Tag 72 – 1. Mose 43:1-15

Roman Eisele [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D

1  Die Hungersnot war immer noch sehr heftig.

2  Irgendwann waren die Getreidekisten alle, die die Brüder aus Ägypten mitgebracht hatten. Jakob sprach noch mal mit seinen Söhnen: „Ich möchte, dass ihr wieder da hinfahrt und uns was zu Essen organisiert.“

3  „Aber Papi, der Ägypter hat eindeutig gesagt, wenn wir noch mal in seine Nähe kommen, dann nur mit unserem Bruder! Das war eine Drohung!

4  Wir gehen nur, wenn es für dich okay ist, dass Benjamin mitkommt,

5  sonst bleiben wir lieber hier. Der Typ hat eindeutig klargemacht, wir sollen uns nicht noch einmal bei ihm blicken lassen, es sei denn, unser Bruder ist dabei.“

6  Jakob, den man in der Zeit auch „Israel“ nannte, war echt sauer. „Warum habt ihr ihm überhaupt davon erzählt, dass es noch einen Bruder bei euch gibt?“

7  „Ja, aber Papa, der Mann hat uns echt ausgequetscht. Er fragte uns ganz direkt: ,Lebt euer Vater noch?‘, ,Habt ihr noch einen Bruder?‘. Wir haben ihm dann einfach die Wahrheit gesagt. Wir hatten doch keine blasse Ahnung, dass der irgendwann auf die Idee kommt, wir sollen unseren Bruder auch noch mitbringen!“

8  Juda hatte dann einen Vorschlag: „Papa, vertrau mir einfach, okay? Gib mir den Jungen unter meinem persönlichen Schutz mit. Wir gehen besser das Risiko ein, als dass wir alle vor Hunger sterben, wir und auch die Familien.

9  Ich übernehme das Ding! Du kannst mich persönlich voll dafür verantwortlich machen, mein Leben lang, wenn ich ihn nicht heil zurückbringe, ich schwör!

10  Wir wären ja schon zweimal wieder hier, wenn wir nicht so lange rumdiskutiert hätten.“

11  Der Vater Israel sagte schweren Herzens: „Na gut, wenn es unbedingt sein muss, nehmt ihn meinetwegen mit. Aber bringt diesem Ägypter ein paar schöne Geschenke mit, Sachen, die in unserem Land echt ganz besonders gut sind. Packt von unserem Honig was ein, Pistazien, Mandeln, ein paar von unseren besonderen Deos und Parfüms, die gute hausgemachte Gesichtscreme, eben von dem ganzen Zeug.

12  Und dann nehmt doppelt so viel Geld mit. Einmal die Kohle, die man euch wohl aus Versehen in die Kisten gepackt hatte, und dann auch neues Geld. Übergebt das alles in bar dem Verantwortlichen.

13  Benjamin könnt ihr meinetwegen mitnehmen. Geht noch mal zu diesem Mann.

14  Ich werde hier sturmbeten, dass der Ägypter euch mag und nett zu euch ist. Und ich bete auch dafür, dass er meinen Benjamin und auch Simeon wieder gehen lässt. Ich will nicht auch noch alle meine anderen Kinder verlieren, hört ihr?!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

… Da sagte ihr Vater zu ihnen: Geht zurück und kauft ein wenig Nahrung! (1Mo 43:2)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • „Hätte, wenn und aber“ vom Vater bringt alle wieder zum Hungern (warum musstet ihr auch sagen …) und umgekehrt die Vorwürfe, dass sie schon längst wieder Getreide haben könnten.
  • Den Blick rückwärts gewandt hilft keinen weiter, ändern kann man nichts mehr und Vorwürfe verhärten nur das Klima.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Dinge, die man nicht mehr ändern kann, muss man einfach annehmen.
  • Das habe ich gerade gestern wieder ganz persönlich gemerkt. Es hätte mir nicht geholfen, meiner Tochter Vorwürfe zu machen und umgekehrt auch nicht. Nicht sich lange daran aufhalten, was wäre gewesen wenn, sondern drüber reden, wie es jetzt weiter gehen kann.

o o o o o

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s