Tag 142 -1. Samuel 13:1-7

1 Keiner weiß, wie alt Saul eigentlich war, als er Präsident wurde, aber insgesamt hatte er zwei Jahre lang das Sagen über die Israeliten.

2 Er suchte sich dreitausend Männer aus, die für seine Armee eingezogen wurden. Zweitausend davon standen unter dem direkten Befehl von Saul. Sein Regierungssitz lag in Michmas und auf den Bergen bei Bet-El. Die restlichen tausend standen unter dem Befehl von seinem Sohn Jonatan, der in Gibea stationiert war. Gibea lag in dem Gebiet vom Familienstamm Benjamin. Die anderen Leute konnten auf Befehl von Saul wieder nach Hause gehen.

3 Jonatan tötete dann einmal einige Soldaten der Philister, die als Außenposten in Gibea stationiert waren. Die Geschichte stand am nächsten Morgen im „Philister Tageblatt“, und alle erfuhren davon. Saul schickte sofort eine Nachricht an alle Leute im Land, weil er wollte, dass die Israeliten über die Sache informiert waren.

4 Überall erzählte man jetzt an den Stammtischen: „Saul hat ein paar Soldaten von den Philistern getötet! Die sind jetzt superstinkig auf uns!“ Daraufhin wurden alle wehrfähigen Männer eingezogen. Man sammelte sich in Gilgal, um mit Saul in den Krieg zu ziehen.

5 Die Philister hatten auch ihre Armee an den Start gebracht, um gegen Israel zu kämpfen. Sie hatten alleine 30 000 Panzer und 6000 andere Kampffahrzeuge aufgefahren. Dazu Bodentruppen mit so vielen Soldaten, dass man sie unmöglich zählen konnte. Sie bauten ihr Lager bei Michmas auf, was östlich von Bet-Awen lag.

6 Als die Soldaten von Israel sahen, dass die andere Armee deutlich in der Überzahl war, kriegten sie voll die Panik. Einige versteckten sich im Wald, in irgendwelchen Höhlen, in Tiefgaragen oder in unterirdischen Bunkern.

7 Viele flüchteten aber auch über den Jordanfluss ins Gebiet von Gad und nach Gilead. Saul war mit seiner Truppe immer noch in Gilgal. Auch seine Mannschaft hatte mega Schiss.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Als die Israeliten sahen, dass sie durch diese Menge in Not kommen würden, versteckten sie sich in Höhlen und in Dornengestrüpp, in Felsen, Grabkammern und Zisternen.
(1Sam 13:6)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Als ich diese 7 Verse gelesen hatte, habe ich mein weißes Haupt geschüttelt. Warum immer diese Klopperei? Warum kann man nicht mal friedlich miteinander umgehen? Warum zeigt uns Gott im AT immer wieder diese Kriegsspielereien? Hat er denn keine andere Möglichkeit gefunden, um uns das beizubringen, was er zu uns sagen möchte?
Da ich aber nicht ansatzweise Gottes Denken habe, muss ich mich wohl damit begnügen, was er uns nun mal hat aufschreiben lassen.
Und das ist in diesem Fall wieder die Konflikte zwischen Israel, den Philistern, Glaube und Unglaube.
In meinem Kommentarbuch von Gaebelein steht folgendes:
„Jonatan erscheint hier zum ersten Mal. Sein Name bedeutet „Jahwe hat gegeben“. Er ist das Gegenteil seines armen Vaters; der Sohn ist ein Mann wahren Glaubens und eifert für Gott. Diesen Glauben offenbart er, als er das Heerlager der Philister schlägt.“
Hm. Kann ich jetzt so nicht nachvollziehen. Aus diesen ersten Versen kann ich nicht erkennen, dass Jonatan Gott gefragt hat, was er tun soll?
Was Saul allerdings draus macht ist schon übel. Die ganzen Lorbeeren des Sieges stolz für sich einheimsen.
Als das Volk aber sahen, wie sich die Philister aufrüsteten, kam das große Jammern, die nackte Panik. Angst, pure Angst.

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich denke nach. Ich denke nach, wie diese 7 Verse sich auf MEIN Leben auswirken können. Ja, klar, immer erst Gott fragen, nicht stolz sein usw., aber das findet sich überall in der Bibel. Diese 7 Verse … Am meisten berührt mich die nackte Angst der Israeliten als sich die Philister zu einem großen Kampf rüsten. Ich stell mir vor, ich mittendrin. Wo ist das nächste Erdloch, in das ich verschwinden könnte? Alles erscheint so furchtbar bedrohlich.
Was tue ich, wenn ich mich erart bedroht fühle und sich die Erde nicht vor mir auf tut, dass ich in ihr verschwinden könnte?
Vor ein paar Monaten noch, in der tiefsten Krise meines Lebens überhaupt, hätte ich wahrscheinlich Tavor geschluckt. Ein Bedarfsmedikament, ein Beruhigungsmittel, nachts eine Schlaftablette… Willkommen in der sogenannten „modernen“ Welt.
Und heute? Heute würde ich voller Verzweiflung zu Gott beten, ihn anflehen, irgendetwas zu tun, mir zu helfen und dann mit „aber dein Wille geschehen“ demütig warten, was passiert.
Die Angst, das Zittern wäre wahrscheinlich geblieben, aber auch die Hoffnung, dass alles irgendwie gut ausgehen wird…

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, was war das heute wieder für ein Bibeltext? Dabei habe ich ganz andere Feinde als die Philister. Und die sitzen nicht hochgerüstet hinter einem Busch, sondern in meinem Kopf. Manchmal sind auch die ganz schön stark und dann kann ich auch nur dich bitten, mit mir zu kämpfen und mich nicht in ein sinnbildliches Erdloch zu verschwinden.
Dabei bin ich sosososo dankbar, dass ich schon soweit bin, wie ich bin. Eigentlich warte ich darauf, dass es draußen nicht mehr so heiß ist. Auch heute soll es wieder 30° werden, dass ich wieder raus kann, raus unter Menschen, raus in die Natur.
Aber ich will nicht meckern, die vergangenen warmen Tage und meine Zu-Hause-Bleiben-Müssen hat soviel in meinem Kopf gemach, konnte ich soviel biblische Vorträge auf Youtube hören, soviel lesen und nachdenken, dass es auf keinen Fall eine verlorene Zeit war. Nun drängt es mich aber wieder hinaus. Die Sehnsucht nach Natur, Wald, Blumen … ist so groß geworden …
Bitte Vater, ich möchte dich auch heute am Sonntag bitten, D., T. und A. zu behüten und zu beschützen. Alle drei haben es nicht leicht und kämpfen jeden Tag durch alle möglichen Schwierigkeit. Lass sie nicht darin ersticken. Heute aber möchte ich ganz doll für A. bitten, ich habe sehr das Gefühl, es geht ihm gar nicht gut, dass er verzweifelt ist und nicht weiß, was er machen soll. Bitte Vater zeige es ihm! Du kannst helfen, du weißt wie.
Bitte Vater, beschütze und behüte auch mich, lass den Tag ein guter werden! Nimm mir alles Schmerzen soweit weg, dass ich sie ertragen kann, gib mir die Kraft, meine kleine Wohnung in Ordnung zu halten und mich um meinen kleinen Hund kümmern. Und nebenbei könntest du mir bitte auch noch sagen, was ich dem Hund jetzt als Futter geben könnte. Das jetzige stinkt erbärmlich. Ich kann mich nicht damit anfreunden.
Und so trage ich dies alles vor dich im Namen Jesu.
Amen

o o o o o

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