Einschub: Edelsteine #4

Bild von Stefan Kuhn auf Pixabay

Und der Pharao sprach zu seinen Großen: Wie können wir einen Mann finden, in dem der Geist Gottes ist wie in diesem? (1Mo 41:38)

Als Josef im Gefängnis saß, brachte jeder Tag seiner Haft ihn, ohne dass er es ahnte, näher an den Tag heran, an dem er in den Palast des Königs gerufen wurde. Er hatte im Gefängnis den Mundschenk des Königs zum Freund gewonnen. Dieser hatte ihn versprochen, seinen Fall vor den König zur Sprache zu bringen, vergaß jedoch sein Versprechen. An dem von Gott ausersehenen Tag erhielt Josef den Befehl, zum König zu kommen. Der Mundschenk hatte plötzlich an ihn gedacht; er hatte sich plötzlich daran erinnert, dass Gott Josef die hohe Gabe der Traumdeutung verliehen hatte. Ob in Josef sein Jugendtraum wach wurde, als er sich für den Gang in den Palast wusch und umkleidete? (Wunder über Wunder: aus dem Gefängnis in den Palast!)

Als Josef vom König nach seiner besonderen Begabung gefragt wurde, gab er sofort Gott die Ehre. Er lenkte die Augen des Königs weg von sich selbst und hin zu Gott: „… Gott verkündet dem Pharao, was er vorhat.“ Der Pharao war tief beeindruckt. „Er sprach zu seinem Großen: Wie könnten wir den Mann finden, in dem der Geist Gottes ist wie in diesem?“ Dieser heidnische König achtete in Ehrfurcht auf Gottes Weisungen. Josef schlug vor, in den sieben guten Jahren den fünften Teil des Getreide-Ertrages einzusammeln und für die sieben Hungerjahre aufzubewahren. Dann würde der König die Mittel haben, sein Volk durch eine schwierige Zeit hindurchzuführen. Dies war eine sehr weise Maßnahme der ägyptischen Regierung.

Josef fand Gunst und Gnade bei Gott und Menschen. Anstatt in sein Gefängnis zurückzukehren, wurde er zum obersten Regenten über ganz Ägypten ernannt, zum zweiten Mann nach dem König. Er erhielt den Auftrag, das Volk vorzubereiten für die sieben schweren Jahre, die Gott dem Pharao angekündigt hatte.

Die schweren Jahre kamen, und Josef öffnete die Lagerhäuser und überwachte persönlich die Verteilung des Getreides. Ganz gewiss hatte Josef seinen Jugendtraum und seine Familie nicht vergessen. Vielleicht hatte er sogar zu Gott gebetet um das Kommen der Seinen, besonders als viele Nachbarländer Ägyptens ebenfalls Hunger litten. Auf der einen Seite stand der Traum des Pharao, aber auf der anderen Seite stand Josefs eigener Jugendtraum; und ganz gewiss erkannte Josef immer besser, wie Gottes mächtige Fürsorge seinen Traum zur Verwirklichung bringen könnte. Es fehlte daran nur noch das Kommen seiner Familie nach Ägypten.

Hat Gott dein Leben in seiner Hand, um es nach seinem Wunsch und Willen zu gestalten? Kannst du Gott deine Träume anvertrauen? Kannst du ihm zu der von ihm ausersehenen Zeit und zu seiner Ehre ihre Verwirklichung überlassen?

Edelstein für heute: „Hab deine Lust am Herrn, der wird dir geben, was dein Herz „wünscht“ (Ps 37:4)

(Tim Ruthven)

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