Tag 133+134 -1. Samuel 9:11-27

11 Als sie gerade auf der Zufahrtsstraße in die Stadt waren, trafen sie ein Mädchen, das auf dem Weg in den Getränkemarkt war. Sie fragten es: „Entschuldigung, hast du eine Ahnung, wo dieser Seher wohnt und ob der gerade zu Hause ist?“

12 „Klaro“, antwortete es. „Der wohnt gleich da vorne. Beeilt euch, denn er ist gerade heute in die Stadt gekommen, weil die Leute bald wieder eine große Opferparty feiern.

13 Wenn ihr schnell macht, könnt ihr ihn noch erwischen, bevor er zu dem Opferessen geht. Dort warten immer alle auf ihn, denn es kann erst losgehen, wenn er da ist und für das ganze Essen gebetet hat!“

14 Die beiden gingen also weiter den Berg hoch, in Richtung Stadtzentrum. Als sie am Ortseingangsschild vorbei waren, kam ihnen Samuel entgegen. Er war gerade auf dem Weg zum Platz, auf dem immer die Opferrituale außerhalb der Stadt durchgezogen wurden.

15 Allerdings hatte Gott ihm schon einen Tag vorher eine Ansage gemacht, dass er Saul treffen würde. Gott meinte nämlich zu ihm:

16 „Morgen um dieselbe Uhrzeit werde ich einen Mann bei dir vorbeischicken, der aus dem Land von Benjamin kommt. Den sollst du dann zum Präsidenten von allen Israeliten machen. Ich hab für ihn den Job vorgesehen, Israel aus der Kontrolle der Philister zu befreien. Ich hab ja gehört, dass die Israeliten um Hilfe gerufen haben und ich werde diesen Ruf jetzt beantworten.“

17 Dann kam Saul gerade bei Samuel vorbei. Als er ihn ansah, sagte Gott zu ihm: „Das ist er! Von dem hab ich vorhin zu dir gesprochen! Er soll über meine Leute das Sagen haben!“

18 Mitten in der City, am Eingang von der Fussgängerzone, trafen sich die beiden. Saul sagte zu ihm: „Entschuldigen Sie, können Sie vielleicht sagen, wo dieser Seher Samuel wohnt?“

19 „Das bin ich“, lachte ihn Samuel an. „Kommen Sie mit zu der Opferparty! Ich würde gerne heute mit Ihnen essen. Morgen früh können Sie dann weitergehen, wenn Sie wollen. In der Zwischenzeit beantworte ich Ihnen alle Fragen, die Sie haben.

20 Entspannen Sie sich wegen der Harley, die Ihnen vor drei Tagen geklaut wurde. Man hat sie auf einem Parkplatz gefunden. Wir haben jetzt wichtigere Sachen zu besprechen. Alle Leute in Israel setzen auf Sie. Sie hoffen, dass Sie und Ihre Familie ihnen helfen werden!“

21 „Wie kommen Sie bitte zu so einer Aussage?“, erwiderte Saul. „Ich komm aus dem kleinen Stamm Benjamin, der unwichtigste von allen Familienstämmen in Israel! Was wollen Sie von mir?“

22 Samuel führte Saul und den Typen, der mit ihm gereist war, zum Opferessen. Sie bekamen von ihm die VIP-Plätze zugewiesen. Insgesamt wurden 30 Leute zu dieser Opferparty eingeladen.

23 Dem Koch, der das Opferfleisch zubereitete, sagte er: „Bring dem Saul mal das Stück, von dem ich dir gesagt habe, dass du es zurücklegen und keinem anderen geben sollst!“

24 Saul kriegte dann die Keule von dem Opferfleisch. „Guten Appetit, der Herr“, sagte der Koch zu Saul. „Das wurde alles extra für Sie zurückgelegt. Sie sollen mal sagen können, dass alle Menschen, die zu diesem Essen eingeladen wurden, Ihre Gäste waren.“ So war das mit dem gemeinsamen Essen von Samuel und Saul.

25 Nach dem Essen gingen die zwei wieder in die Stadt runter. Die beiden quatschten sich dann noch aus, auf der Dachterrasse von seinem Haus.

