Tag 60 – 1. Mose 37:25-36

Herrad of Landsberg [Public domain]

25  Anschließend machten sie ein kleines Picknick. Plötzlich kam da ein ganzer Lkw-Treck von arabischen Geschäftsleuten aus Richtung Gilead an. Die waren auf dem Weg nach Ägypten, um ihre Ladung da zu verkaufen. Sie hatten teure Parfüme geladen, die sie dort weiterverhökern wollten.

26  Juda kam da eine gute Idee. „Hey, Leute! Was bringt uns das eigentlich, wenn wir unseren Bruder killen und die Leiche heimlich verschwinden lassen?

27  Warum verkaufen wir ihn nicht an die arabischen Geschäftsleute als Billiglohnkraft? Ist bestimmt ne bessere Idee. Dann machen wir uns nicht die Hände an ihm schmutzig. Außerdem ist er ja immerhin noch unser Bruder. Was meint ihr?“ Seine Brüder waren alle einverstanden.

28  Als die Geschäftsleute ankamen, zogen sie Josef aus dem Gulli raus und verkauften ihn für 2500 Euro. Die nahmen ihn dann mit nach Ägypten.

29  Ruben, der bei der Verkaufsaktion nicht dabei war, kam später wieder da hin, um Josef zu befreien. Aber der war ja jetzt nicht mehr hier. Als er ihn nicht mehr finden konnte, war er voll fertig und traurig deswegen.

30  Er lief zurück zu seinen Brüdern und schrie sie an: „Der kleine Josef ist nicht mehr da! Was mach ich jetzt nur? Ich bin doch verantwortlich für ihn!“

31  Denen fiel nichts Besseres ein, als die Jeans von Josef zu nehmen und die mit Blut von einer Ziege vollzuschmieren.

32  Das Teil nahmen sie dann als Beweisstück zu ihrem Vater mit. „Papa! Das haben wir gerade gefunden! Ist das nicht die Jeans von Josef?“

33  Jakob erkannte die sofort. „O nein! Mein Sohn! Ja, die Jeans ist von Josef! Josef ist überfallen worden! Josef ist tot! Josef ist tot!“

34  Er war total fertig deswegen, schrie laut los und weinte. Jakob zog ab dem Zeitpunkt nur noch schwarze Klamotten an und trauerte sehr lange um seinen Sohn.

35  Seine ganzen Kinder versuchten ihn immer wieder aufzumuntern und zu trösten. Aber keine Chance, Jakob war lange in einer schweren Depression deswegen. „Ich will auch sterben, um zu meinem Sohn zu kommen!“, sagte er immer wieder. Dass sein Lieblingssohn gestorben war, konnte er einfach nicht verkraften.

36  Die arabischen Geschäftsleute verkauften ihn in Ägypten dann als einen Sklaven an Potifar. Dieser Potifar arbeitete in der Residenz vom Chef des ganzen Landes, vom Pharao. Er war der General der Leibwächter vom Präsidenten. Sklaven hatten zu der Zeit kaum Rechte, sie hatten so eine Art Knebelverträge mit ihren Besitzern und mussten für die wie blöd arbeiten. Man konnte sie kaufen und weiterverkaufen, wie ein Stück Fleisch oder ein Tier.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Kommt, lasst uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er. (1Mo 37:27)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

Die Brüder erzählten dem Vater, dass Josef tot ist. Daraufhin fällt der Vater in eine sehr tiefe und lange Trauer. So schmerzhaft kann Betrug sein! Sind wir uns dessen immer bewusst, wenn wir mal wieder mit einer Notlüge um die Ecke kommen, um eventuelle Nachteile für uns zu vermeiden?

Glauben ins Leben umgesetzt

Es gibt sicherlich niemanden, der noch nie gelogen hat. Ja, die Wahrheit kann manchmal auch sehr schmerzhaft sein, aber noch viel schlimmer ist es, wenn Betrug entlarvt wird. Auch keine „Notlügen“ mehr. Ab heute. Hab ich mir ganz fest vorgenommen. Gerade weil ich auch weiß, aus eigener Erfahrung auch weiß, dass das Vertrauen in dem, der gelogen hat, sehr stark erschüttert ist. Zumal, wenn dieser sich nicht mal entschuldigt hat, sondern immer weiter lügt. Keine Lüge, keine Notlüge, ich hab es mir fest vorgenommen.

o o o o o

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