Tag 81 – 1. Mose 47:13-25

Bild von marco aurelio auf Pixabay

13  Es gab immer noch kein Brot in Ägypten und Kanaan zu kaufen, und alle Einwohner hatten voll den Hunger.

14  Sie konnten zwar immer Mehl und Getreide beim Josef einkaufen, aber irgendwann war ihre Kohle alle, weil sie dafür ja auch ganz gut bezahlen mussten. Irgendwann gab es kein Geld mehr, weil alle Knete, die es überhaupt gab, auf dem Konto von Josef gelandet war. Der überwies den ganzen Betrag aber an die Bank vom Präsidenten.

15  Als wirklich keiner mehr Geld hatte, kam es zu einer Demonstration vor dem Büro von Josef. „Geben Sie uns Brot! Oder sollen wir hier jetzt vor Ihren Augen verrecken? Unser Geld ist alle!“

16  „Sie können auch mit anderer Währung bezahlen“, antwortete Josef. „Bezahlen Sie das Essen mit Ihren Tieren, die Sie noch haben. Wir tauschen Tiere gegen Brot!“

17  Also kamen die Leute in den nächsten Tagen, einer nach dem anderen, bei ihm an und brachten ihre Pferde, Esel, Rinder, Schafe und Ziegen. Josef gab ihnen dafür das ganze Jahr genug zu essen.

18  Aber im nächsten Jahr standen sie dann wieder bei ihm auf der Matte: „Sie sind unser Chef! Und wir müssen einfach zugeben, dass wir schon jetzt total pleite sind. Wir haben nichts mehr, womit wir bezahlen könnten, nur noch unser Land und unser Leben.

19  Möchten Sie, dass wir vor Ihren Augen verhungern? Was passiert mit unserem Land? Sie können uns haben und auch unser Land kaufen, wenn Sie wollen. Wir werden ab sofort dann nur noch für den Präsidenten arbeiten. Als Zahlung wollen wir nur Mehl und Getreidekörner haben. Die Körner brauchen wir, damit wir auf unseren Feldern vielleicht mal wieder Getreide anpflanzen können und die nicht total verkommen.“

20  Josef ließ sich auf den Deal ein. So mussten wegen der derben Hungersnot alle Ägypter auch noch ihren Grundbesitz an den Präsidenten verkaufen. Josef regelte die Verträge und dann gehörte wirklich alles, was es in Ägypten gab, nur noch dem Präsi.

21  Alle Leute, die in Ägypten lebten, gehörten ab dann mit Haut und Haaren ganz dem Präsidenten.

22  Nur die Priester, die in den Tempeln arbeiteten, brauchten ihre Felder nicht zu verkaufen. Die waren nämlich so was wie Beamte und bekamen ihre Kohle direkt vom Staat.

23  Josef sagt danach zu den Ägyptern: „Heute habe ich Sie und Ihr Land für den Präsidenten gekauft. Jetzt lassen Sie sich mal richtig viel Getreide geben, damit Sie davon leben können. Und legen Sie sich etwas zurück, um es dann auf den Feldern wieder auszusäen, ja?“

24  Er legte es gesetzlich fest, dass in ganz Ägypten ab sofort jeder 20 Prozent von seinem Einkommen als Steuer an den Präsidenten abführen musste. „Was übrig bleibt, können Sie für Ihre Familien behalten. Es müsste reichen, um davon zu leben und auch noch was für das Säen und Ernten übrig zu haben.

25  „Danke“, sagten die Leute zu ihm. „Sie retten uns das Leben! Wenn es okay ist, wollen wir freiwillig für immer kostenlos für Sie arbeiten!“

26  Josef brachte dann ein Gesetz ein, dass eine Steuerzahlung von 20 Prozent auf das ganze Einkommen gelegt wurde, was in Ägypten im Jahr aufkam. Dieses Gesetz gibt es da noch heute. Nur das Eigentum der Priester wurde nicht an den Staat überschrieben.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da sagten sie [Ägypter]: Du hast uns am Leben erhalten; finden wir Gunst in den Augen meines Herrn, dann wollen wir Knechte des Pharao sein.
(1Mo 47:25)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Nachdem Lesen des Abschnittes, war meine erste Reaktion: Das ist doch nicht richtig, dass sich das Volk zum Schluss auch noch verkaufen muss, damit sie nicht verhungert und das Getreide da ist.
  • Auch ergab sich beim Lesen meiner beiden Kommentarbücher reineweg gar keinen Gedanken, der mich hier an der Stelle weiterbringen könnte.
  • ABER: Ich las dann noch eine Kindergeschichte, die mich zufrieden stellte:

