Tag 144 – 1. Samuel 14:1-15

1 An einem Tag sagte Jonatan (zur Erinnerung: ein Sohn von Saul) zu seinem Bodyguard: „Lass uns mal da drüben hingehn, wo dieser Außenposten von den Philistern ist!“ Seinem Vater Saul sagte er aber nichts davon.

2 Der machte gerade eine Pause am Ende von Gibea, in der Gegend von Migron, und ruhte sich im Schatten von einem Apfelbaum aus. Die restlichen 600 Soldaten waren mit ihm dort.

3 Außerdem war der Priester Ahija dabei, ein Sohn von Ikabods Bruder Ahitub. Er war das Enkelkind vom Priester Pinhas und der Urenkel von Eli. Eli hatte damals in Schilo den Job als Priester gehabt. Der Priester Ahija hatte die Tasche dabei, wo diese besonderen Lose drin lagen. Von den Soldaten um Saul hatte keiner mitbekommen, dass Jonatan nicht mehr dabei war.

4 Der Ort, von wo aus Jonatan durch das Tal laufen wollte, war von zwei Felsen eingerahmt. Diese Felsen nannte man Bozez und Senne.

5 Der eine Felsen ragte im Norden, wo Michmas lag, in den Himmel. Der zweite Felsen war im Süden, auf der Seite von Geba.

6 Jonatan sagte zu dem Bodyguard: „Wir gehen jetzt zu dem Posten dort drüben hin. Nicht vergessen: Das sind alles voll dreckige Leute, die ohne Gott leben! Für Gott ist das ein Klacks, uns hier einen Sieg klarzumachen, egal ob wir jetzt mega viele Soldaten sind oder nur zu zweit.“

7 „Jawohl!“, antwortete der Bodyguard. „Ich bin dabei, Sie können sich auf mich verlassen! Nur zu, setzen Sie Ihre Idee ruhig um!“

8 „Okay, hier ist mein Plan“, meinte Jonatan. „Wir gehen langsam auf sie zu. Dabei sollen die uns ruhig sehen können.

9 Wenn die dann zu uns sagen: ‚Halt! Stehenbleiben, bis wir bei Ihnen sind!‘, dann bleiben wir sofort stehen, wir gehen nicht zu ihnen hoch.

10 Falls sie jetzt aber sagen: ‚Kommen Sie hoch!‘, dann wäre das ein Zeichen von Gott, dass er uns helfen wird, die zu besiegen.“

11 Sie schlichen sich also nicht von hinten an die Philister ran, sondern gingen ganz offen auf die zu. Als die Soldaten Jonatan und seinen Begleiter sahen, meinte der eine zu dem anderen: „Ha! Da kommen ja zwei von diesen israelitischen Schissern aus ihrem Hasenloch rausgekrochen!“

12 „Kommt hoch zu uns“, riefen sie Jonatan zu. „Wir wollen euch mal was beibringen!“ Jonatan flüsterte seinem Begleiter zu: „Hinter mir her! Gott hat dafür gesorgt, dass wir diesen Kampf gewinnen werden!“

13 Er kletterte einfach nach oben, und sein Begleiter hinter ihm her. Als sie oben waren, fielen die Philister plötzlich vor Jonatan einfach um, und sein Begleiter musste ihnen nur noch einen Kopfschuss verpassen!

14 Bei diesem ersten Angriff von Jonatan und seinem Begleiter töteten sie anschließend zwanzig Soldaten auf einer Fläche von nur 250 m².

15 Die anderen Soldaten der Phi-lister kriegten alle plötzlich voll die Panik. Also einmal die Männer, die im Lager waren, und auch die auf dem Gelände, das ganze Heer und auch die Wachen sowie alle, die gerade unterwegs waren, um Häuser auszuplündern. Und dann gab es auch noch ein Erdbeben der Stärke 6! Spätestens jetzt machten sich alle Philister in die Hose vor Angst. Diese Panik hatte Gott organisiert.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Wenn sie aber sagen: ‚Kommt herauf zu uns!‘, dann klettern wir hinauf, denn dann hat Jahwe sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns das Zeichen sein.“ 
(1Sam 14:10)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Jonatan und sein Begleiter waren wohl die einzigen Gläubigen im Lager der Israeliten. Während die anderen noch ihre Wunden leckten, liefen sie los und vertrauten auf Gott. Und nur auf ihn. Sie trautem ihm alles zu und.
Sie warfen sich auf Gott und ließen ihn entscheiden. Und Gott beantwortete ihren Glauben. Wie er es immer tut.

Glauben ins Leben umgesetzt

Immer voll auf Gott setzen, mit ihm rechnen, fällt in unserem vollgestopften Alltag oft schwer. Es fehlt an Zeit, auf Gott zu hören, seine Stimme zu hören, darauf zu warten, Geduld haben. Wir wollen alles immer gleich und sofort. Wir kriegen ja sonst alles gleich in unserer schnelllebigen Zeit. „Entschleunigung“ ist jetzt so ein Modewort, oder auch „Achtsamkeit“. Oder Minimalismus“. Egal, ob Modewort oder nicht. Aber sich ein stückweit zurücknehmen und sich auf Gott und seine Führung einlassen, wäre so viel mehr wert, als jetzt und sofort immer alles zu haben, zugedröhnt mit dem Müll unserer Zeit und Gott eine Chance geben, mit uns reden zu können.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, gestern war ein so schwerer Tag für mich. Und ich weiß nicht warum. Ich habe mich so abscheulich gefühlt, obwohl gar nichts passiert ist. Es war so ein Krampf- und Kampftag, schwer auszuhalten. Und genau das ist es, was mich jetzt belastet. Es ist überhaupt NICHTS passiert, was das rechtfertigen würde. Ich hatte nur ein routinemäßigen Besuch beim Arzt. Und wenn mich schon solche Nichtigkeiten aus der Bahn werfen … Selbst heute Morgen noch kroch mich dieses depressive Gefühl an: „Was soll das alles noch? Wofür? Warum? Es wäre doch besser, ich wäre gar nicht da, dann hört diese Quälerei endlich auf!“ Dabei ist gar nichts da, was mich quält. Sondern einfach nur meine Kraftlosikeit, meine Leistungsinsuffizienz. Mist. Bitte, Vater, sei bei mir, beschütze mich vor diesem doofen Gefühl, aufgeben zu wollen! Trage mich durch den heutigen Tag, ganz langsam, ganz ruhig, ich will mich einfach nur an der festhalten. Halte mich.

o o o o o

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