leben umgesetzt

Nicht neidisch auf andere sein, die vermeintlich soviel mehr können als ich. Auch sie haben ihre schwachen Seiten. Ich weiß sie nur nicht!

o o o o o

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