Tag 80 – 1. Mose 47:1-12

1  Josef ging dann zum Präsidenten ins Büro und erzählte ihm, dass sein Vater und auch die Brüder angekommen seien. „Sie sind aus dem Land Kanaan ganz hierhergefahren und haben alles, was ihnen gehört, gleich mitgebracht. Ihre ganzen Tiere und so, alles ist dabei. Sie sind jetzt in dem Gebiet Goschen.“

2  Vor der Tür standen erst mal nur fünf von seinen Brüdern, die er jetzt reinholte, um sie dem Präsidenten einmal vorzustellen.

3  „Was machen Sie beruflich?“, wollte der gleich von ihnen wissen. „Wir leben von der Aufzucht und Pflege von Schafen, verehrter Herr Präsident. Das ist in unser Familie schon immer so gewesen.“

4  Dann sagten sie zu ihm: „Wenn es Ihnen möglich erscheint, würden wir sehr gerne ein Arbeitsvisum in -Ihrem Land beantragen und hier eine Zeitlang leben. Bei uns zu Hause im Kanaan-Land gibt es zurzeit kein Wasser und keine grüne Weidefläche für unsere Tiere, weil es seit langem nicht mehr geregnet hat. Wir bitten höflichst um Erlaubnis, uns für eine Zeit in der Provinz Goschen niederlassen zu dürfen.“

5  Der Präsident beugte sich zu Josef rüber und meinte: „Ihr Vater und Ihre Brüder sind jetzt also zu Ihnen gekommen!

6  Von mir aus steht Ihnen ganz Ägypten zur Verfügung! Die beste Idee ist vielleicht, sie gleich in Goschen wohnen zu lassen, das ist ja vom Land her sehr schön dort, das Beste, was wir haben. Wenn es einige in Ihrer Familie gibt, die sich gut mit Tieren auskennen, hab ich nichts dagegen, wenn Sie ihnen auch die Verantwortung für meine eigenen Herden übergeben.“

7  Josef ließ jetzt auch seinen Vater zum Präsidenten rufen. Jakob begrüßte den Präsidenten mit einem Gebet für ihn.

8  Nachdem sie sich dann freundlich die Hand gegeben hatten, war seine erste Frage: „Wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf?“

9  „130 Jahre lebe ich jetzt als Ausländer auf dieser Erde“, antwortete Jakob. „Ich habe viel kürzer und schlechter als meine Vorfahren gelebt, obwohl sie genauso wie ich als Ausländer lebten.“

10  Beim Abschied betete Jakob noch mal für den Präsidenten und verabschiedete sich dann.

11  Nach dem Befehl vom Präsidenten durfte sich Jakob mit seiner ganzen Familie in der Gegend von Ramses ein Grundstück aussuchen und dort wohnen. Das war so ziemlich die angesagteste Gegend im Land.

12  Josef versorgte seinen Vater und kümmerte sich auch um seine Brüder, damit sie genug zu essen bekamen. Das war so viel, dass alle Familienangehörigen und auch die Kinder immer satt wurden.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und sie [Josefs Brüder] sagten zum Pharao: Wir sind gekommennum uns im Land als Fremde aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für Schafe, die deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Land Kanaan. (1Mo 47:4)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob segnete den Pharao
  • Ich habe mich noch nie gefragt: Wer darf eigentlich segnen? Natürlich kenne ich die Sprüche: „Sei gesegnet“ oder „Gottes Segen für dich“ . Ich empfand es immer als nette Geste, wenn es jemand zu mir gesagt hat, habe mich aber nie gefragt: Was steckt dahinter?

SEGEN, SEGNEN

Etwas heiligen oder als heilig erklären; eine an Gott gerichtete Bitte, göttliche Gunst zu gewähren; Güte erweisen; Gunst; als heilig rühmen; lobpreisen; gut von jemandem reden; vor Übel schützen oder bewahren; Glück bringen.

