Tag 119 – 1. Samuel 3:1-10

1  Samuel lebte also als Jugendlicher beim Priester Eli und jobbte auch bei ihm. Zu der Zeit redete Gott kaum noch mit den Menschen. Es kam echt selten vor, dass jemand von ihm etwas gesagt bekam.

2–3  Eli war in der Zwischenzeit schon fast blind. In einer Nacht passierte etwas Heftiges. Samuel lag schon in seinem Bett, das im besonderen Zelt stand, ganz in der Nähe von der Kiste mit den Gesetzen. Der besondere Leuchter war noch am Brennen.

4  Plötzlich rief Gott: „Hey, Samuel!“ – „Jo! Was geht?“, antwortete er.

5  Sofort stand Samuel auf und rannte zu Eli. „Was ist denn los? Du hast mich gerade gerufen?“ – „Äh, nein, ich hab dich nicht gerufen“, antwortete Eli. „Leg dich wieder in die Falle!“ Samuel ging also wieder zurück und legte sich pennen.

6  Ein paar Minuten später rief Gott aber noch mal: „Hey, Samuel!“ Wieder stand er sofort auf und rannte zu Eli. „Jo, was geht? Was soll ich machen?!“ Aber Eli sagte noch mal: „Ich hab dich überhaupt nicht gerufen! Junge, leg dich wieder hin!“

7  Samuel schnallte nicht, dass Gott mit ihm gesprochen hatte. Er konnte seine Stimme nicht von anderen Stimmen unterscheiden, weil er sie noch nie vorher gehört hatte.

8  Dann rief Gott ihn zum dritten Mal. Wieder stand Samuel sofort auf und ging zu Eli: „Jetzt hast du mich aber gerufen, oder?“ Langsam kapierte Eli, dass Gott etwas von dem Jungen wollte.

9  Also gab er ihm den Tipp: „Pass auf, leg dich wieder pennen. Wenn du jetzt noch einmal gerufen wirst, dann antworte einfach: „Ja, Gott? Leg los, ich höre dir zu! Ich tu, was du willst!“ Samuel legte sich also noch mal in sein Bett.

10  Gott kam wieder zu ihm und sagte noch mal: „Hey, Samuel! Samuel!“ Diesmal antwortete der Junge: „Ja, Gott? Leg los, ich hör dir zu! Ich tu, was du willst!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Da trat Jahwe an Samuel heran und rief wie vorher: „Samuel, Samuel!“ Der Junge erwiderte: „Sprich, dein Diener hört!“ 
(1Sam 2:10)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Hach, wie gut. Gott spricht mit Samuel persönlich! Das würde sich jeder wünschen. Auch ich fände es sehr gut, von Gott direkt angesprochen zu werden. Manchmal liest man ja von solchen Sachen auch in der Jetzt-Zeit. Ob es stimmt, sei dahingestellt.
Mir würde es auch gut gefallen, wenn Gott mir jeden Tag einen Zettel in die Hand drücken würde, nagut, Briefkasten geht auch, auf dem klare Anweisungen stehen würden.
Gibts nicht.
Christen sagen dann: Na, du hast doch die Bibel, das ist Gottes Wort, da steht genau, was du tun und lassen sollst…
Ein bisschen einfacher wäre mir lieber. Klare Ansagen, klare To-Do-Liste.
Gibt’s nicht und so lese ich halt doch in der Bibel.
Jeden Tag. Und suche nach dem, was Gott mir sagen möchte.

