Einschub: Edelsteine #6

Ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott. (1Mo 45:8)

Welch schöne Bereitschaft zum Vergeben entfaltet Josef! Gott hat diesen Mann gelehrt zu dienen und ihn dadurch auf seine Führungsaufgaben vorbereitet. Es war Gottes Absicht, Jakobs ganze Familie -dieses Familie der Verheißung – nach Ägypten zu verpflanzen, damit sie dort ebenfalls das Dienen lernen würde. Genauso wie Gott seinen Knecht Josef darauf vorbereitet hat, die Not der erwählten Familie zu beheben und in einer Zeit internationaler Hungersnot, so will er auch die ganze Familie seiner Verheißung darauf vorbereiten, ein großes Gottesvolk zu werden. Gottes Vorberietung auf Größe ist Dienst. ein Dienst an anderen.

„Und Josef sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt!“ (1Mo 45:4). Wenn sie anfangs vielleicht nicht glauben konnten, dass da wirklich Josef vor ihnen stand, so wurden alle Zweifel zerstreut durch die Erwähnung, dass sie ihn nach Ägypten verkauft hatten.

Josef beweist seine Bereitschaft zum Vergeben, indem er seine Brüder davon zu überzeugen sucht, dass er ihnen nicht hätte helfen können und nicht in eine führende Stellung hineingelangt wäre, wenn all diese Dinge nicht geschehen wären: „… denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt, dass er euch übrig lasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer großen Errettung … Gott hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Ägyptenland“ (1Mo 45:5,7-8).

Josef fährt fort, seine Brüder zu ermutigen, dass sie in all diesem Geschehen Gottes Wirken erkennen. Gott hat für sie vorgesorgt. Gottes Plan war es, sie vor dem Verhungern zu erretten. Und nun soll mitten in der großen Hungersnot für ihre Familien gesorgt werden. Und Josef drängt sie, die ganze Familie des göttlichen Verheißungsbundes zu einer großen Karawane zusammenzufassen und nach Ägypten zu bringen, wo Gott für sie sorgen würde.

Zuweilen muss es für Josef sehr schwer gewesen sein. Gottes Wirken in seinen Erlebnissen zu erkennen – man denke nur an das Missverständnis mit Potifar wegen dessen Frau und an die lange Dauer der Gefängniszeit. Zuweilen war dies alles ganz gewiss schwer zu tragen. Aber jetzt in der Rückschau, kann er darin deutlich Gottes Hand und Gottes Absichten erkennen.

Wenn wir doch in den Wechselfällen unseres Lebens mehr auf Gott vertrauen und seine Führung achten würde! Es würde uns natürlich leicht fallen, Gottes Handeln zu verstehen, wenn er uns zu Ministerpräsidenten machen würde. Aber bevor er uns mit Führungsaufgaben betreuen kann, muss er uns durch eine Stellung, in der wir anderen dienen, darauf vorbereiten. Vielleicht mutet er es uns nicht zu, eine Lehrzeit als Gefangene zu bestehen. Aber auf jeden Fall erwartet er, dass wir in einer solchen Lehrzeit seine Hand sehen und anerkennen. Dann werden wir, wie Josef, fähig sein zu sagen: „Ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott.“

Ein Edelstein für heute: Alles hat der Herr zu bestimmtem Zweck geschaffen, so auch den Gottlosen für den Tag des Unheils.“ (Spr 16:4)

Tim Ruthven

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