26 Weil es so warm war, legte sich Saul dort dann auch nachts auf die Isomatte zum Pennen. Morgens früh weckte ihn Samuel: „Aufstehen! Ich würde gerne noch ein Stück mit Ihnen mitgehen, wenn das okay ist.“ Nachdem Saul geduscht hatte, machten sie sich zusammen auf den Weg.

27 Kurz bevor sie zur Stadtgrenze kamen, sagte Samuel zu ihm: „Können Sie mal Ihren Angestellten ein Stück vorschicken? Ich will noch ein bisschen mit Ihnen alleine quatschen. Da ist noch eine Sache, die ich Ihnen von Gott sagen soll.“ Der Angestellte ging dann ein paar Meter weiter vor.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

„Aber ich bin doch ein Benjaminit“, erwiderte Saul. „Mein Stamm ist der kleinste in Israel und meine Sippe die geringste im ganzen Stamm. Wie kannst du mir so etwas sagen?“ 
(1Sam 9:21)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen;
Glauben ins Leben umgesetzt

Nun trifft Saul also auf Samuel und jener eröffnet ihm, dass ganz Israel einen König möchte und er jener sein soll. Saul war sowas von überrascht, dass er diesen (meinen Schlüssel-) Satz antwortete.
Aber das ist Gott. Gott wählt das Kleine, das Schwache für sich aus und gibt ihm Bedeutung. Ich weiß das vom Kopf her. Aber da ich mich selbst zu den Kleinen, Schwachen, Bedeutungslosen und Könne-Nixern gehöre, irritiert mich das. Ja, es müsste mich selbstbewusst machen, tut es aber nicht. Eher ängstlich. Sollte Gott auch für mich eine Riesenaufgabe haben, die ich so gar nicht leisten kann? Ich weiß, dass das Quatsch ist. Gott vergibt seine ufträge und befähigt sie dann auch, dass sie das tun können. Aber das weiß nur der Kopf, im Herzen sitzt der Angsthase…

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, der heutige Text zeigt mir, dass du dich gerade den Schwachen zu wendest und ihnen Kraft und Aufgaben schenkst. Am liebsten würde ich mich irgendwo in ein Mauseloch verkriechen, bloß um nicht von die entdeckt zu werden, damit du mich zum König von Israel machst. (Natürlich nicht wirklich, sondern sinnbildlich). Ja, ich möchte gern eine Aufgabe für dich tun, womit ich dir dienen kann und die ich auch zu leisten vermag. Bitte wähle irgendetwas für mich aus und führe mich hin dazu, wie Saul zu Samuel.
Gestern Abend ging es mir gar nicht gut. Ich habe kaum Luftbekommen, die Luftröhre brannte wie Feuer und der ständige Reizhusten machte es noch viel schlimmer. Ich habe Panik bekommen, obwohl ich hätte doch wissen müssen, dass nichts an dir vorbei geht ohne dass du dein ok draufdrückst. Also, was wolltest du mir damit sagen? Heute früh geht es mir wieder etwas besser. Ich hoffe sehr und bitte dich ganz dolle, dass es immer besser wird und ich das Thema Luft wieder einpacken kann. Aber was wolltest du mir damit sagen? Ich hatte keinen Stress, dass du mir hättest sagen können: „Mach mal ne Spur langsamer.“ Oder wolltest du mir für heute nochmal zeigen, dass ich zum Stamm Benjamin gehöre? Zu den den Kleinen, Bedeutungslosen, zu Saul, mit dem du noch etwas vor hast?
Nun lege ich diesen Tag vor deine Füße und bitte dich, D., A. und T. zu beschützen und zu behüten. Bitte halte Kummer und Schmerz von ihnen fern. Besonders A. möchte ich dir ans Herz legen, mit seiner Verletzung. Bitte, bitte, lass ihn erkennen, wie unrecht er in deinen Augen gehandelt hat.
Und bitte, führe und leite auch mich durch diesen Tag, und ich will alles annehmen, als käme es von dir. Ja, diesen Satz sage ich jeden Morgen. So auch gestern und trotzdem meckere ich, dass es mir schlecht ging und geht. Das ist nicht okay. Bitte, Vater, hilf mir diese Dinge anzunehmen, nicht nur im Kopf, sondern ganz und gar bis in die kleine Zeh.
Und das alles trage ich dir im Namen Jesu vor.
Amen

o o o o o

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