Die verschiedenen Formen der hebräischen Wörter, die allgemein mit „segnen“ oder „Segen“ übersetzt werden, kommen in den Hebräischen Schriften etwa 400mal vor. Das Verb barách wird gewöhnlich mit „segnen“ wiedergegeben. An manchen Stellen wird das Wort mit „Gutes . . . wünschen“ (1Sa 25:14); „beglückwünschen“ (1Ch 18:10); „grüßen“ (2Kö 4:29) wiedergegeben. Die Substantivform des hebräischen Wortes ist in dem Namen der Tiefebene Beracha (was „Segen“ bedeutet) enthalten, denn hier war es, wo Josaphat und sein Volk Gott segneten (2Ch 20:26). Ein Verb derselben Form wird mit „knien“, „[auf seine Knie] niederlassen“ oder „niederknien“ übersetzt (1Mo 24:11; 2Ch 6:13;Ps 95:6).

Die jüdischen Sopherim (Schreiber) änderten mehrere Stellen von „fluchen“ auf „segnen“ ab (1Kö 21:10, 13; Hi 1:5, 11; 2:5, 9), weil sie der Ansicht waren, es sei lästerlich, auch nur zu erwähnen, daß jemand Gott fluche. (Siehe NW, Anhang, S. 1633.)

Das griechische Verb eulogéō bedeutet wörtlich „gut von jemandem reden“. Der Ausdruck eulogía (wtl.: Segen) steht in Römer 16:18 im negativen Sinn für „schmeichelhafte Reden“, mit denen die Absicht verfolgt wird, jemandes Herz zu verführen.

In der Heiligen Schrift werden „segnen“ und „Segen“ in mindestens vier Hauptbedeutungen gebraucht: 1. Gott segnet Menschen; 2. Menschen segnen Gott; 3. Menschen segnen Christus; 4. Menschen segnen Mitmenschen.

Gott segnet Menschen. „Der Segen Gottes — er macht reich, und keinen Schmerz fügt er ihm hinzu“ (Spr 10:22). Gott segnet alle, an denen er Wohlgefallen findet, indem er sie schützt, ihnen Gedeihen schenkt, sie leitet, ihnen Erfolg verleiht und ihre Bedürfnisse stillt, was sich für sie zum Guten auswirkt.

Gottes Wohlwollen gegenüber seiner irdischen Schöpfung kam zu der Zeit zum Ausdruck, als er sie ins Dasein brachte. Gottes Segen für die am fünften Tag erschaffenen Tierarten war eine Äußerung seines sie betreffenden Vorsatzes (1Mo 1:22). Wären Adam und Eva gehorsam geblieben, dann hätte es ihnen der am Ende des sechsten Tages ausgesprochene Segen Gottes ermöglicht, in Gottes Gunst zu bleiben, denn er sorgte für all ihre geistigen und physischen Bedürfnisse (1Mo 1:28; 2:9; 5:2).

Nachdem Gott sein irdisches Schöpfungswerk am Ende von sechs Schöpfungstagen vollendet hatte, fehlte es seiner Schöpfung zu ihrem Wohlergehen an nichts (1Mo 1:31). Danach ging Gott daran, von seinem Werk zu ruhen oder abzulassen, und segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Der menschlichen Schöpfung wurde in Aussicht gestellt, sich des Glücks und endlosen Segens zu erfreuen (1Mo 2:3; 2Mo 20:11).

Als Noah und seine Familie aus der Arche kamen, betrachtete Gott sie mit Wohlwollen, segnete sie und gab ihnen seinen sie betreffenden Willen bekannt. Durch das Tun des Willens Gottes würden sie in seiner Gunst und unter seinem Schutz gedeihen (1Mo 9:1).

Überaus wichtig für die ganze Menschheit ist der Segen in Verbindung mit Abraham und seinem Samen (1Mo 12:3; 18:18; 22:18). Gott segnete Abraham und Sara, indem er auf wunderbare Weise ihre Fortpflanzungsfähigkeit erneuerte, so daß sie in ihrem hohen Alter einen Sohn haben konnten (1Mo 17:16; 21:2). Er schenkte Abraham Gedeihen und gebrauchte ihn, um Größeres vorzuschatten (Gal 4:21-26). Deshalb hat der Segen Gottes, der darin bestand, Abraham einen Samen zu geben, eine größere Bedeutung in der Verheißung, daß Menschen aller Nationen durch den gesegnet werden, den Isaak vorschattete, nämlich Jesus Christus (Gal 3:8, 14; Apg 3:25, 26; Heb 6:13-20).

