Einschub: Edelsteine #5

Bild von Stefan Kuhn auf Pixabay

Als aber Jakob sah, dass Getreide in Ägypten zu haben war, sprach er zu seinen Söhnen: Was seht ihr euch lange an? Siehe, ich höre, es sei in Ägypten Getreide zu haben; zieht hinab und kauft Getreide, dass wir leben und nicht sterben. (1Mo 42:1-2)

Jakobs Familie umfasst inzwischen sechzig Menschen. Es mag für Jakob viel leichter gewesen sein, Gottes Verheißungen zu glauben, als für Isaak oder Abraham; denn wir klein waren vergleichsweise deren Familien. Aber sie bilden gemeinsam eine Familie, über der Gottes Verheißung steht: das Versprechen Gottes , sie zu einem großen Volk heranwachsen zu lassen. Sie sind nicht arm. Gotte hatte nicht versäumt, sie reich zu versorgen mit irdischen Gütern. Aber dennoch stehen sie einer großen Not gegenüber. Keiner von ihnen kann aus eigener Kraft dieser Not begegnen und Getreide beschaffen für die ganze Familie, weil eine große Hungersnot im Lande herrscht. Auch für Geld kann man nicht kaufen, was nicht vorhanden ist.

Jakob hört, dass es in Ägypten Getreide zu kaufen gibt. „Was seht ihr euch lange an? … Zieht hinab und kauft Getreide, dass wir leben und nicht sterben.“ Hier sehen wir die wunderbare Fürsorge Gottes, wie er wacht über die Menschen, mit denen er einen Bund geschlossen hatte.

Jakob musste tief verwundet gewesen sein durch die Nachricht, dass wilde Tiere seinen Lieblingssohn getötet hätten. Er wusste nicht, dass sie erlogen war. Seine Söhne, die diesen Betrug verübt hatten, mögen manchmal von argen Gewissensbissen geplagt worden sein wegen des großen Schmerzes, den sie ihrem alten Vater zugefügt hatten – nur weil Josef ihnen seinen Traum erzählt hatte. Er hatte geträumt, dass eines Tages, in einer Zeit schwerer Not, die älteren Brüder sich vor dem jüngeren verneigen und vor ihm zur Erde niederfallen würden. Zunächst verstand keiner von ihnen, was Gott für einen Plan verfolgte – weder Jakob noch seine Söhne. Niemand von ihnen konnte voraussehen, dass eines Tages die Familie in große Not geraten würde und dass Josef von Gott dazu ausersehen war, diese zu beheben.

Gott hatte vorausgesehen, dass die Welt in eine Hungerkatastrophe hineingeraten würde. Jakob und seine Familie konnten das nicht voraussehen, wohl aber Gott. Ihm sei Lob und Dank! Er sorgte vor. Er hatte Josef geschult, hatte ihn vorbereitet zu Führungsaufgaben und hatte ihm die Stellung eines Regenten von Ägypten gegeben, um seinen Plan durchführen zu können, Josefs Familie mit Getreide zu versorgen. So wurde eine Katastrophe abgewendet, die nicht nur diese Familie, sondern weite Völkerbereiche bedrohte. Wie groß ist die Macht unseres Gottes!

Edelstein für heute: „Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft“ (Ps 138:3)

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