Gehorsam ist besser als Opfer

Als mich der Herr in seinen Dienst berief, forderte er mich auf, meine Arbeit zu kündigen. Ich sollte darauf vertrauen, dass er uns mit allem versorgen würde, was wir über das Gehalt meines Mannes benötigten, und mich auf meinen künftigen Lehrdienst vorbereiten. Die Vorstellung, kein Geld zu verdienen, fiel mir sehr schwer. Ehrlich gesagt, jagte sie mir sogar Angst ein. Ich hatte seit meinem 13. Lebensjahr gearbeitet und war es gewohnt, finanziell unabhängig zu sein. Aus Angst beschloss ich, meine Vollzeitstelle aufzugeben und eine Teilzeitstelle anzunehmen, statt das zu tun, wozu mich Gott aufgefordert hatte. Diese Teilzeitstelle hatte ich nur für kurze Zeit, dann wurde mir gekündigt. Ich war eigentlich eine gute Arbeitnehmerin und der Grund für diese Kündigung hatte nichts mit meiner Arbeit zu tun, mein Chef hatte eine persönliche Abneigung gegen mich. Ich war Gott ungehorsam gewesen und er hatte mir in dieser Arbeitssituation seine Gunst verweigert. Ich hatte versucht, Gott teilweise zu gehorchen, und musste lernen, dass Gehorsam nur echter Gehorsam ist, wenn er vollständig ist.

Genauso wie Saul hatte ich ein Opfer gebracht, statt gehorsam zu sein (siehe 1Sam 15:22). Gott hatte gesagt, dass ich meine Arbeit kündigen solle. Das hatte ich getan, aber ich hatte sie durch eine Teilzeitstelle ersetzt. Meine Teilzeitstelle kam einem „Teilzeit-Ungehorsam“ gleich. Oft denken wir, wir könnten mit Gott aushandeln, aber das funktioniert nie. Es gibt nur einen Weg, und das ist sein Weg. Es gilt: Alles oder nichts!

Der ist in Bezug auf Ungehorsam sehr deutlich. Er sagt, dass Ungehorsam Auflehnung ist und in der Bibel wird Auflehnung sogar mit Zauberei gleichgesetzt (siehe 1Sam 15:23). Wir meinen vielleicht, unsere Gedanken wären besser als Gottes Gedanken, aber er bezeichnet diese Einstellung als Eigensinn und vergleicht sie mit Götzendienst (siehe Vers 23). Warum Götzendienst? Weil wir unsere eigenen Ideen zum Götzen machen und sie über Gottes Anweisungen erheben.

Saul lehnte sich auf und verspielte damit die Chance, König zu bleiben. Wie viele Menschen denken wohl, sie würden Gott gehorchen, obwohl sie ihm in Wirklichkeit ein Opfer bringen, das für Gott nicht annehmbar ist? Diese Menschen führen ein kümmerliches, unerfülltes Leben und geben Gott oft die Schuld für etwas, dass sie sich selbst zuzuschreiben haben.

Gott verlangt sofortigen, vollständigen Gehorsam, nichts anderes ist ausreichend. Wenn wir das, was er von uns verlangt, als zu schwer empfinden, dürfen wir nicht vergessen, dass er verheißt, uns dabei Gnade zu schenken. Wir müssen nur dafür offen sein.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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