Tag 130+131 – 1. Samuel 8:1-22

1 Als Samuel in Rente ging, wurden seine Söhne als Richter über die Israeliten eingesetzt.

2 Sein ältester Sohn hieß Joel, der jüngere Abija. Beide hatten ihre Büros in Beerscheba.

3 Leider waren sie nicht so drauf wie ihr Vater. Sie versuchten die ganze Zeit die Leute abzuziehen und ließen sich mit Kohle bestechen, und so wurden ihre Urteile beeinflusst.

4 Die Chefs der Familienstämme organisierten deswegen ein Treffen mit Samuel, was in Rama angesetzt wurde.

5 „Du bist jetzt echt schon im Rentenalter, Samuel“, sagten sie zu ihm. „Aber deine Söhne leben nicht nach deinem Vorbild. Wir wären dafür, dass es bei uns ab sofort auch einen Präsidenten gibt. Der soll dann für Recht und Ordnung sorgen. Die anderen Völker haben das ja auch alle! Organisierst du das für uns?“

6 Samuel war aber von der Idee, einen Präsidenten zu haben, überhaupt nicht begeistert. Er betete und wollte von Gott eine Ansage hören, was er über diese Pläne denkt.

7 Gott sagte ihm: „Mach das ruhig, Samuel. Ist doch nicht so, dass die keinen Bock auf dich haben, sondern auf mich! Sie wollen nicht mehr, dass ich bei ihnen die Macht habe.

8 Das war schon immer so. Seit ich sie aus Ägypten rausgeholt habe bis heute, sind sie mir immer wieder untreu geworden. Ständig haben sie mit irgendwelchen Plastikgöttern rumgemacht. Pass auf, dir werden sie genauso untreu werden.

9 Also von mir aus tu das, was sie sich so wünschen. Aber sag ihnen vorher glasklar, was das für sie in Zukunft bedeuten wird, wenn dann ein Präsident bei ihnen die Macht hat. Klär sie da drüber auf, was für Rechte der hat und was er damit alles anstellen kann, wenn er will.“

10 Samuel erzählte den Leuten alles, was Gott ihm gesagt hatte.

11 „Leute, ihr müsst euch echt klarmachen, was so ein Präsident dann alles machen kann, wenn er lustig ist! Er hat das Recht eure Söhne dazu zu zwingen, für ihn zu arbeiten. Die können sich nicht dagegen wehren. Wenn er einen Kfz-Mechaniker braucht, dann holt der sich den einfach, und glaubt nur nicht, dass ihr für die Arbeit dann auch Kohle seht.

12 Und er wird sie zur Bundeswehr einziehen, sie müssen Soldaten werden. Andere kann er dazu zwingen, sich um Verwaltungssachen zu kümmern. Wieder andere müssen auf seinen Befehl in der Rüstungsindustrie arbeiten, Panzer und Handgranaten bauen und so.

13 Er könnte eure Töchter dazu bestimmen, in seinem Regierungssitz als Köchin zu arbeiten, oder als Krankenschwester.

14 Er hat auch das Recht, sich von jedem das beste Stück Land abzugreifen. Felder, Weinberge, Apfelplantagen könnte er sich unter den Nagel reißen und sie seinen Beamten geben.

15 Und Steuern wird er von euch ohne Ende einziehen, von allem auf jeden Fall mal 10 Prozent. Von der Kohle wird er dann seine Dienstreisen und auch seine Villen finanzieren.

16 Er wird die besten Mitarbeiter von eurer Firma abziehen und sie für sich arbeiten lassen.

17 Auch von eurer Viehwirtschaft wird er Steuern verlangen, ihr müsst ihm alle irgendwie dienen.

18 Und wenn es dann so weit ist und ihr ein Problem habt, dann könnt ihr noch so oft bei Gott anklingeln. Ihr werdet von ihm keine Hilfe mehr bekommen, denn ihr habt jetzt ja den Präsidenten an der Backe, den ihr euch selbst gewählt habt.“

19 Aber die Israeliten hörten Samuel gar nicht richtig zu. Sie riefen laut: „Wir wollen einen Präsidenten, wir wollen einen Präsidenten!