Gott segnet ein Volk oder Personen nur, wenn sie ihm gehorchen (2Mo 23:25). Der scharfe Gegensatz, der in 5. Mose, Kapitel 27 und 28 aufgezeigt wird, läßt deutlich erkennen, daß Gottes Fluch — der schwere Strafen nach sich zieht — die Ungehorsamen trifft, während sein Segen auf den Gehorsamen ruht und zu geistiger Wohlfahrt und der Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse führt. Das zeigt sich dann in ihren Häusern, auf ihrem Feld, bei ihren Kindern, bei ihren Tieren, in der Fülle der Nahrungsmittel, auf ihren Reisen — einfach bei all ihrem Tun. „Segnungen sind für das Haupt des Gerechten“ (Spr 10:6, 7). Wenn Gottes Volk ihm gewissenhaft gehorcht, öffnet er mit Freuden ‘die Schleusen der Himmel und schüttet Segen aus, bis kein Bedarf mehr ist’ (Mal 3:10).

Menschen segnen Gott. Menschen segnen Gott in erster Linie dadurch, daß sie ihn preisen. Sie segnen ihn aber auch durch Worte der Dankbarkeit, indem sie anerkennen, daß Gott der Quell aller Segnungen ist, indem sie bei jeder Gelegenheit gut von ihm reden und indem sie ihn anbeten und ihm dienen (Ps 26:12). Man segnet Gott auch, indem man die gute Botschaft predigt, weil dadurch sein Name und seine Vorsätze gepriesen werden (Mat 24:14; Heb 13:15).

Menschen haben Gott gesegnet, weil er sein Volk von Bedrückung befreite (2Mo 18:9, 10); weil er für ihre Bedürfnisse sorgte (5Mo 8:10); wegen seiner Würde, Macht, Herrschaft und Schönheit als Haupt über alles (1Ch 29:1012, 20); weil er sein Volk dazu bewog, seine Anbetung zu unterstützen (2Ch 31:8); wegen seiner Bundestreue und seiner Barmherzigkeit, wenn sie ihre Sünden bekannten (Ne 9:5, 31, 32); weil er Weisheit und Macht gibt (Da 2:19-23); weil er seine Diener beschützt und seine Souveränität unter Beweis stellt (Da 3:28; 4:34). Im Buch der Psalmen wird Gott ohne Unterlaß gesegnet, und alle im Himmel und auf der Erde werden aufgefordert, seinen Namen wegen seiner vielen großartigen Eigenschaften zu preisen. Menschen segnen Gott auch für die Gabe in Form seines Sohnes Jesus Christus (Ps 16:7; 103:1, 20-22; 145:2, 10; Joh 3:16; vgl. Apg 2:8-11; Off 7:11, 12; 14:6, 7).

Menschen segnen Christus. Auch Jesus selbst sollte von allen gesegnet werden. Elisabeth segnete Maria, die Mutter Jesu, und die ungeborene Frucht ihres Schoßes (Luk 1:42). Jesu himmlische Herkunft, sein Kommen im Namen Gottes und als dessen Sohn, sein Dienst, sein Opfer, sein Priestertum, sein Königtum und seine unverdiente Güte — all das rechtfertigt, daß er als ein Gesegneter willkommen geheißen wird (Joh 12:13; 2Ko 8:9; Heb 1:2; 7:24-26). In Erfüllung von Psalm 118:26 hieß ihn die Volksmenge bei seinem triumphalen Einzug in Jerusalem als Gesegneten Gottes willkommen (Mat 21:9). Engelgeschöpfe und Menschen — alle sollen ihn segnen (Off 5:12, 13).

Menschen segnen Mitmenschen. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen segnet, mag er im Gegensatz zu Gott, der seinen Segensworten immer die Tat folgen läßt, nicht imstande sein, gemäß seinen Worten zu handeln. In der Bibel kommt der Segensspruch eines Menschen oft einer Bitte um Gottes Segen gleich, auch wenn er nicht in Form eines Gebets geäußert wird. Obgleich also ein Mensch einen anderen Menschen segnen mag, ist doch Gott immer der Quell des Segens. Segnet ein Mensch andere Menschen, so geschieht das außerdem häufig aus Dankbarkeit oder um vorzügliche Eigenschaften oder eine gute Arbeit zu würdigen.