Es regnet, dabei hatte sich Joschua schon so sehr darauf gefreut, auf einem Traktor mitfahren zu dürfen. Der Nachbar von Oma und Opa hat einen schönen roten Traktor und wollte heute damit aufs Feld fahren. Er hatte Joschua versprochen, ihn bei schönem Wetter mitzunehmen. Das wollte sich Joschua natürlich nicht entgehen lassen, doch nun regnet es, und es wird wohl nichts draus. Traurig sitzt er jetzt mit Papa, Mama und Oma am Wohnzimmertisch, während Opa und Sara im Schrank nach einem Spiel suchen. Schließlich kommen sie mit einem Würfelspiel wieder. Es geht so ähnlich wie „Mensch ärgere Dich nicht“, aber wenn man mit einer seiner Figuren rausgeworfen wird, darf man damit nicht weiterspielen. Wer gar keine Figuren mehr besitzt, hat verloren.
Wenigstens gewinnt Joschua, worüber er sich sehr freut. Papa hat hingegen schon sehr bald alle Figuren verloren. Als das Spiel zu Ende ist, läuft Joschua schnell zum Fenster und schaut hinaus. „Es regnet nicht mehr!“, ruft er erfreut und fragt: „Kann ich jetzt Traktor fahren?“. „Wenn es so bleibt, kommt vielleicht der Nachbar noch vorbei, um dich abzuholen“, antwortet Papa und sagt weiter: „Aber das müssen wir erst noch abwarten! So lange kann ich dir und Sara aber noch die Fortsetzung von der gestrigen Geschichte erzählen. Also: Jakob kam doch wegen der Hungersnot nach Ägypten. Aber auch die Ägypter selbst litten Hunger. Sie hatten am Ende alles verloren – ähnlich wie Papa vorhin beim Spiel alle Figuren verloren hatte. Das ist natürlich nicht schlimm für mich, ich habe halt das Spiel verloren. Diesen Menschen damals ging es jedoch sehr schlecht, aber durch Gottes Hilfe sind sie nicht verhungert. Hört mal zu, wie das war:


Die Hungersnot war sehr schlimm, sodass auch die Bauern in Ägypten großen Hunger litten. Zunächst verkaufte ihnen Josef Getreide von den Vorräten. Als sie aber dann kein Geld mehr zum Bezahlen hatten, kamen sie zu Josef und baten um Brot. Josef half ihnen, indem er ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel aufkaufte und ihnen dafür ein Jahr lang Brot gab. 
Im nächsten Jahr kamen sie aber wiederum zu ihm, weil sie immer noch Hunger litten und nur noch Felder und ihr Leben besaßen. Sie baten darum Josef, sie und ihre Felder zu kaufen. Josef ging darauf ein und kaufte in ganz Ägypten die Felder und die Menschen für den Pharao. Nur die Felder der Priester waren davon ausgenommen, weil diese nicht verkauft werden durften. Dann erließ Josef ein Gesetz, welches sehr viele Jahre Bestand hatte. Danach musste jeder Ägypter den fünften Teil der Ernte dem Pharao abgeben. 

Wisst ihr“, richtet Papa nun das Wort an Sara und Joschua, „oft sehen wir nur das Schlechte an einer Sache. Die Ägypter mussten zum Beispiel ihren Besitz an den Pharao verkaufen und ihm nun einen Teil der Ernte abgeben. Aber man muss auch sehen, dass sie ohne Gottes Hilfe verhungert wären, weil auch der Pharao sonst kein Brot gehabt hätte. Meistens erkennen wir es also gar nicht, wie Gott auch noch in Notlagen für uns sorgt und Schlimmeres verhindert! Wenn wir genau überlegen, haben wir Gott so unendlich viel zu verdanken!“ 

„Bimbam“ – plötzlich klingelt es: Es ist der Nachbar, der vor der Tür steht. Die Sonne scheint wieder, und er möchte nun Joschua abholen. Mama zieht Joschua noch schnell die Gummistiefel an und Papa meint: „Siehst du, Joschua, immer wieder haben wir Grund Gott zu danken. Auch für diesen Sonnenschein können wir jetzt Gott danken, denn nun kannst du doch noch auf dem Traktor mitfahren!“
Voller Freude stürmt nun Joschua nach draußen. Was für ein schöner Tag!

Rainer Jentzschmann http://www.christkids.de/?pg=5035

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Mich hat diese Kindergeschichte etwas traurig gemacht: Immer zuerst das Gute in einer Situation suchen, dass war auch meine „Denke“. Bis ich sie mir hab klauen lassen. Nun bin ich wieder auf dem Weg dahin zurück. Wieder ein kleines Stückchen mehr seit dieser Kindergeschichte. Danke, du großer Gott!

o o o o o


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