20 Die anderen Nationen haben ja auch einen! Wir wollen einen Präsidenten, der bei uns für Gerechtigkeit sorgt. Und er soll uns im Krieg anführen!“

21 Samuel hörte ihnen zu. Dann ging er zu Gott und redete noch mal mit ihm da drüber.

22 „Lass sie doch. Gib ihnen ihren Präsidenten!“, sagte Gott zu ihm. Samuel ging dann wieder zurück zu den Männern und schickte sie erst mal nach Hause.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Jahwe sagte zu ihm: „Hör auf sie und setz einen König über sie ein!“ Dann schickte Samuel die Männer Israels wieder nach Hause.
(1Sam 8:22)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Nun will Israel unbedingt einen König, weil Samuels Söhne irgendwie untauglich sind, weil andere Nationen auch einen haben, wegen dem Wunsch nach Unabhängigkeit von Gott und einer sichtbaren Führung.
Und Gott stimmt zu (wenn sie es denn unbedingt wollen, werden sie sehen, was sie davon haben …)

Glauben ins Leben umgesetzt

Ist es nicht auch bei uns so? Wie gern möchten wir eine Führung, die wir sehen können, die aber genauso wie Gott liebevoll und gerecht ist.
Keine menschliche Regierung kann das, wird das je können.
Und wie sehr setzten die Isrealiten viel, viel später ihre Hoffnung darin, dass Jesus endlich der gerechte König auf der Erde sein werden würde.
Aber der Job Jesu war ein anderer.
Das müssen wir uns immer wieder vor Augen führen, diese perfekte Regierung, König oder sonstirgendeinen Herrscher wird es je geben. Wir werden uns gedulden müssen, bis wir durch die Station „irdisches Leben“ hindurch sind.
Aber wir haben Gott, diesen unsichtbaren Gott, der uns in unserer Individualität trotzdem leitet und führt, der uns durch die Bibel sagt, wer er ist und was er noch vor hat.
Ich habe gestern Abend einen Film über junge Leute der Amisch gesehen, die für kurze Zeit unter Jugendlichen der „Welt“ leben. Der Film war aus der Sicht der Amisch-Judendlichen erzählt, wie sie diese „Welt“ nun empfinden und wie stark ihr Glauben ist. Und ein kleines bisschen war ich neidisch, wie selbstverständlich sie Dinge erkannten, die einfach nicht gut für uns sind und erweckten in mir eine Sehnsucht nach einer heilen Welt. Natürlich weiß ich, dass die Welt der Amisch-People nicht nur heil ist, aber diesen inneren Frieden, diese „Grundwasserfreude“, die sie aussgtrahlen, war schon sehr beeindruckend für mich.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir, dass du da bist, dass du bei mir bist, auch wenn ich dich nicht mit meinen Augen sehen kann. Der Film gestern über die Amish-Poeple oder auch den Film, den ich vorher sah über die Hütterer, haben mich stark beeindruckt. Mich hat deren starker Glaube beeindruckt, wie sie selbst ihr Leben empfindet und welch Unverständnis sie für manches haben, was wir hier in der „Welt“ für normal halten. Ja, ich weiß, Filme zeigen nur einen Ausschnitt aus dem wirklichen Leben und dass auch dort viele menschliche Konflikte gibt. Aber diese Filme habe mich bestärkt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das wolltest du mir doch damit zeigen, nicht wahr?
Ich danke dir, dass du mich auch gestern wieder beschützt und behütest und mit allem versorgt hast, was ich brauche. Und heute lasse ich mir auch wieder den Einkauf nach Hause liefern und ich merke, wie unsagbar viel ich habe, wie viele unterschiedliche Lebensmittel ich kaufen kann, dass ich das nötige Geld dafür habe. Dads ist sososo viel, dass ich mir darüber keine Gedanken machen brauche. Für heute habe ich mir wieder viel vorgenommen. Viel, in dem Sinne, dass es vielleicht mehr ist, als ich schaffen kann. Aber lauter notwendige Dinge. Ja, Vater, was ist für dich notwendig?
Bitte gib mir die Kraft dafür. Und bitte beschütze und behüte auch D., A. und T. Sie brauchen auch deinen Schutz, auch wenn sie nur wenig von dir wissen. Bitte zeig dich ihnen!
Und so lege ich diesen Tag dir vor die Füße, damit du mich gut lenkst und leitest durch diesen Tag. Pass gut auf mich auf und bewahre mich vor allen Unsinn, den mir andere einreden wollen.
Und das alles trage ich vor dich in Jesu Namen.
Amen.

o o o o o

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