Im Zusammenhang mit dem Erteilen eines wirksamen Segens, nämlich dem Segnen aufgrund göttlicher Autorität, d. h. der Macht, den Segen zu vollziehen, formulierte Paulus in seiner Beweisführung hinsichtlich der Überlegenheit des Priestertums Melchisedeks gegenüber dem Priestertum Levis den Grundsatz: „Nun wird unbestreitbar das Geringere vom Größeren gesegnet“ (Heb 7:7). Melchisedek war ein Priester Gottes und ein König und konnte, als er Abraham segnete, mit Autorität und prophetisch für Gott sprechen (1Mo 14:18-20; Heb 7:1-4).

Wenn Personen durch ihre Taten zum Lobpreis Gottes beigetragen haben, hielten andere es für angebracht, ihnen einen Segen auszusprechen. Moses segnete Bezalel und seine Mitarbeiter, als diese den Bau der Stiftshütte vollendet hatten (2Mo 39:43). Als geistige Führer der Israeliten hatten die Priester und Leviten die Aufgabe, das Volk bei zahlreichen Anlässen zu segnen (4Mo 6:23-27; 3Mo 9:22, 23; 5Mo 10:8; 21:5; 1Ch 23:13;2Ch 30:27). Der Hohepriester Eli segnete Samuels Eltern, weil sie ihr Kind als Gabe für den Tempeldienst zur Verfügung stellten (1Sa 2:20, 21). David segnete das Volk, nachdem er die Bundeslade nach Jerusalem gebracht hatte (2Sa 6:18; 1Ch 16:2). Salomo tat dasselbe, als er den Tempel Gott weihte (1Kö 8:14, 55). Der betagte Simeon segnete die Eltern Jesu (Luk 2:34). Jesus segnete die Kinder, die zu ihm kamen (Mar 10:16).

Anlässe zum Segnen. Wenn man betet, preist man Gott und dankt ihm, man segnet ihn; überdies segnet man seine Glaubensbrüder und Menschen, die Gott suchen, indem man für sie betet. Die Mahlzeit wird mit einem Tischgebet begonnen, wobei man gewöhnlich den Segen für die Speise erbittet. In solchen Gebeten dankt man Gott und preist ihn dafür, daß er in geistiger und materieller Hinsicht so gut für uns sorgt; auch bittet man ihn, zu bewirken, daß die Nahrung den Essenden zum Nutzen gereicht und sie stärkt, damit sie ihm dienen können (1Sa 9:13; Mat 14:19; Luk 9:16). In den Gebeten, die beim Abendmahl des Herrn vor dem Austeilen des Brotes bzw. des Weines gesprochen werden, preist man Gott, dankt ihm und bittet ihn, daß alle Teilnehmer aus dem, was durch das Brot und den Wein symbolisiert wird, geistigen Nutzen ziehen und als Glieder des Leibes Christi geeint und treu bleiben mögen (Mat 26:26; 1Ko 10:16).

In einer patriarchalischen Gesellschaft war es üblich, daß der Vater kurz vor seinem Tod seine Söhne segnete. Diese Segenserteilung galt als sehr wichtig und wurde hochgeschätzt. So segnete Isaak Jakob in dem Glauben, er sei Esau, der Erstgeborene. Ehe Jakobs Bruder Esau dazukam, wünschte Isaak Jakob, daß er Gunst erlangen und Gedeihen haben möge, und Isaak, selbst blind und alt, bat zweifellos Gott, den Segen zu vollziehen (1Mo 27:1-4, 23-29; 28:1, 6; Heb 11:20; 12:16, 17). Später bekräftigte und erweiterte Isaak den Segen ganz bewußt (1Mo 28:1-4). Vor seinem Tod segnete Jakob zuerst die beiden Söhne Josephs und dann seine eigenen (1Mo 48:9, 20; 49:1-28; Heb 11:21). Desgleichen segnete Moses vor seinem Tod das ganze Volk Israel (5Mo 33:1). In all diesen Fällen zeigt die Erfüllung der Segensworte, daß sie prophetisch waren. Manchmal legte der Segnende, während er den Segen sprach, seine Hand auf das Haupt des zu Segnenden (1Mo 48:13, 14).

