Tag 146 – 1. Samuel 14:24-52

24 Als in einer Phase von diesem Kampf die Israeliten schon fast auf der Verliererseite standen, drohte Saul den Soldaten: „Ich will, dass keiner von euch heute auch nur ein Snickers anfasst, bevor ich mich nicht richtig an meinen Feinden gerächt habe! Wer das trotzdem tut, hat ein großes Problem, er ist verflucht!“ Darum aßen die Leute die ganze Zeit nichts.

25 Zu der Jahreszeit war gerade Apfelernte, und überall standen Bäume mit reifen Äpfeln dran.

26 Die Bäume waren so voll mit Äpfeln, dass die Äste am Brechen waren. Aber keiner traute sich, einen davon zu essen, wegen dem Spruch, den Saul abgelassen hatte.

27 Allerdings war Jonatan gerade auf dem Klo, als Saul das gesagt hatte, und wusste nichts davon. Er ging zu einem Baum, schnappte sich den größten Apfel, den er finden konnte, und biss einmal herzhaft rein. Die Vitamine taten ihm echt gut, und er lebte richtig auf.

28 Ein anderer Soldat, der das mitbekam, sagte zu ihm: „Hey, dein Vater hat das strengstens verboten! Jeder, der heute etwas isst, hat ein fettes Problem, er ist verflucht!“ Jonatan sah sich die Leute an und hatte etwas Mitleid mit ihnen, weil die alle voll den Kohldampf schoben.

29 Darum sagte er: „Mein Vater peilt das nicht richtig, er bringt uns noch alle um. Ich mein, schaut mich an! Mir geht’s von dem einen Bissen schon jetzt hundertmal besser als vorher.

30 Unser Sieg wäre noch viel höher ausgefallen, wenn wir uns vorher anständig ernährt hätten. Man hätte zum Beispiel den Proviant von den Feinden essen können, den wir von denen geklaut haben. Dann hätten die Philister noch viel mehr auf die Mütze bekommen als so schon!“

31 Die Armee der Israeliten verfolgte die Philister auf ihrer Flucht an dem Tag noch bis nach Ajon. Dann waren die Soldaten aber alle echt durch,

32 sie stürzten sich auf die Tiere, die man erbeutet hatte, und starteten eine fette Grillparty. Schafe, Rinder, Kälber, alles wurde geschlachtet und an Ort und Stelle gegessen, ohne vorher das Blut von den Tieren ordentlich auf den Boden auslaufen zu lassen.

33 Saul bekam dann die Meldung rein: „Deine Truppe baut gerade richtig Mist, und sie betrügen Gott damit. Sie essen das Fleisch von den Tieren direkt dort, wo sie geschlachtet wurden, und haben auch das Blut nicht richtig auslaufen lassen! Das ist verboten!“ – „O nein! Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regel!“, rief Saul. „Bringt mir mal einen großen Stein her!“

34 Dann befahl er: „Sagt überall den Soldaten, dass jeder sein Rind oder Schaf sofort her zu mir bringen soll! Hier sollen die Tiere richtig geschlachtet werden. Dann kann man sie auch essen, ohne etwas gegen Gottes Willen zu tun. So, wie sie es jetzt machen, an der Stelle, wo auch das Blut liegt, ist es total falsch! Und man darf absolut kein Blut essen.“ Alle brachten noch in der Nacht ihre Tiere zu Saul, um die an der Stelle richtig zu schlachten, wie es üblich war.

35 Saul baute da aus dem Stein einen Tisch, einen Altar. Das war das erste Mal, dass Saul einen Altar für Gott gebaut hatte.

36 Als er fertig war, meinte er zu den Soldaten: „Lasst uns doch jetzt noch losziehen und die ganze Nacht lang Philister jagen gehen! Wir sollten alles mitnehmen, was wir kriegen können. Keiner soll am Leben bleiben!“ – „Okay, abgemacht! Wie du es sagst, soll alles auch passieren!“, – antworteten sie. Die Priester hatten aber Einwände: „Wollen wir nicht zuerst noch mal Gott fragen, ob das wirklich so eine gute Idee ist?“

37 Also fragte Saul Gott: „Was meinst du? Soll ich die Philister jagen gehen? Soll ich sie bis ins flache Land verfolgen? Wirst du dafür sorgen, dass wir diesen Krieg ganz gewinnen?“ Aber Gott antwortete nicht.

