Einschub: Edelsteine #3

Aber der Herr wurde mit Josef und neigte die Herzen zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis“
(1. Mose 39:21)

Josef hatte etwas getan, was ihm schadete. Er hatte seine Vertrauensstellung in Potifars Haus verloren. Er konnte sich angesichts der Anklagen, die gegen ihn erhoben wurden, nicht rechtfertigen, und dabei blieb er Potifar treu. Er tat nichts, um Potifars Frau zu beschuldigen oder sein eigenes Verhalten zu aufzuklären. Das hätte er nicht tun können, ohne Potifars Haus in ein übles Licht zu bringen. So saß er nun ganz allein in einer engen Gefängniszelle, ins Unglück gestoßen erst von seinen Brüdern, dann von Potifars Frau und dann von Potifar selbst. Kannst du dir eine schlimmere Lage vorstellen? Ich glaube, auch Josef konnte das nicht.

Doch nun sagt uns das Schriftwort: „Aber der Herr war mit Josef …“ Und weil der Herr mit Josef war, verschafft er ihm die Gunst des Gefängnisamtmannes. Was würde in unserem Christenleben geschehen, besonders dann, wenn etwas schief läuft und wenn unsere Lage aussichtlos zu sein scheint, wenn wir uns daran erinnern würden, dass der Herr mit uns ist. „Ist Gott mit uns, wer kann gegen uns sein?“ (Röm 8:31) „Der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist“ (1Joh. 4:4). Anstatt den Versuch zu machen, uns selbst zu rechtfertigen, unsere üble Lage zu schildern und auf erlittene Kränkungen und Verletzungen hinzuweisen, was würde denn wohl geschehen, wenn wir uns ganz still verhalten würden im Gedanken daran, dass der Herr mit uns ist? „Ich bin bei euch alle Tage“ (Matth.l 28:20). Ih meine, dass wir durch ein solches Verhalten, Vertrauen gewinnen würden – ein Vertrauen in Gottes Gegenwart; ein Vetrauen, an dem Gott seine Freude hat. Vertrauen schafft einen offenen Verbindungsweg zu himmlischen Welt, so dass sich Gott mit seiner Gnade zu uns herabneigen kann. Josef vertraute als Gefangener auf Gott, und Gott neigte sich zu ihm herab und verschafft ihn die Gunst des Gefängnsiamtmannes. Dadurch wurde seine schlimme, bedrückende Lage in eine vorbereitende Schulde verwandelt, und ein Jugendtraum konnte Gestalt gewinnen.

Gott kann und will uns in seiner Gnade seine Güte und Freundlichkeit erweisen. Das gilt auch dir. Und darum darfst du Gott in deiner augenblicklichen Lage um seine Güte und Freundlichkeit bitten im Vertrauen darauf, dass er sie dir schenken wird.

Edelstein für heute: „Der Herr ist mit euch, weil ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen.“ (2Chron 15:2).

(Tim Ruthven)

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