Tag 147 – 1. Samuel 15:1-23

1 An einem Tag kam Samuel mal bei Saul zu Besuch. Er sagte ihm: „Saul, ich hab ne Nachricht für Sie. Gott hat mir ja immerhin damals den Job gegeben, Sie zum Präsidenten über seine Leute, die Israeliten, zu machen. Darum sollten Sie mir jetzt auch gut zuhören, kapito?

2 Das ist es, was der Chef dieser Welt, unser Gott, Ihnen heute sagen will: ‚Ich möchte, dass die Amalekiter jetzt dafür bluten müssen, dass sie Israel gedisst haben, als die auf ihrem Weg raus aus Ägypten waren. Sie haben ihnen damals einfach den Weg versperrt.

3 Also, auf geht’s! Sie sollten gegen die Typen in den Krieg ziehen und sie komplett plattmachen. Die Rote-Karte-Aktion muss bei denen radikal durchgezogen werden! Jeder muss sterben, ohne Gnade, alle Männer und Frauen, Kinder, Babys, Kühe, Schafe, Katzen, Pferde, einfach alles.‘“

4 Saul unterschrieb einen Einzugsbefehl von allen wehrfähigen Männern. Die sollten sich in der Kaserne in Telaim zur Musterung sammeln. Insgesamt waren das 200 000 Soldaten, dazu noch 10 000 Mann aus Juda.

5 Mit dieser Armee zog Saul bis in die Nähe der Hauptstadt von den Amalekitern und versteckte sich da im Tal.

6 Dort lebten auch die Keniter, die entfernt mit den Israeliten verwandt waren. Die bekamen von Saul noch ne Warnung rein: „Verzieht euch schleunigst von hier und trennt euch von den Amalekitern! Sonst werden wir euch mit denen zusammen komplett ausradieren müssen. Ihr seid ja immerhin nett zu uns gewesen, als wir euch auf unserer Reise aus Ägypten getroffen haben.“ Die Keniter nahmen die Warnung ernst und verschwanden schleunigst aus der Gegend.

7 Und dann startete Saul den Angriff auf die Amalekiter. Der Sieg war überwältigend, von Hawila bis Schur an der ägyptischen Grenze wurden die Feinde geschlagen.

8 Der Präsident Agag wurde von Saul verhaftet und abgeführt. Bei dem Rest der Amalekiter zog er die Rote-Karte-Aktion durch, alle wurden per Genickschuss getötet.

9 Allerdings wurde die Aktion nicht an Agag ausgeführt und auch nicht bei den Tieren. Alle Schafe, Ziegen und Rinder, zumindest die gesunden Tiere, das Mastvieh und so, alles was irgendwie Kohle gebracht hätte, wurde nicht getötet.

10 Gott hatte dann mal wieder ein Gespräch mit Samuel.

11 „Ich glaub, das war ein großer Fehler, Saul zum Präsidenten zu machen. Er hat keinen Bock auf mich und tut, was er gerade lustig findet, und meine Befehle führt er nicht aus.“ Samuel war echt am Ende, als Gott ihm das gesagt hatte. Die ganze Nacht betete er wie blöd und versuchte Gott umzustimmen.

12 Am nächsten Morgen packte er seine Sachen und fuhr los, um mit Saul zu sprechen. Er hatte gelesen, dass Saul gerade in der Stadt Karmel auf Besuch gewesen war, um sich dort so ein Denkmal einzuweihen, was an den letzten Sieg im Krieg erinnern sollte. Danach wäre er weiter nach Gilgal gezogen.

13 Als Samuel dort ankam, begrüßte ihn Saul am Eingang. „Hey, Samuel! Gott ist voll auf Ihrer Seite! Ich hab alles genau so durchgezogen, wie Gott es gesagt hatte!“

14 „Hä? Und was sind das dann für Schafe und Rinder, die da rumblöken?“, fragte Samuel.

15 „Ach, das sind nur ein paar der besten Schafe und Rinder, die meine Leute extra nicht getötet haben, damit wir sie Gott in einem Opferritual schenken können. Den Rest haben wir komplett plattgemacht!“

16 „Halten Sie die Klappe! Ich muss Ihnen jetzt erst mal die Sachen erzählen, die Gott mir letzte Nacht gesagt hat!“, unterbrach ihn Samuel. „Dann legen Sie mal los!“, antwortete Saul.

17 „Hören Sie zu: Sie sind der Chef von allen Israeliten, der Präsident. Obwohl Sie immer gesagt haben, dass Sie das gar nicht verdient haben, hat Gott Sie trotzdem zum Präsidenten gemacht.