38–39 Saul war entschlossen, die Antwort da drauf zu finden. Er holte einen Oberst aus seiner Armee zu sich und befahl ihm: „Heute hat hier irgendjemand richtig Mist gebaut. Wir müssen herausfinden, wer das war und was genau passiert ist. Der Schuldige muss sterben, egal wer das ist. Mein Sohn Jonatan ist da mit eingeschlossen. Das schwöre ich euch bei Gott, der immer zu uns gehalten hat, Leute!“ Nach dieser Ansage sagte ihm aber keiner was.

40 Also sagte Saul: „Passt auf, alle stellen sich jetzt auf eine Seite, und ich und mein Sohn Jonatan auf die andere Seite!“ – „Ja, ist gut, machen wir das so!“, antworteten seine Leute.

41 Saul fing an zu beten: „Hey, Gott! Du bist der Gott von uns Israeliten! Warum hast du mir heute nicht geantwortet? Ich bitte dich, dass du mir jetzt durch die besonderen Lose zeigst, was Sache ist! Zeig mir, ob ich oder Jonatan Mist gebaut haben oder ob die Leute Mist gebaut haben.“ Die Lose wurden gezogen und zeigten, dass die anderen Leute keine Schuld hatten.

42 „Hm, jetzt will ich es genau wissen. Die Lose sollen sagen, ob ich Schuld habe oder mein Sohn!“ Das Losen hatte ein klares Ergebnis: Die Schuld lag bei Jonatan.

43 „Junge! Was hast du denn gemacht? Jetzt rück raus damit!“

44 „Ähh, ich hab mir nur einen ganz kleinen Apfel gegönnt, echt. Aber wenn es so sein soll, dann bin ich bereit zu sterben!“, sagte Jonatan zu seinem Vater. „Gott soll mich dafür bestrafen, wenn ich dich jetzt am Leben lasse!“, rief Saul.

45 Aber die Kollegen von Jonatan fielen ihm ins Wort: „Was? Das kann nicht dein Ernst sein! Soll Jonatan jetzt wirklich sterben, obwohl wir durch ihn diesen gigantischen Sieg eingefahren haben? Never, nicht mit uns! Wir werden das nie und nimmer zulassen! Weil Gott ihm so geholfen hat und auf seiner Seite stand, konnten wir diese krassen Kämpfe heute überhaupt nur packen!“ Saul hörte auf die Argumente, und so wurde Jonatan von den Soldaten vor dem Tod gerettet.

46 Saul hatte aber keinen Bock mehr auf Krieg gegen die Philister. Er drehte um und ging mit seinen Leuten nach Hause. Deswegen konnten die restlichen Philister in ihr Gebiet zurückkehren, ohne dass ihnen noch was passiert ist.

47 Nachdem Saul der Präsident über Israel geworden war, führte er noch eine Menge Kriege, gegen alle Feinde, die rings um ihr Land wohnten. Gegen Moab, Ammon, Edom, Zoba und gegen die Philister. Saul fuhr überall nur Siege ein.

48 Er galt als unheimlich mutig und besiegte sogar die Amalekiter, die alle zwei Köpfe größer waren als der Rest. Er befreite die Israeliten von allem Pack, das ihr Land nur ausbeuten wollte.

49  Saul hatte drei Söhne: Jonatan, Jischwi, der auch Isch-Boschet genannt wurde, und Malkischua, und zwei Töchter, die ältere hieß Merab, die jüngere Michal.

50  Die Frau von Saul hieß übrigens Ahinoam. Sie war eine Tochter vom Ahimaaz. Der oberste General seiner Armee hieß Abner. Abner war ein Sohn von Ner, der wiederum ein Onkel von Saul war.

51  Kisch, der Vater von Saul, Ner und der Vater von Abner waren nämlich Brüder. Ihr gemeinsamer Vater hieß Abiel.

52  In der Zeit, in der Saul am Leben war, gab es immer wieder heftige Kriege gegen die Philister. Darum zog er jeden Mann, der gut kämpfen konnte und mutig war, gleich zum Kriegsdienst ein.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Jonatan wusste nichts von dem Fluch, mit dem sein Vater das Volk belegt hatte. Er tauchte den Stab, den er in der Hand hatte, mit der Spitze in eine Honigwabe und aß von dem Honig. Da leuchteten seine Augen auf.
(1Sam 14:27)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt.

