Tag 143 – 1. Samuel 13:8-23

8 Saul wartete dort auf den Propheten Samuel. Er hatte Saul ja versichert, er würde in einer Woche nach Gilgal kommen. Aber als er am achten Tag immer noch nicht da war, entfernten sich die ersten Soldaten von der Front und verdünnisierten sich.

9 Saul beschloss darum, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. „Tiere für ein Opferritual herbringen, aber sofort!“, befahl er seinen Leuten. „Ich werde jetzt hier ein Abfackelopfer und ein paar Dankopfer alleine durchziehen!“ Nachdem die Sachen da waren, fing er an, das ganze Opferding durchzuziehen.

10 Als er gerade das Abfackelopfer beendet hatte, war Samuel endlich da. Saul ging ihm entgegen, um ihn zu begrüßen.

11 Aber Samuel sagte zu ihm: „Verdammt, Saul! Was haben Sie für einen Blödsinn angestellt?“ – „Äh, wieso, ich musste was unternehmen“, antwortete er. „Die Soldaten waren am Weglaufen, weil Sie nicht pünktlich hier waren! Und die Philister haben auch nicht auf Sie gewartet, die stehen jetzt schon vor Michmas.

12 Ich hab mir ausgerechnet, dass die jetzt bald nach Gilgal runterkommen und uns angreifen würden, bevor ich Gott um Hilfe bitten konnte. Darum hab ich mich getraut und in der Zeitnot einfach das Opfer alleine durchgezogen!“

13 „Ganz toll, können Sie nicht mal Ihr Hirn einschalten? Damit haben Sie die Linie übertreten und sich nicht an das gehalten, was Gott Ihnen gesagt hatte. Er hätte Sie gerade jetzt als Präsident über Israel voll bestätigen können. Auch in Zukunft hätte keiner mehr was gegen Sie oder Ihre Nachfolger sagen können.

14 Aber jetzt wird Ihre Amtszeit nicht mehr lange dauern, weil Sie nicht das getan haben, was Gott von Ihnen wollte. Er hat sich jetzt schon einen anderen für Ihren Posten ausgeguckt. Den mag er, und den hat er schon als neuen Chef für seine Leute bestimmt.“

15 Nach diesem Gespräch dampfte Samuel wieder ab. Von Gilgal ging er nach Gibea hoch, was im Gebiet vom Familienstamm Benjamin lag. Saul sammelte noch mal die verbliebenen Soldaten und kam nach einer Zählung nur noch auf 600.

16 Saul und Jonatan hatten ihre Lager bei Geba im Gebiet vom Familienstamm Benjamin aufgeschlagen, die Philister hatten ihr Lager auf der anderen Seite bei Michmas stehen.

17 Die Befehlshaber der Armee von den Philistern schickten drei Abteilungen los, die das Land ausrauben und plündern sollten. Die eine zog nach Norden und die andere in Richtung Ofra, was im Gebiet von Schual lag.

18 Die andere wurde nach Westen geordert, und zwar zogen sie in Richtung Bet-Horon. Die dritte ging zu dem Hügel, von dem aus man das Hyänental und die Wüste sehen kann. Das liegt im Osten.

19 Damals gab es keine Waffenindustrie bei den Israeliten, weil das die Philister strengstens verboten hatten. Waffen waren generell verboten. Sie wollten einfach verhindern, dass sich Leute von Israel wieder wehren konnten.

20 Jeder der aus beruflichen Gründen eine Waffe brauchte, musste sich deswegen eine amtliche Erlaubnis bei den Philistern dafür holen.

21 So ein Waffenschein kostete 80 Euro für große Kaliber, für eine Pistole zahlte man 40.

22 Darum hatten keiner der Soldaten, die bei Saul und Jonatan waren, eine Knarre oder ein MG dabei. Nur Saul und sein Sohn hatten richtige Waffen.

23 Ein Vorposten von der Armee der Philister war beim Talübergang von Michmas stationiert worden, um diesen zu sichern.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

„Das war sehr dumm von dir!“, sagte Samuel. „Du hast den Befehl von Jahwe, deinem Gott, nicht ausgeführt. Denn gerade jetzt hätte er dein Königtum über Israel für immer bestätigt. 14 Aber nun wird es keinen Bestand haben. Jahwe hat sich einen Mann gesucht, der ihm gefällt, und ihn zum Führer über sein Volk bestimmt. Denn du hast dich nicht an das Gebot Jahwes gehalten.“
(1Sam 13:13-14)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Tja, das ist ja dann mal dumm gelaufen. Gleich bei der ersten größeren Prüfung fällt Saul durch. Saul sollte auf Samuel warten. Er konnte nicht warten, nicht auf Gott warten und präsentierte äußerlichen Glauben. Er hatte keine Geduld, er war nicht gehorsam. Gott mag keinen Ungehorsam. Und wie er das bewertet, wird hier gezeigt. Saul Zeit als König war begrenzt worden, er hatte sein „lebenslänglich“ verspielt durch Ungehorsam.

