Tag 85 – 1. Mose 49:19-33

Von François Maitre – http://www.mnemosyne.org/mmw/fullsize/mmw_10a11_018r_min_1.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8829583

19 Jetzt zu dir, Gad. Viele Leute werden versuchen, dich abzuzocken, aber du lässt dich nicht beklauen. Du wirst dich wehren und sie verjagen.

20 Ascher, bei dir wird es so sein, dass du ein sehr erfolgreicher Bauer sein wirst. Auf deinen Feldern wird das beste Biogemüse wachsen, das es im ganzen Land zu essen gibt. Und die Promis werden nur bei dir bestellen.

21 Und du, Naftali, bist wie ein Talkmaster, der echt gut reden kann.

22 Was dich angeht, Josef, ich kann dich nur mit einem Weinstock vergleichen, der an einer Quelle wächst. Du wirst gigagroß werden und wirst die größten Mauern überwachsen.

23 Wenn du Feinde hast, die dir ans Leder wollen, wenn sie dich beschießen,

24 dann macht dich das nie fertig, es verunsichert dich nicht. Du reagierst sofort und schießt zurück. Mein Gott, der sehr stark ist, wird an deiner Seite sein. Darum wirst du zuverlässig die Bevölkerung von Israel führen, du kannst sie beschützen und auf sie aufpassen.

25 Der heftige Gott höchstpersönlich ist auf deiner Seite, er ist total für dich, versorgt dich, hilft dir. Er sorgt für Regen, wenn du Regen brauchst. Er organisiert dir Wasser, wenn du es benötigst. Du wirst auch ohne Ende Kinder bekommen, deine Frau wird viele Babys stillen müssen.

26 Siehst du da oben die Berge? Die stehen da felsenfest und gigantisch hoch, bis zu den Wolken. Das, was ich dir jetzt zuspreche, wird noch höher und weiter reichen. Du bist Josef, du bist was ganz Besonderes, du bist ganz speziell, anders als deine Brüder.

27 Und zum Schluss noch zu dir, Benjamin. Du bist wie ein wilder Wolf, der zum Frühstück erst mal seine Beute frisst und die Reste abends an die anderen verteilt.“

28 Das waren die heftigen Sprüche, die Jakob über seine Söhne abließ, als er für sie am Beten war. Aus seinen Söhnen wurden die 12 unterschiedlichen Stämme vom Volk Israel. Jakob hatte da schon eine Peilung von, dass es so passieren würde. Jeder von seinen Söhnen bekam einen besonderen Spruch, einen Segen.

29 Als er damit fertig war, sagte er noch seinen letzten Willen: „Wenn ich tot bin, bringt meine Leiche bitte wieder zurück ins Kanaan-Land! Macht mir da bitte ein Grab, wo ich für immer richtig entspannt sein kann. Ich möchte da beerdigt werden, wo auch mein Vater, mein Opa und die anderen Vorfahren aus meiner Familie liegen. Das ist in der Höhle, die auf dem Feld Machpela liegt, östlich von Mamre. Dieses Grundstück hat Abraham vor Jahren mal dem Hetiter Efron abgekauft, um da so ein Familiengrab zu bauen.

31 Abraham liegt da auch und genauso Sara. Und Isaak und seine Frau Rebekka hat man da unter die Erde gebracht. Und auch meine Lea hab ich dort beerdigt.

32 Die ganze Wiese und auch die Höhle gehören uns, ich hab die Papiere dafür. Wir haben das damals wie gesagt rechtmäßig den Hetitern abgekauft.“

33 Als Jakob seinen Söhnen diese letzten Sachen sagte, saß er die ganze Zeit auf seiner Bettkante. Jetzt setzte er sich zurück und legte seine Füße wieder ins Bett. Und dann starb Jakob. Er ging dorthin, wo die Toten sind und wo sich auch seine ganze Familie aufhält, die schon vor ihm gestorben war. Dort war er dann mit ihnen wieder zusammen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füße aufs Bett herauf und verschied und wurde zu seinen Völkern versammelt. (1Mo 49:33)

Erkenntnis des Tages

  • Sehr schön ge- und beschrieben:

„Wie stark ist unser Glaube? Macht uns der Gedanke, dass wir eines Tages sterben müssen, Angst? Bereitet er uns Kummer und Sorge oder wissen wir, wohin wir gehen werden? Sind wir bereit zu sterben? Sind wir bereit, vor den Richterstuhl Gottes zu treten oder haben wir noch Unvergebenheiten? Müssen wir noch etwas bereinigen?

Das sind wichtige Fragen. Jakob tat Gottes Willen noch bis zuletzt. Selbst das Bewusstsein, dass seine Zeit auf dieser Erde abgelaufen war, dass es sich höchsten noch um Tage, eher noch um wenige Stunden hielt, blieb er Gott gehorsam. Er war bereit, vor seinen Schöpfer zu treten ohne Angst, ohne Verzweiflung.

Aus den Sterbeberichten ist oft ersichtlich, dass viele Menschen Angst haben, über die Schwelle des Todes zu treten; selbst bzw. gerade die härtesten Atheisten würden alles geben, wenn sie auch nur den Bruchteil einer Sekunde zu ihrem Leben hinzufügen könnten. Eine Königin bot sogar ihr ganzes Königreich an. Es ist das Erkennen, dass man nun vor Gott als Richter treten muss. Es ist fürchterlich, in seinen Sünden zu sterben und damit in die Hand des einzig wahren Gottes zu fallen. Voltaire, der große Glaubensspötter, wollte auf seinem Sterbelager noch Frieden mit Gott machen und wünschte sich einen Priester an sein Sterbebett; verhindert wurde das von seinen atheistischen Freunden.

Doch wer wie Jakob mit Gott im Reinen ist, der braucht sich keine Gedanken über seine Ewigkeit zu machen, sondern hat den Kopf frei, noch seinen Angehörigen Trost zu geben und sich noch um deren Wohlergehen Gedanken zu machen. Glaube befreit, Glaube macht stark.“

(Autor: Markus Kenn)

Glauben ins Leben umgesezt

  • Ich kenne jemand, der an Krebs erkrankt ist und der weiß, dass er daran sterben wird. Er plant seine Beerdigung bis ins Detail einschließlich Kosten ganz genau. „Es muss ja alles seine Ordnung haben“. An ein Leben danach glaubt er nicht. Was wird er denken, wenn er auf der anderen Seite ist?
  • Ich möchte jeden Tag so leben, dass ich mit mir und meinen Mitmenschen im Reinen bin. Der Ablauf der Beerdigung und Trauerfeier interessiert mich dabei wenig. Und ich glaube, ich bin schon auf einem guten Weg dahin …

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