Edelsteine #17

Und sie nannte den Knaben Ikabod, das ist „Die Herrlichkeit hinweg aus Israel!“ weil die Lade Gottes weggenommen war …
(1Sam 4:21)

Unser Text ist ein Wort, das die Schwiegertochter des Priesters Eli auf ihrem Sterbebett sprach. Wir kennen ihren Namen nicht, aber wir können aus ihrem Leben viel lernen. Sie war nicht wiedergeboren, und sie konnte auch nicht erfahren, dass der Heilige Geist Gottes in ihr wohnte. Ihre geistliche Erfahrung beschränkte sich auf das Natürliche. Buße bestand im Ausgießen von Lammblut, und Gottes Gegenwart wurde gesichert durch strengen Gesetzesgehorsam. Damals, lange vor dem Kommen Jesu, durfte nur ein Priester der Allerheiligste betreten, um sich Gott zu nahen, und dies auch nur einmal im Jahr.

Die Frau, von der wir hier lesen, war mit einem Priester verheiratet, der das Allerheiligste betreten durfte. Aber es war ein sündhafter Mann, der nur Böses an seiner Frau und Gott tat. Dieser verachtenswerte Mann schändete das Haus Gottes durch seine Gegenwart und brachte die Priesterschaft in Verruf. Doch während er in Sünde dahinlebte, konnte seine Frau den Glauben bewahren. Der Mittelpunkt in ihrem Leben war Gott. Für sie bedeutete der Verlust der Bundeslade, dass Gottes Herrlichkeit Israel verlassen hat. Sicherlich wusste sie, dass die Bundeslade nicht etwa Gott selbst war. Aber sie war überzeugt von ihrer hohen Bedeutung. Die Bundeslade war für sie etwas sehr Kostbares.

Die Frau war schwanger und erwartete ihre Niederkunft, Als sie nun noch vom Tod ihres Schwiegervaters und ihres Mannes erfuhr, da wurde sie von Wehen überfallen und war bald dem Tode nahe. Die Hebamme versuchte sie mit der Nachricht zu erfreuen, dass sie einen Sohn geboren hatte. Aber die Sterbende konnte nur noch die Aufgabe erfüllen, ihrem Kind einen Namen zu geben. Sie nannte ihn Ikabod; ein Name der Trauer, der bedeutet: „Es ist aus mit Gottes Herrlichkeit“. Ihr Volk war besiegt, die Männer der Familie waren tot; sie selbst lag im Sterben. Aber ihr Herz trauerte nur über das eine: „Die Herrlichkeit ist hinweg aus Israel! – weil die Lade Gottes weggenommen ist.“

Denke einmal darüber nach, was wäre, wenn wir die Zeichen der Herrlichkeit Gottes entbehren müssten, die uns von Gott gegebenen Formen unseres Glaubens – wie Abendmahl, Taufe und Wort. Ist uns das alles so kostbar, wie die Bundeslade, dies Zeichen der Herrlichkeit Gottes, für Elis Schwiegertochter war? Nutzen wir alles, was Gott uns gegeben hat, um ihn zu verherrlichen?

Ein Edelstein für heute: Ein Leben ohne die wahre Kenntnis Gottes ist zu beklagen, weil es Gott nicht verherrlichen kann.

(Tim Ruthven)

o o o o o

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