Tag 48 – 1. Mose 31:36-54

By צילום:ד“ר אבישי טייכר, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13299261

36  Jetzt wurde Jakob langsam richtig aggro gegen Laban. „Was hab ich jetzt nun so Schlimmes verbrochen, he? Wie hab ich das verdient, dass du mich hier wie einen Schwerverbrecher behandelst?

37  Du hast jetzt meinen ganzen Haushalt durchwühlt. Wo sind die Sachen jetzt bitte, die ich von dir geklaut haben soll? Leg die Dinger hier auf den Tisch, damit meine und deine Leute entscheiden können, wer von uns Recht hat und wer nicht.

38  Mann, zwanzig lange Jahre hab ich jetzt für dich geschuftet! Deine Herde hat sich wie blöd vermehrt, es gab in meiner Zeit, wo ich für dich gearbeitet hab, nicht eine Fehlgeburt! Und dabei hab ich nicht einmal irgendeins von deinen Tieren gezockt und einen netten Grillabend damit veranstaltet.

39  Und wenn mal eins von deinen Tieren nachts oder am Tag von einem wilden Löwen angefallen wurde, dann hab ich es dir zu 100 Prozent ersetzt, weil du das so wolltest. Und wenn mal eins geklaut wurde, dann hast du es von mir zurückverlangt, und ich hab es dir gegeben. Oder etwa nicht?

40  Am Tag hat mir die Sonne oft auf den Schädel gebrezelt, und nachts bin ich vor Kälte fast erfroren und konnte oft nicht pennen.

41  Insgesamt bin ich jetzt zwanzig Jahre bei dir, wo ich so was durchmachen muss. Davon hab ich vierzehn Jahre um deine Töchter kämpfen müssen, du erinnerst dich? Sechs Jahre lang bin ich jetzt sogar extra noch dageblieben und hab auf deine Herde aufgepasst, weil du mich drum gebeten hast. Und in der ganzen Zeit hast du obendrauf auch noch zehn Mal mein Gehalt verändert, mal gab es mehr, mal weniger!

42  Hey, wenn ich nicht so einen genialen Gott hätte, der auch schon der Gott von meinem Großvater Abraham war und vor dem auch schon mein Vater Isaak Mörderrespekt hatte, dann würde ich jetzt vermutlich mit null dastehen. Du hättest mir alles weggenommen und mich ohne irgendeine Bezahlung einfach entlassen. Aber mein Gott hat mich nicht vergessen! Er hat gesehen, dass ich wie blöd für dich gearbeitet hab, und darum hat er sich gestern Nacht für mich eingesetzt.“

43  Laban sagte dann: „Also, ich will mal eins klarstellen: Die beiden Frauen da sind meine Töchter! Ihre Kinder sind meine Enkelkinder! Und die ganzen Tiere, die da stehen, kommen auch alle von mir! Aber ganz ehrlich, was hab ich jetzt noch meinen Töchtern und ihren Kinder zu geben?

44  Was hältst du von der Idee, dass wir einen Vertrag machen? Einen Vertrag nur zwischen dir und mir!“

45  Jakob stand auf, nahm einen der großen Steine, die da rumlagen, und stellte ihn aufrecht hin. Das sollte ab jetzt ihr privates Denkmal sein.

46  Er sagte zu seinen Leuten: „Helft mal mit! Sammelt noch mehr Steine und baut sie hier auf!“ Alle packten mit an, und am Ende stand da ein kleiner Berg aus lauter Steinen. Jetzt setzten sie sich oben auf den Steinberg, packten das Essen aus und spachtelten was zusammen.

47  Beide Männer gaben diesem Berg dann einen Namen. Laban nannte ihn Jegar-Sahaduta, und Jakob nannte ihn Gal-Ed.

48  Nach dem Essen sagte Laban: „Dieser kleine Berg ist wie ein Zeuge für unseren Vertrag!“ Darum bekam er auch den Namen Gal-Ed, weil das so viel heißt wie der „Zeugen-Berg“.

49  Andere nennen ihn aber auch Mizpa, das heißt so viel wie „Pass-auf-Turm“, weil Laban beim Weggehen noch sagte: „Ich hoffe, dass Gott auf jeden von uns gut aufpasst, wenn wir uns getrennt haben.

50  Ich warne dich aber in einer Sache: Behandel meine Töchter anständig, ja? Ich will auch nicht, dass du dir noch mehr Frauen nimmst. Die müssen dir jetzt reichen! Das muss einfach Gott regeln, er ist der Einzige, der uns jetzt zuhört, er ist unser Zeuge.

51  Achte drauf, dieses Denkmal, was wir hier aufgebaut haben,

52  das soll uns immer an unseren Vertrag erinnern. Es zieht die Grenze zwischen uns. Keiner soll auf die linke Tour hier drüber gehen und den anderen abzocken wollen.

53  Der Gott, an den schon dein Großvater Abraham geglaubt hat, und der Gott meines Großvaters Nahor, soll den bestrafen, der sich nicht an diesen Vertrag hält.“ Jakob erhob die Hand und sagte: „Einverstanden! Ich schwör! Der Gott, vor dem mein Vater Isaak schon Mörderrespekt hatte, ist mein Zeuge!“

54  Jakob machte dann gleich dort auf dem Berg so ein Opferritual. Er schlachtete ein Schaf und grillte das mit seinen Verwandten überm Feuer. Dann aßen sie es auf, und weil es schon dunkel war, übernachteten sie gleich oben auf dem kleinen Berg.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und nun komm, lass uns einen Bund schließen, ich und du, der sei zum Zeugnis zwischen mir und dir! (1Mo 31:44)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob ist zu Recht zornig, aber es bringt ihm nicht weiter, Laban bleibt wie er ist. Gottes Lösung: einen Bund zwischen den Beiden, eine Art „Nichtangriffspakt“, eine klare Grenze ziehen!!!
  • Jakob wusste, dass Gott während der ganzen Zeit bei Laban an seiner Seite ist und genau deshalb konnte er die 20 Jahre gut überstehen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Wütend sein, schafft zwar erstmal Luft, wenn man es rauslassen kann. Aber besser ist es, dies vor Gott zu tun, weil man ja eh den anderen nicht ändern kann. Es sei denn, man braucht noch eine ausstehende Antwort. Da ist es aber dann besser, die nicht wütend einzufordern, sondern erst nach dem „Dampfablassen“.
  • Jakob wusste, dass Gott bei ihm war und ich weiß jetzt (heute!), dass Gott in der Zeit in R. nicht bei mir war, dass ich etwas tat, was er .für richtig hielt. Und so musste ich das ganze allein auskämpfen. Mit Null-Erfolg. Erst der Therapeut hat mich wieder in die Lage versetzt, dass ich mich wieder öffnen kann. Und nun spüre ich ihn wieder, nun ist die Verbindung wieder da. Oh, was war ich blind! So muss es sich anfühlen, wenn die Bibel davon spricht: „Mit Blindheit geschlagen“!

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