Edelsteine #16

Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ich bin ein betrübtes Weib.
(1Sam 1:15)

Elkana hatte zwei Frauen. Die eine von ihnen, mit Namen Hanna, konnte keine Kinder bekommen. Peninna, die zweite Frau, die mehrere Kinder hatte, kränkte und reizte Hanna fortwährend wegen ihrer Kinderlosigkeit und machte ihr das Leben schwer. Daher hatte Hanna immer ein bekümmertes und betrübtes Herz.

Wir begegnen in der Gemeinde Christi immer wieder Menschen, die, wie Hanna, ein betrübtes Herz haben; es ist aber ganz falsch sie nach ihren äußeren Erscheinen zu beurteilen. Hanna war trotz ihres betrübten Herzens eine fromme Frau mit einem reichen Gebetsleben. Während sie im Haus Gottes betete, erfuhr sie Missverständnis und Tadel; aber das ließ keinen Ärger in ihr hochkommen. Der Priester Eli warf ihr vor, sie sei betrunken, aber ihre Antwort war sanft und ehrerbietig und sie ertrug den Tadel ohne Groll.Mit einfachen Worten bekannte sie, dass sie einen großen Kummer habe. Hanna war aufgeschlossen für Gottes Wort und ließ sich durch den alten Eli nicht beirren. Als sie ihn sagen hörte: „… Geh hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast“ (Kap. 1:17), da wurde sogleich der Glaube in ihr wach. Und als sie weiterging, war ihre Miene nicht mehr traurig. Am anderen Morgen stand sie sehr früh auf und betete zu Gott.
Wenn wir diese Frau verstehen, können wir etwas über die Führung eines geheiligten Lebens lernen. Ihr Kummer war groß. Und doch: als ein Priester Gottes ihr ein ermutigendes Wort sagte, da erwachte sogleich ihre Zuversicht, und sie war nicht länger traurig. Nach der Geburt Samuels, des verheißenen Kindes, hielt Hanna ihr Gelübde und erzog in Treue ihren kleinen Sohn, der ein Prophet Gottes werden sollte.

Wir wollen uns nicht über eine betrübte Miene täuschen lassen. Vielleicht entdecken wir, dass hinter einem solch traurigen Aussehen ein schönes Kind Gottes verborgen ist.

Ein betrübtes Herz ist keine Gabe des Heiligen Geistes. Wir wollen es uns nicht wünschen, wollen es aber auch nicht verachten. Jesus selbst wird „ein Mann der Schmerzen“ genannt. Wir wollen nicht in den Fehler Elis verfallen, der über Hanna nach ihrer äußeren Erscheinung urteilte.

Ein Edelstein für heute: Die äußere Erscheinung ist für Gott nicht wichtig, weil er die Gedanken und Regungen des Herzens kennt.

(Tim Ruthven)

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