Tag 49 – 1. Mose 32:1-22

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1  Morgens nach dem Frühstück verabschiedete sich Laban von seinen Enkelsöhnen und Töchtern. Er küsste sie und betete noch mal ne Runde für alle. Dann zog er ab und ging mit seinen Leuten nach Hause.

2  Auch Jakob ging weiter. Mitten auf dem Weg passierte etwas sehr Heftiges. Plötzlich stand da eine ganze Armee von Gottes Engeln!

3  Als er sie sah, rief Jakob: „Wow, da ist ja die ganze Armee von Gott am Start!“ Er gab diesem Ort darum den Namen „Mahanajim“, was so viel heißt wie „ein doppelt so großes Lager“.

4  Jakob schickte einige Leute los, die ein paar Tage vor ihm schon in die alte Heimat Seir gehen sollten. In dem Edom-Land hielt sich nämlich gerade sein Bruder Esau auf.

5  Sie sollten ihm folgende Nachricht geben: „Lieber Esau! Ich wollte dir nur mitteilen, dass ich wieder nach Hause kommen werde. Ich werde mich dir unterordnen und tun, was du von mir willst. War die ganze Zeit bei Laban am Arbeiten gewesen.

6  Ich hab echt gut verdient in der Zeit und eine Menge Kohle gemacht. Hab jetzt sehr viele Rinder und Schafe, dazu eine ganze Firma mit vielen Angestellten. Ich lass dir diese Nachricht zukommen, damit du Bescheid weißt. Hoffe, dass zwischen uns wieder alles okay kommt. Viele Grüße, dein Jakob.“

7  Nach ein paar Tagen kamen die Leute wieder zurück. Sie sagten: „Jakob! Wir haben deinem Bruder alles ausgerichtet. Er hat sich sofort 400 Leute gegriffen und ist auf dem Weg hierher!“

8  Jakob bekam jetzt voll die Panik. Sofort gab er den Befehl, seinen ganzen Treck, inklusive der Rinder, Schafe und Kamele, in zwei Gruppen aufzuteilen.

9  Er sagte: „Wenn Esau die eine Gruppe plattmacht, schafft es die zweite vielleicht, rechtzeitig zu fliehen.

10  Dann redete Jakob mit seinem Gott: „Hey, Gott! Du bist der Gott von meinem Vater Isaak und der Gott von meinem Opa Abraham, das will ich als Erstes klarstellen. Und niemand anderes als du hat mir gesagt, ich soll dorthin zurückgehen, wo ich geboren worden bin, in meine Heimat. Du hast sogar gesagt, das wäre gut für mich.

11  Ich bin echt der letzte Arsch, und trotzdem hast du mich so fett beschenkt. Du hast jedes Versprechen auch eingehalten, du bist einfach treu. Als ich auf dem Hinweg über diesen Jordan-Fluss gegangen bin, hatte ich nichts als meine Unterhosen an. Und jetzt komme ich zurück mit ganz viel Sachen und Menschen, die alle zu mir gehören.

12  Bitte pass jetzt auf mich auf! Rette mich vor der Rache von meinem Bruder Esau! Ich hab echt Schiss, dass er kommt und mich umbringt. Und nicht nur mich, auch meine ganze Familie mit meinen Kindern wird er töten.

13  Komm, Gott, du hast mir versprochen, dass du auf uns aufpasst! Du hast gesagt, dass meine Familie sich so krass vermehren wird, wie es Sandkörner am Meer gibt, man wird sie nicht mehr zählen können.“

14  Er beschloss dann an der Stelle, wo sie waren, zu übernachten. Abends ging Jakob seine Sachen durch und suchte ein paar richtig schöne Geschenke für seinen Bruder aus:

15  über 200 weibliche Schafe und genau so viele Ziegen, dazu 20 von den schönsten Ziegenmännchen und Schafmännchen,

16 dann 30 Kamele mit Kamelkindern, 40 Kühe, 10 Stiere, 20 Eselinnen und 10 Esel suchte er extra aus.

17  Er gab sie einigen seiner Angestellten, jeweils eine Herde. Dann sagte er zu ihnen: „Passt auf! Zieht schon mal los und bleibt in einem gewissen Abstand zueinander.“

18  Zu den Leitern der Gruppen sagte er: „Hört mal zu: Wenn ihr meinen Bruder Esau trefft und er euch dann so Fragen stellt wie ,Zu wem gehört ihr?‘, ,Wohin geht ihr?‘ oder ,Zu wem gehören die da?‘,

19  dann sagt ihr einfach: ,Wir gehören zu Jakob, und der ordnet sich Ihnen voll unter. Die ganzen Sachen will er Ihnen schenken, Herr Esau. Der ist übrigens auch hierher unterwegs und gleich da!‘“

20  Das sagte er auch der zweiten und der dritten Gruppe. „Genau das sollt ihr dem Esau sagen, wenn ihr ihn trefft!

21  Ihr sollt ihm sagen: ,Guten Tag! Jakob ist auch gleich da. Er hatte sich gedacht, es wäre eine gute Idee, ein paar Geschenke vorwegzuschicken. Denn er will sich mit Ihnen wieder vertragen.‘ Anschließend werde ich dann kommen. Hoffentlich ist er nett zu mir, und wir vertragen uns wieder miteinander.“

22  Also zog der Trupp mit den Geschenken schon mal los. Jakob schlug aber seine Lager erst mal da auf, um dort zu übernachten.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Denn er [Jakob] sagte sich: Ich will ihn [Esau] versöhnen durch das Geschenk, dass vor mir her geht, danach erst will ich sein Gesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen. (1Mo 32:22)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln

  • Gott schickt ein Heer von Engeln. Warum, sagt er in diesen Versen nicht.

Fragezeichen


Erkenntnis der Tages

  • Wo bleibt Jakobs Gottvertrauen?
  • Er sucht verzweifelt nach Schutz, wie auch wir erst alle staatlichen Absicherungssysteme bemühen, ehe wir uns an Gott wenden.

Glauben ins Leben umgesetzt

Nein, ich habe nichts gegen Absicherungssysteme, nur sollten ihnen der rechte Platz zugewiesen werden. Zuerst Gott. Und er kann dann diese Systeme nutzen. Oder auch nicht, wenn er anderer Meinung ist.

o o o o o

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