Edelsteine #18

Aber der Herr hatte Samuel das Ohr aufgetan …
(1Sam 9:15)

Als Samuel noch ein Junge war, lag er eines Nachts im Tempel. Plötzlich hörte er, wie sein Name gerufen wurde, und er lief zu dem alten Priester Eli, weil er dachte, dieser hätte ihn gerufen. Aber Eli hatte ihn nicht gerufen und schickte ihn wieder zu Bett. Als Samuel nun in seinem Bett über das Geschehene nachdachte, hörte er wiederum, wie eine Stimme ihn rief. Diesmal war er fest überzeugt, die Stimme des alten Mannes zu hören; aber wieder sagte Eli „nein“ und schickte ihn zurück in sein Bett. Erst beim dritten Mal, als Samuel wegen der Stimme, die ihn rief zu Eli kam, erkannte dieser, dass es Gott war, der zu Samuel gesprochen hatte; und nun lehrte er ihn, für Gott offen zu sein und ihm zu antworten.

Als Samuel herangewachsen war, sprach der Herr oft zu ihm, und jedesmal ermahnte er ihn zu vollem Gehorsam. Als für Gott die Zeit gekommen war, Samuel und Saul zusammenzubringen, da war der Unterschied in der persönlichen Führung der beiden Männer offensichtlich. In Sauls Leben musste Gott besondere Umstände herbeiführen, damit es zu dieser Begegnung kam. Seine Eselinnen liefen fort, und er wurde ausgeschickt, sie zu suchen. Dem Samuel dagegen brauchte Gott nur etwas ins Ohr zu flüstern.

Weil Samuel bereit war für Gott, konnte der Herr ihn als sein mächtiges Werkzeug einsetzen. In unserer Fantasie stellen wir uns oft vor, dass wir zu großartigen Heldentaten zu gebrauchen sind. Aber wir sollten begreifen, dass Samuels Anfang klein war, als er Gottes Stimme hörte, die ihn in der Nacht rief. Wir dürfen die kleinen Anfänge nicht verachten; denn sie sind Gottes bevorzugtes Umfeld. Sind wir zu grpß für kleine Anfänge?

Gott möchte, dass wir durch seinen Heiligen Geist zu seinen Mitarbeitern werden. Wenn wir im Glauben noch neu sind, dann führt er uns durch das Eingreifen in unsere Lebensumstände. Aber wenn wir heranreifen durch Gehorsam auf seinen Wegen, dann lernen wir, auf seine leise, sanfte Stimme zu hören. Ich möchte dich dazu ermuntern, dich dieser leisen sanften Stimme zu öffnen. Und wenn er spricht, dann antworte ihm in kühnem Glauben: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört“ (Kap. 3:9).

Ein Edelstein für heute: Je rascher wir Gott antworten, desto hellhöriger werden wir.

(Tim Ruthven)

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