So richtig verstehe ich nicht, warum in der Volxbibel etwas von einem „Apfel“ steht, in den „normalen“ Übersetzungen aber von Honig. Was ist an „Honig“ nicht zu verstehen?
Okay, Saul hatte also unsinnigerweise verordnet, NICHTS zu essen. Jonatan wusste nix davon und nahm eine Spitze von dem Honig.
Saul nahm so ziemlichen jeden Fehler mit. Dadurch, dass er das Essen verbot (ohne Gott zu fragen), stürzten sich seine Soldaten auf das Fleisch der eroberten Tiere und ließen diese wahrscheinlich vor Hunger nicht ausbluten.
Jetzt errichtete Saul einen Alter, vermutlich fürchtete er sich vor dem Gericht Gottes. Er fragte Gott und dieser antwortete nicht. In seiner selbstgerechten Art, ist er nun sogar bereit, Jonatan zu opfern. Das Volk rettete Jonatan vor seinen eigenen Vater. Welch eine Erniedrigung für Saul. Alles falsch gemacht …
Gaebelein beschreibt aber eine Situation am Rande, die mir so gar nicht aufgefallen wäre:

„Sein eigener Sohn Jonatan, dem das Gebot des Vaters unbekannt war, nimmt ein wenig Honig auf dem Ende seines Stabes und empfängt daraus Erfrischung. Honig ist das Bild der natürlichen Dinge und ihrer Süße. Es ist nicht verboten, sie in richtiger Weise zu gebrauchen. Wie Jonatan sollen wir sie nur mit dem äußersten Ende des Stabes berühren und nur ein wenig davon nehmen. Wäre Jonatan auf die Knie gefallen und hätte allen Honig genossen, den er essen konnte, es würde ihn nicht erfrischt, sondern kampfunfähig gemacht haben. Jonatan war belebt von dem bisschen Honig, den er zu sich genommen hatte, während das Volk ohnmächtig wurde.“

Es klingt irgendwie irre und nicht passend, aber ich dachte sofort an meinen riesigen Eisbecher von gestern. Einen Tag zuvor hatte ich einen ebensolchen. Wenn ich Eis zu Hause habe, dann esse ich solange, bis nichts mehr da ist. Das können dann je nach Packung 6-8 Stück sein, oder 1l. Es grenzt an Sucht, ich kenne keine Grenzen. Genauso Schokolade.
Und mit diesem kurzen Bibeltext und dem Kommentar von Gaebelein ist mir das wieder dermaßen bewusst geworden, dass ich JETZT etwas tun muss. Dass diese Schlemmerei einfach nicht gut ist.
Belangloser Kram? Sicher, wenn man die Weltpolitik betrachtet oder den Heilsplan Gottes. Aber für mich kleinen Winzling hat das schon eine Bedeutung.
Soll heißen, ich werde mich bemühen, diese Dinge wirklich bewusst zu mir zu nehmen. Nur ein bisschen. Eben nur 1 Stück Schokolade oder 1 Kugel Eis. Das hat etwas mit Konsequenz zu tun. Denn richtige Sucht geht anders. Habe ich nämlich Unmengen davon gegessen, fühle ich mich richtig schlecht hinterher. Ab jetzt werde ich drauf achten. Ich bin gespannt, inwieweit mir das gelingt.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, es klingt irre, in Sauls Leben mein Verhältnis zu Eis und Schokolade zu entdecken. Aber du bist Gott, du sprichst selbst dort zu mir, wenn ich es anders nicht verstehe. Das kannst nur du. Du bist großartig!
Ich danke dir für den gestrigen Tag, es ging mir mal wieder gut. Super! Solche Tage brauche ich zum Durchschnaufen!
Heute steht bei mir nichts Wichtiges es, ich bitte dich trotzdem gut auf mich aufzupassen und auch auf T. 14 Uhr hat sie einen Termin mit ihrer zukünftigen Einzelfallhelferin. Bitte, bitte gib ihr jemand, die ihr wirklich helfen kann, die zu ihr passt. Sie ist so verzweifelt und braucht jemand so dringend, die ihr hilft.
Pass auch auf D. und A. auf und natürlich auch auf die Jungs. Und heute bitte ich dich auch für K. und seinen Vater. Bitte lass den Vater einsichtig sein, dass auch er Hilfe benötigt und K. die Kraft, dass er gut helfen kann. Auch K. bewegt sich gerade in seinem Hamsterrad und tritt ganz heftig auf der Stelle. Sie alle bräuchten dich!
Und das trage ich alles dir vor und bitte dich, meinen Tag zu lenken und zu leiten in Jesu Namen
Amen

o o o o o


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