Tag 66 – 1. Mose 41:14-36

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14  Der Präsident machte sofort ein paar Anrufe, um Josef bei sich im Büro antreten zu lassen. Er wurde aus dem Gefängnis geholt, man schickte ihn zum Frisör und kaufte Josef auch ein paar anständige Klamotten zum Anziehen. Dann kam er in das Büro vom Präsidenten.

15  „Kommen wir gleich zur Sache“, sagte der zu ihm. „Ich habe einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der mir sagen kann, was er bedeutet. Man hat mir erzählt, Sie seien ein Profi im Träumedeuten. Stimmt das?“

16  „Ich kann das nicht“, erwiderte Josef. „Aber ich hab einen guten Draht zu dem, der das kann: Gott! Und der wird dem Präsidenten bestimmt etwas Gutes zu sagen haben.“

17  Der Präsident erzählte: „Also, in meinem Traum stand ich am Fluss Nil.

18  Plötzlich kamen sieben schöne Kühe aus dem Wasser raus, die waren gut ernährt und dick. Dann fingen sie an, am Ufer Gras zu fressen.

19  Dann kamen aber sieben andere Kühe aus dem Wasser, die total abgemagert, dünn und hässlich waren. So hässliche Kühe hab ich echt in ganz Ägypten noch nie gesehen.

20  Die sieben hässlichen Kühe fielen dann über die sieben schönen her und fraßen sie einfach auf!

21  Aber die wurden einfach so aufgesaugt, da war kein großer Unterschied zu sehen, sie blieben genauso dünn und hässlich wie vorher. Dann bin ich aufgewacht.

22  Nachdem ich wieder eingepennt bin, hatte ich einen zweiten Traum. Jetzt sah ich, wie auf einem Halm von einer Weizenpflanze sieben dicke Ähren wuchsen, wo viele Körner drin waren.

23  Dann kamen da so ganz dünne, ausgetrocknete Ähren, wieder sieben Stück, ins Bild.

24  Die sieben dünnen Ähren fraßen zum Schluss die dicken einfach auf. Ich hab diese Träume meinen Psychologen und Wahrsagern erzählt, aber keiner konnte damit etwas anfangen.“

25  „Beide Träume haben dieselbe Aussage“, sagte Josef. „Gott macht Ihnen jetzt schon eine Ansage, was er bald machen wird.

26  Die sieben fetten Kühe und die sieben fetten Ähren stehen für sieben fette Jahre.

27  Die sieben dünnen Kühe und die sieben dünnen Ähren stehen für sieben dünne Jahre.

28  Ich habe es gerade schon mal gesagt: Gott macht dem Präsidenten damit eine klare Ansage, was bald abgehen wird.

29  In den nächsten sieben Jahren wird es in ganz Ägypten richtig fette Ernten geben. Es gibt alles, was man will, bis zum Abwinken.

30  Aber dann kommen sieben dünne Jahre, wo es nichts zu fressen gibt und die Leute hungern müssen in ganz Ägypten. Diese Zeit wird so schlimm sein, dass man die guten Jahre davor schnell vergessen wird. Die Hungersnot wird ganz schön ans Eingemachte gehen.

31  Die fette Ernte wird bald aufgebraucht sein, weil dann viele Hunger haben werden. Diese Zeit wird wirklich hart sein, man wird die guten Jahre schnell wieder vergessen.

32  Weil der Präsident das Ganze aber zweimal geträumt hat, kann man ganz sicher davon ausgehen, dass es auch passieren wird. Gott hat es beschlossen, und es wird bald passieren.

33  Wenn ich einen Tipp geben darf: Suchen Sie sich schnell einen kompetenten Mann, dem Sie die komplette Verwaltung von Ägypten übertragen.

34  In den sieben Jahren, wo die Ernten richtig gut werden, sollten Sie 20 Prozent davon als Steuer von den Bauern einziehen. Dafür sollten von Ihnen ein paar Beamte angestellt werden, um das auch zu kontrollieren.

35  Diese Beamten sollen unter der obersten Aufsicht vom Präsidenten diese Getreidesteuer der guten Jahre sammeln und sie in den staatlichen Getreidesilos bunkern, die in den Städten liegen.

36  Das soll dann als Rücklage genommen werden, wenn die sieben dünnen Jahre am Start sind und die Leute Hunger haben. So kann dafür gesorgt werden, dass niemand verhungern muss und das ganze Land nicht durch diese Zeit kaputtgeht.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Und der Pharao sprach zu Josef: Ich habe einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute; ich habe nun von dir sagen hören, du verstehst es, einen Traum zu deuten. (1Mo 41:15)

Gottes Verheißungen

  • Gott sagt 7 „fette“ und 7 „dürre“ Jahre für Ägypten voraus

Gottes Handeln

  • Gott spricht zum Pharao in zwei Träumen

Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Josef stellt sich nicht als großer Könner in Träumedeuten dar, sondern gibt alle Ehre Gott. Nichts kann er ohne Gott.
  • Trotz der vielen schweren Zeiten, die Josef durchmachen musste, ist sein Vertrauen in Gott riesig, bedingungslos.
  • Die Zahl 2 steht in der Bibel für „Zeugnisse“ oder Zeugen. Dass es zwei Träume gab, soll heißen, dass sie ganz bestimmt in Erfüllung gehen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Da ist es wieder, dieser bedingungslose Glauben an Gott auch in schweren Zeiten, der durch hilft und Josef stark macht. Als es mir so schlecht ging, war die Leitung nach oben gekappt und ich habe es nicht verstanden. Heute weiß ich, dass die Leitung nach oben nicht mehr vorhanden war, lag nicht daran, dass Gott mich allein gelassen hat, sondern daran, dass ich in Gottes Augen Dinge tat, die zwar in der „Welt“ völlig okay sind, aber nicht für Gott. Genau deshalb ging es mir schlecht.
  • Nie wieder möchte ich die Stimme Gottes verlieren.
  • Man lernt auch mit über 60 nicht aus…

o o o o o

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