18 Er war es, der Sie zu den Amalekitern geschickt hat, oder? Seine Ansage war klar und deutlich: „Bekämpfe sie so lange, bis alles bei denen tot ist, keiner soll überleben. Zeig ihnen die rote Karte!“

19 Und warum haben Sie das nicht gemacht? Warum haben Sie dem Befehl von Gott nicht gehorcht? Warum haben Sie sich die Sachen von der Beute gezockt, obwohl Sie wissen, wie ätzend er das findet?“

20 „Äh, aber wieso, ich hab doch alles gemacht, was er wollte!“, stammelte Saul. „Ich hab den Amalekitern die rote Karte gezeigt, ich hab den Präsidenten Agag hierhergebracht.

21 Die besten Tiere haben meine Leute nur deswegen nicht getötet, weil wir sie hier in Gilgal für Gott abfackeln wollten!“

22 „Okay. Worauf steht Gott mehr: auf ein nettes Dankopfer oder ein Abfackelopfer? Oder da drauf, dass seine Leute genau das durchziehen, was er ihnen gesagt hat? Gott zu gehorchen ist tausendmal besser als so ein Opferritual! Und Gott wirklich zuzuhören ist besser als das fetteste Steak von einem Rind.

23 Nicht zu tun, was Gott gesagt hat, ist genauso schlimm wie Satanismus, und sich gegen das zu stellen, was er will, ist genau so schlimm wie zu Plastikgöttern zu beten. Weil Sie nicht das getan haben, was Gott von Ihnen wollte, hat Gott keinen Bock mehr auf Sie. Ihre Präsidentschaft ist hiermit vorbei!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Doch Samuel erwiderte: „Freut Jahwe sich mehr über Opfer,  die man schlachtet und verbrennt,  als daran, dass man ihm gehorcht?  Merk dir: Gehorsam ist ihm wichtiger als Opfer,  auf ihn zu hören, ist ihm mehr wert als das Fett vieler Schafböcke. 23 Ungehorsam ist für ihn eine Sünde wie die Zauberei,  Auflehnung gegen ihn so schlimm wie Götzendienst.  Weil du das Wort Jahwes verworfen hast,  verwirft er auch dich als König.“
(1Sam 15:22-23)

Oh Mann, da hat Saul einen eindeutigen Auftrag von Gott bekommen und führt ihn nur halbherzig aus. Dass, was er anders sieht, tut er einfach nicht. Und kommt dann mit Ausreden, er wolle diese Dinge doch Gott opfern.
Dass das Gott nicht lustig findet ist klar und hat Konsequenzen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Aber tun wir es nicht oft ähnlich?
Zum Beispiel Steuern. Verheimliche ich bei der Steuererklärung etwas, weil ich nicht möchte, dass mit „meinem“ Geld Dinge finanziert werden, die ich nicht mag (diese Dinge werden sowieso finanziert, ob ich nun die 2 Euro angebe oder nicht). Oder verschweige ich Einnahmen, weil ich eh schon soviel Steuern zahle und ja auch jede Menge für die Gemeinde tue. Da gebe ich lieber mehr in den Klingelbeutel als dem Finanzamt. Auch das ist Eigenwillen, denn Gott hat dazu eine klare Meinung. Ganz klar. Es gibt sicherlich noch tausend andere Beispiele, dass ich mir nur das aus Gottes Wort herauspicke, was mir gefällt, dass andere mache ich halt anders.
Nein, an dem heutigen Beispiel mit Saul kann man sehen, wie Gott darüber denkt. Eindeutig.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute zeigst du mir wieder ganz eindeutig, wie du darüber denkst, wenn wir uns an deinem Wort vorbeimogeln wollen. Und ich denke mal, es gibt sicherlich in jedem Leben so ein Punkt, wo wir innerlich murren, wenn wir nicht damit einverstanden sind, was du sagt und von uns möchtest.
Ich habe es ja selbst erfahren mit J. Ich wusste, wie du über Ehe denkst, wusste es ganz genau. Von mir kam aber eben dieses „aber ich“ „ich bin doch ein Sonderfall, da musst du es doch anders sehen ….“ Nein, tut er nicht. Und dann kommt der Fall. Am besten gleich und tief, damit man es merkt und nicht schleichend und in Raten.
Ich habe daraus gelernt und trage noch die Narben davon. Und wünsche mir so sehr, dass es mir nicht noch einmal passiert. Bitte, Vater, beschütze mich davor. Führe und leite mich sanft, aber sag mir bitte ganz genau, was du von mir möchtest, was ich tun soll. Bitte.
Gestern war D. wieder so zerstört, sucht tausend Fehler bei sich, die sie nicht begangen hat. Bitte hilf ihr doch, dass sie nicht mehr so verzweifelt ist. Ihre Katastrophe ist nun 9 Monate her, 9 harte Monate. Ich fände es gut, wenn du ihr jemand vorbei schickst, der ihr Selbstwertgefühl wieder stärkt und ihr Kraft gibt. Du hast so viele Engel. Ein einziger würde reichen.
Und das trage ich heute vor dich in Jesu Namen.
Bitte Vater, hilf ihr! Bitte!
Amen

o o o o o


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