Tag 67 – 1. Mose 41: 37-52

Philipp Veit [Public domain]

Josef kriegt den zweithöchsten Posten im Land

37  Diese Idee kam beim Präsidenten richtig gut an, und auch seine Berater applaudierten.

38  Er flüsterte ihnen zu: „In diesem Mann wirkt ganz heftig der Geist von Gott! Den müssen wir halten, so einen kriegen wir so schnell nicht noch mal, oder?“

39  Dann sagte er laut zum Josef: „Nachdem Ihnen Gott meinen Traum so klar gedeutet hat, ist es für mich ganz eindeutig: Ich werde wohl so schnell keinen Besseren für diesen Job finden als Sie.

40  Ich biete Ihnen hiermit den Posten des Vizepräsidenten an! Alle sollen tun, was Sie sagen, Sie haben volle Befehlsgewalt. Ich will nur in einem Punkt über Ihnen stehen, und das ist in meinem Amt als Präsident von Ägypten.“

41  Etwas später sagte er noch mal zu Josef: „Ich übergebe Ihnen hiermit die Vollmacht über Ägypten!“

42  Er unterschrieb eine Urkunde, die das bestätigte, und gab sie ihm feierlich. Dann ließ er einen Schneider kommen, der Josef einen superfeinen Boss-Anzug machen sollte, eine Maßanfertigung. Dazu bekam er noch ne fette Rolex und einen Mercedes S-Klasse als Dienstwagen.

43  Josef durfte dann immer, wenn der Präsident durch die Stadt fuhr, in der Kolonne direkt hinter ihm fahren. Er durfte auch überall mit Blaulicht durchbrettern, alle musste den Weg freimachen, wenn er kam.

44  „Also, damit das klar ist, ich bin hier der Präsident!“, sagte er immer mal wieder zu ihm. „Aber ansonsten darf niemand im Land auch nur den Finger krumm machen, wenn Sie es ihm nicht erlauben!“

45  Der Präsident gab Josef einen neuen Pass, wo auch ein neuer Name für ihn drin stand. In Ägypten durfte er sich ab jetzt „Zafenat-Paneach“ nennen, was so viel bedeutet wie „Gott spricht, er lebt“. Dazu durfte er die Tochter des Priesters Potifera heiraten, die Asenat hieß. So passierte es, dass Josef plötzlich der Chef von ganz Ägypten wurde.

46  Josef war dabei gerade mal 30, als er von dem Präsidenten dazu ausgesucht wurde, diesen Job zu tun. Er zog dann sofort los und machte erst mal ne große Tour, durch ganz Ägypten.

Josef passt auf Ägypten auf

47  Jetzt gingen die sieben Jahre los, wo die fetten Ernten eingefahren werden konnten. Auf den Feldern wuchs voll viel Getreide, weit mehr als genug.

48  Josef organisierte, dass man alle Nahrungsmittel, die geerntet wurden, in die jeweils nächste Stadt brachte, um sie dort zu bunkern.

49  Das Getreide war so gigantisch viel, dass man das Gefühl hatte, es wäre nicht mehr zu wiegen. Josef hörte irgendwann auf, die Säcke zu zählen, weil es einfach unzählbar wurde.

50  Bevor die große Hungerszeit losging, kriegte seine Frau Asenat noch zwei Jungs.

51  Josef hatte auch gleich einen guten Namen für den ersten. Er nannte ihn Manasse, was so viel heißt wie „Gott hilft mir zu vergessen“. Denn er hatte das Gefühl, Gott habe ihm so geholfen, Abstand zu seiner Familie zu kriegen und die ätzenden Sachen zu vergessen, die sie mit ihm angestellt hatten.

52  Den zweiten Sohn nannte er Efraim, das heißt so viel wie „Gott schenkt mir Kinder“. Er sagte da nämlich, dass Gott ihm sogar Kinder geschenkt hatte, obwohl er in diesem Land eigentlich sterben sollte.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und der Pharao sagte zu seinen Dienern: Werden wir einen finden wie diesen, einen Mann, in dem der Geist Gottes ist? (1Mo 41:38)

Ich bin der Pharao, aber ohne dich soll kein Mensch im ganzen Land Ägypten seine Hand oder seinen Fuß erheben! (1Mo 41:44)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen

  • Wieso wies der Pharao darauf hin, dass Josef ein Mann des Gottes sei und er ihn deswegen einsetze? Ja, Josef sagte, dass er nur durch Gott die Träume deuten könne. Aber der Pharao war ein Heide und hatte eigentlich nichts mir Gott am Hut.

Erkenntnis des Tages

  • Josef war 30 Jahre als er der 1. Mann hinter dem Pharao wurde. 13 (!) Jahre nachdem der von seinen Brüdern verkauft worden war.
  • 13 sehr schwere Jahre, in denen er nie an Gott gezweifelt hatte, nie über sein Schicksal gejammert, nie in Depressionen versunken, sondern immer positiv blieb und Gott vertraute!

Glauben ins Leben umsetzen

  • Josef – meine Lieblingsgeschichte in der Bibel. Ich wünschte, ich könnte alle Querschläge des Lebens auch so positiv wegstecken.
  • Und mein Gottvertrauen ist wieder da, nach 4 Jahren, in denen ich es zuließ, dass es durch einen einzigen Menschen zerstört wurde!
  • Willkommen zurück im Leben!

o o o o o

 

 

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