Als Gruß beinhaltete der Segen den Wunsch, es möge dem anderen gutgehen. Jakob segnete Pharao, als er vor ihn gebracht wurde (1Mo 47:7; siehe auch 1Sa 13:10; 25:14;1Kö 1:47; 2Kö 10:15). Auch beim Abschied konnte ein Segen gesprochen werden. So wurde Rebekka von ihren Angehörigen gesegnet, als sie ihr Zuhause verließ, um Isaak zu heiraten (1Mo 24:60; siehe auch 1Mo 28:1; 2Sa 19:39; 1Kö 8:66).

Ein Geschenk wurde mit Segenswünschen überreicht (1Mo 33:11; Jos 14:13; 15:18, 19). Begreiflicherweise wurde mitunter das Geschenk selbst als Segen bezeichnet, als eine „Segensgabe“. Geschenke überreichte man einem geliebten Menschen als Ausdruck des Wohlwollens, in dem Bemühen, Gunst zu erlangen, oder als Ausdruck der Dankbarkeit (1Sa 25:27; 30:26).

Segensworte können auch in Form eines Kompliments zum Ausdruck gebracht werden. Boas segnete Ruth wegen ihrer liebenden Güte (Ru 3:10). Männer, die sich für einen Dienst in Verbindung mit der Anbetung Gottes bereit erklärten, wurden von den Dabeistehenden gesegnet (Ne 11:2). Eltern haben Anspruch darauf, von ihren Kindern gesegnet zu werden (Spr 30:11).

Ein Segen kann aus wohlwollenden oder erbauenden Worten bestehen. Jesus gebot seinen Zuhörern, „die zu segnen“, die ihnen fluchen würden (Luk 6:28). Ferner heißt es: „Segnet weiterhin die, die euch verfolgen; segnet, und verflucht nicht“ (Rö 12:14). Das bedeutet nicht, daß man Gegner preisen sollte, aber durch ein gutes Benehmen gegenüber solchen Personen, verbunden mit freundlichen, verständnisvollen und aufrichtigen Worten, die ihnen, wenn sie sie beherzigen, von Nutzen sind, könnte man sie gewinnen (1Ko 4:12; 1Pe 3:9). Man muß, wenn man Segensworte spricht, auch darauf achten, wie man es tut (Spr 27:14). Jemand von seinen bösen Taten abzubringen ist bestimmt ein Segen, geschieht es doch zum Wohl des Betreffenden und zum Lobpreis Gottes (Apg 3:26).

Anderen zum Segen sein. Ein Mensch, der Gott gehorcht, kann seinen Mitmenschen zum Segen sein. Wer mit Personen zusammen ist, die Gott segnet, empfängt ebenfalls Segen. Laban wurde gesegnet, weil Jakob seine Herden hütete (1Mo 30:27, 30). Potiphars Haus und Feld wurden gesegnet, weil Joseph darüber eingesetzt war (1Mo 39:5). Wenn in Sodom zehn Gerechte gewohnt hätten, hätte Gott die Stadt nicht vernichtet (1Mo 18:32). Um der Gott hingegebenen Person willen mag Gott dessen ungläubigen Ehepartner und die gemeinsamen Kinder, wenn sie noch klein sind, begünstigen (1Ko 7:14). Jesus sagte in bezug auf die große Drangsal, die über die Welt kommen wird: „Um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“, sonst „würde kein Fleisch gerettet werden“ (Mat 24:21, 22; vgl. Jes 65:8). Das Beispiel der von Gott Gesegneten nachzuahmen bringt noch größeren Segen (Gal 3:9; Heb 13:7; 1Ko 11:1;2Th 3:7). Weil die „Schafe“ den Brüdern Christi, den „Auserwählten“ Gottes, Gutes tun, werden sie von Gott gesegnet und mit ewigem Leben belohnt (Mat 25:31-34, 40, 46).

(Quelle: jw.org)

Glauben ins Leben umsetzen

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