Glauben ins Leben umgesetzt

Nein, Gott spricht nicht nur in der Bibel mit mir.
Dort weiß ich es, dass er es zu 100% spricht.
Bei allen anderen muss man genauer hinhören.
Gott nutzt auch das Radio, nutzt auch Fernsehen, Bücher, Situationen, Menschen, Internet, die Natur.
Man besten gelingt es mir ihn zu hören, wenn ich vor einer Entscheidung stehe, wo ich unschlüssig bin, ob ich die richtige treffe.
Dann bete ich: Vater, wenn du meinst, ich habe mich falsch entschieden, dann wirf mir tausend Steine in den Weg. Und darauf verlasse ich mich dann auch zu 100%.
Ich erinnere mich auch noch an meine Anfangszeit als Christin. Ich hatte ganz viele, viele Fragen im Kopf. Immer, wenn ich nicht weiter wusste, habe ich Gott um Antwort gebeten. Und es stimmt wirklich, innerhalb von 24 Stunden hatte ich eine Antwort, irgendwie. Durch andere, durch Fernsehen, durch Situationen, durch Post im Briefkasten … Es war eine wunderbare Zeit! Mittlerweile meint wohl Gott, ich wisse die grundsätzlichen Dinge und könnte auf Antworten auch mal allein kommen. Gebetserhörungen habe ich aber nach wie vor und jedes Mal zaubert es mir ein Lächlen und ein Danke ins Gesicht. Im Moment lässt mir Gott sehr viel Zeit und Gelegenheit, mir gute Vorträge anzuhören und so mein Grundverständnis wachsen zu lassen. Zur Zeit höre ich sehr gern Vorträge von Willi Zorn, einen ausgezeichneten Bibellehrer. Ich habe ganz viel neu gelernt über die Erwählung, mich bestätigt gefühlt über die Richtigkeit der Bibel als Gottes Wort und jetzt bin ich dabei über die Rolle des Alten Testaments auch in der heutigen Zeit. Das alles kann ich so hier nicht wiedergeben, aber es erfüllt mich, erfüllt mein Denken, macht mich sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Ja, in dieser Weise spricht Gott zur Zeit zu mir.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir, danke dir für dein Wort, meine Bibel, dass zu mir zeigst, wer du bist, was du möchtest und was du mit deinen Menschen vor hast. Ich danke dir für Willi Zorn, weil genau dieser die richtigen Worte findet, dein Wort mir nahe zu bringen. Bitte segne ihn dafür.
Ich danke dir dafür, dass es mir gestern so gut ging. Es war ein Tag, an dem ich fühlen konnte, wie es den Menschen geht, die gesund sind. Es hat sich verdammt gut angefühlt. Es macht so ein bisschen den Vorgeschmack, wie es sein wird, wenn dieses Leben, dieses irdische Leben vorbei sein wird. Wie die Ewigkeit sein wird. Ich danke dir für den kleinen Einblick.
Bitte Vater kümmere ich bitte um T. Sie ist wieder so verzweifelt, weil wieder neue Flüchtlinge in ihr Haus gezogen sind. Sie ist jetzt mit ihrer Nachbarin die einzige Deutsche im Haus und kommt mit der arabischen Kultur gar nicht klar. Auch hat der Vermieter jetzt eine Modernisierung angekündigt, ein Aufzug soll ans Haus. Das macht ihr so große Angst. Existenzangst. Sie kann die Miete schon so kaum bezahlen, dann auch noch ein Aufzug. Umziehen wird auch nicht besser. Bitte, bitte hilf ihr, dass ihre Angst vor dem Neuen wieder kleiner wird, dass sie auf dich vertrauen kann, dass du der Herr über allen Dingen bist, dass letztendlich alles über deinen Tisch muss. Hilf ihr bitte, Vater.
Hilf bitte auch meiner Tochter. Sie hatte gestern wieder wo einen verzweifelten Tag. Hilf ihr, dass sie endlich A. loslassen kann, lassen irgendetwas passieren, dass sie es kann. Bitte!
Vater, diese Woche soll es sehr heiß werden. Ich bitte dich, lass mich diese Woche gut überstehen und gib mir bitte die Kraft, wenn ich die Wohnung nicht verlassen kann, hier drinnen einiges zu erledigen. Dinge, die längst gemacht werden müssten. Gib mir bitte die Kraft dafür.
Und so lege ich dieses Gebet, dir vor die Füße, behüte und beschütze mich und erweitere bitte mein Gebiet, wo ich etwas für dich tun kann. Plane meinen Tag genau und ich will ihn so annehmen, wie er ist und nicht hadern, weil ich ja weiß, dass du in allem das letzte Wort hast.
Amen.

o o o o o

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