Aber noch etwas anderes ist mir bei den heutigen Bibelabschnitt aufgefallen, hat mich „angesprungen“. Die „Feinde“, die Philister hatten hatten dafür gesorgt, dass es im ganzen Gebiet Israels keinen Schmied mehr gab. Die Israeliten konnten also ihre Waffen nicht mehr schärfen.
Und nun kommt ein kühner Gedanke in die Gegenwart. Unser Feind (Satan) hatte im Mittelalter auch fertig gebracht, dass es keine Bibeln (nur in den Klöstern noch) mehr gab. Und heute versucht er das Wort Gottes einfach zu verwässern. Ganz viele nehmen es nicht mehr so genau, was in ihr steht. Es wird angezweifelt, ob es das Wort Gottes überhaupt ist, werden Abschreibefehler vermutet und herumgedeutet, dass Gott es wohl an vielen Stellen gar nicht so gemeint haben kann und versucht es zu verweltlichen. Das Schwert Gottes wird stumpf …
Und ja, da krieg ich gleich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich die „Volxbibel“ zu Beginn jedes Beitrages voranstelle.

Glauben uns Leben umgesetzt

Ich setze jetzt gleich den Gedanken fortführen. Nein, ich ändere es nicht. Ich bleibe bei diesem Blogaufbau. Ja, ich lese die Verse zu Beginn wirklich in der Volxbibel, aber eher um mich darauf einzustimmen, um was es in diesem Abschnitt geht. Das kann man verurteilen oder nicht. Ist mir wurscht. Da meine Konzentration durch meine Medikamente stark eingeschränkt ist, erfasse ich so das Thema und kann dann besser in meiner Elberfelder Bibel nachlesen und auf bestimmte Formulierungen achten. Das hat sich für mich als beste Methode herausgestellt. Ganz besonders mag ich auch die Neue evangelische Übersetzung, aber diese Buchform habe ich nicht als Schreibrandbibel und kann somit mir dort nur schwierig Notizen machen. Also kommt mein „Schlüsselvers“ aus dieser Übersetzung. Mit dieser Kombination komme ich am besten klar. Genau das muss jeder für sich selbst finden. Es gibt ja noch jede Menge anderer Übersetzungen und jeder hat da wohl sein Lieblingsdings.
Nun noch ein Gedanke zu dem Gehorsam, den Saul nicht hält und Gott hart bestraft.
Dessen muss man sich wirklich bewusst machen. Gott mag kein Ungehorsam und er wird ihn sicherlich immer bestrafen. Ich habe auch meine „Strafe“ hinter mir. Gott hat mich ganz schön hart in die Schranken gewiesen. Leider habe ich das erst hinterher erkannt, habe meine Fehler allesamt bei anderen gesucht, wie böse die doch sind. Ja, sicherlich verhalten sich auch andere nicht korrekt, aber genau das zu bewerten ist nicht mein Job. Ich muss mir an die eigene Nase ziehen. Ich bin so tief gefallen, aber Gott war es, der mich wenige Stunden vor dem Suizid doch noch gerettet hat. Er hat mich nicht fallen lassen. Und es bedurfte erst 2 Jahre Psychotherapie eines wirklich guten Therapeuten, der mir Platz im Kopf geschaffen hat, dass ich wieder zurück bin zu Gott, zu seinem Wort und mir es seitdem wirklich besser geht. Nein, der Therapeut hat das Wort „Gott“, „Bibel“, „Glauben“ nicht in den Mund genommen, aber ich konnte erkennen, was mein Leben vor dem Absturz so reich gemacht hatte und das war genau der „Schlüsselpunkt“, wo Heilung ansetzen kann.

Mein Gebet für meinen Tag

Heute schreibe ich mein Gebet für meinen Tag nicht hier auf, weil die Zeit ein bissel knapp geworden ist und ich einen Arzttermin habe. Auf dem Weg dorthin habe ich eine Stunde Busfahrt, wo ich ganz viel Zeit habe, zu beten, mich Gott zu nähern und nachzudenken.
Und das ist heute meine Art, mit Gott mein Gespräch zu führen …

o o o o o


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