Licht für den Weg #5

„Denn die mich ehren, werde ich ehren.“
(1Sam 2:30)

Eine der vielen Arten und Weisen, wodurch wir den Herrn ehren können, ist das Festhalten an göttlichen Grundsätzen und die standhafte Weigerung; Kompromisse einzugehen.

In seinen Jugendjahren arbeitete Adam Clark (1762-1832) für einen Seidenhändler. Eines Tages zeigte ihm sein Chef, wie er die Seide dehnen sollte, wenn er sie für den Kunden abmaß. Adam sagte: „Herr, Eure Seide lässt sich vielleicht dehnen, mein Gewissen aber nicht.“ Jahre später ehrte Gott den ehrlichen Angestellten, indem er ihn befähigte, den berühmten achtbändigen Bibelkommentar zu schreiben, der seinen Namen trägt.

Eric Liddel (1902-1945) sollte am 100m-Lauf bei den Olympischen Spielen teilnehmen. Aber als er herausfand, dass sie Vorläufe am Sonntag stattfanden, sagte er seinem Teamchef, dass er nicht laufen würde. Er war der Überzeugung, dass er durch das Verunehren des Tages des Herrn auch den Herrn selbst verunehren würde. Ein Sturm der Kritik brach los. Ihm wurde mangelnder Sportsgeist, Verrat an seinem Land, religiöser Fanatismus vorgeworfen. Doch er ließ sich von seiner Entscheidung nicht abbringen.

Als er feststellte, dass die Vorläufe für die 200m-Distanz an einem Wochentag angesetzt waren, bat er seinen Teamchef um Erlaubnis, antreten zu dürfen, auch wenn es nicht seine Distanz war. Er gewann den ersten Vorlauf, den zweiten Vorlauf, dann das Halbfinale. Als er am Tag des Finales zu seinem Startblock ging, drückte ihm jemand einen Zettel in die Hand. Er blickte kurz darauf und las die Worte: „Denn die mich ehren, werde ich ehren.“ An diesem Tag gewann er nicht nur den Lauf und damit olympisches Gold, sondern stellte auch einen neuen Weltrekord auf.

Der Herr gab ihm dann die größere Ehre, als einer seiner Botschafter im Fernen Osten dienen zu dürfen. Im zweiten Weltkrieg wurde er von den Japanern interniert und starb in einem Konzentrationslager, so dass er sich den Märtyrerkranz verdiente.

Adam Clark und Eric Liddell stehen in der berühmten Reihe von Männern wie Joseph, der Gott durch seinen lauteren Charakter ehrte und von Gott geehrte wurde, indem er ein Retter seines Volkes in einer Zeit großer Hungersnot wurde; Männer wie Mose, dessen Treue zu seinem Gott geehrt wurde, indem er das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft herausführen durfte; Männer wie Daniel, dessen Ablehnung von Kompromissen ihn zu einer ehrenvollen Position im babylonischen und persischen Königreich brachte. Und natürlich – als der größte von allen – der Herr Jesus, der seinen Vater ehrte wie kein anderer und darum einen Namen empfangen hat, der über jeden Namen ist.

(William MacDonald)

o o o o o

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