Tag 151 – 1. Samuel 17:1-30

1 Irgendwann gab es wieder Krieg. Die Philister zogen ihre Armee zusammen, um bei Socho, im Gebiet vom Familienstamm Juda, gegen die Israeliten zu kämpfen. Sie schlugen ihr Lager in Efes-Dammim auf, das zwischen Socho und Aseka lag.

2 Saul trommelte die ganze Truppe zusammen und traf sich mit allen Soldaten von Israel im Eichental. Beide Armeen standen sich gegenüber.

3 Auf der einen Seite standen die Philister, auf der anderen Seite die Israeliten. Dazwischen lag nur das Tal.

4 Plötzlich trat bei den Philistern ein Soldat aus den Reihen. Sein Name war Goliat. Er kam aus der Stadt Gat und war über 3 Meter groß!

5–6 Goliat sah aus wie ein Terminator. Sein Armeeanzug bestand aus einer schusssicheren Weste, die mit Metallplatten behängt war. Er hatte Arm- und Schienbeinschoner aus Stahl. Dazu trug er immer ein MG, eine Pumpgun, zehn Handgranaten und eine Maschinenpistole mit sich rum. Die ganze Ausrüstung mit Waffen wog alleine über 80 Kilo. Man sagte, er sei unbesiegbar.

7 Die Pumpgun war eine Spezialanfertigung und so dick wie der Mast einer Straßenlaterne. Ein weiterer Soldat ging immer vor ihm her, nur um seinen Stahlhelm zu tragen.

8 Der Typ stellte sich vor der ersten Reihe der Truppen von den Philistern breitbeinig hin und schrie: „Pah, was wollt ihr überhaupt hier, ihr Deppen! Ich kämpfe für das ganze Volk der Philister, und ihr kämpft nur für euren mickrigen Präsidenten Saul! Hey! Schickt mir den besten von euren Soldaten rüber, dann machen wir einen Zweikampf. Ich hau den platt wie einen Pfannkuchen!

9 Wenn der es dennoch schafft, mich zu besiegen und zu töten, küssen wir Philister euch ab sofort die Füße und tun alles für euch! Aber wenn ich ihn besiege, dann müsst ihr ab sofort alles für uns tun. Ist das ein Deal oder was?“

10 Er schrie immer weiter rum: „Hey, ich verarsch euch nur noch, eure Soldaten sind doch voll die Idioten! Gebt mir nur einen Mann, der es mit mir aufnimmt! Den mach ich kaputt, ich schwör!“

11 Saul und alle Soldaten hörten, wie dieser riesige Soldat von den Philistern ihre Leute die ganze Zeit verarschte. Das machte ihnen richtig Angst, und sie bekamen langsam voll die Panik.

12 Wie gesagt, hatte Isai acht Söhne, von denen einer David war. Er gehörte zum Efrat-Clan aus Bethlehem, aus dem Gebiet Juda. Isai selbst war schon lange ausgemustert, weil er für den Wehrdienst zu alt war. Das passierte alles in der Zeit, als Saul in Israel das Sagen hatte.

13 Die drei ältesten Söhne von Isai waren mit den Soldaten von Saul in den Krieg gezogen. Und zwar waren das Eliab (der älteste), Abinadab und Schamma.

14 David war der jüngste Sohn vom Isai.

15 Er kam immer wieder von seinem Job beim Präsidenten nach Hause und passte weiter auf die Schafe von seinem Vater auf.

16 Vierzig Tage lang machte Goliat voll den Lauten. Immer morgens und abends ging er nach vorne und forderte einen der Israeliten raus, mit ihm zu kämpfen.

17 Irgendwann meinte Isai zu David: „Junge, geh raus zu deinen Brüdern an die Front. Bring ihnen von mir diese Kühlbox mit etwas zu essen mit.

18 Für den Chef ihrer Abteilung, den Hauptmann, packst du noch mal zehn Schnittchen ein. Frag mal, wie es deinen Brüdern geht, und bring irgendwas von denen wieder mit, damit ich weiß, dass sie noch am Leben sind.

19 Die müssten gerade alle im Eichental mit den anderen Soldaten sein und gegen die Philister kämpfen!“

20 „Okay!“, sagte David zu seinem Vater. Er stellte sich früh am nächsten Morgen den Wecker, übergab seine Schafherde einem anderen Typen, packte die Sachen auf sein Moped und fuhr los an die Front. Als er in die Nähe des Lagers kam, rückte gerade das ganze Heer aus, um im Bodenkrieg gegen die Philister zu kämpfen. Die Männer stellten sich im Tal auf und schrien gerade ganz laut: „Aaaattackeee!“

21 Das Heer der Philister hatte sich den Israeliten genau gegenüber aufgestellt.

22 David parkte sein Moped bei der Lagerwache und lief an die Front zu seinen Brüdern. „Ist noch alles okay bei euch?“, wollte er von ihnen wissen.

23 In dem Moment hatte dieser Philister Goliat aus Gat wieder seinen großen Auftritt. Er forderte die Israeliten zu einem Zweikampf auf und schrie laut rum. David hörte alles, was er sagte.

24 Kaum stand der Typ auf der Matte, hatten die Israeliten schon wieder die Hosen voll. Alle wichen einen Schritt zurück und zogen die Köpfe ein.

25 „Da ist wieder dieser Goliat, hast du den gesehen?“, sagten sie zueinander. „Der kommt immer wieder, nur um uns zu dissen! Auf den hat der Präsident ein fettes Kopfgeld ausgesetzt, wer den tötet, der ist reich. Es wurde sogar gesagt, dass derjenige für den Rest seines Lebens keine Steuern mehr zahlen muss, und dazu darf er auch noch die Tochter vom Präsidenten heiraten!“

26 David fragte noch mal nach: „Wie jetzt? Was für eine Belohnung bekommt man, wenn man diesen Schwachmaten tötet? Dieser Typ, der Gott noch nicht mal kennt, darf doch nicht einfach die Armee von dem echten Gott verarschen, ohne bestraft zu werden!“

27 Also erklärten ihm die anderen Soldaten noch mal, was man ihm vorher schon mal gesagt hatte: „. . . und das alles wird der Typ kriegen, wenn er diesen Goliat tötet!“

28 Sein ältester Bruder Eliab kam echt mies drauf, als er mitbekam, wie David sich mit den Männern unterhielt. „Was willst du hier, Mann? Lässt du unsere Mini-Schafherde einfach alleine da draußen rumstehen oder was? Wer passt jetzt auf die auf? Du bist doch total gaga, ich ahne schon, warum du hergekommen bist: Du wolltest bestimmt doch nur mal ein Handyvideo machen, während wir hier am Kämpfen sind, und es bei Youtube einstellen. Stimmt’s?“

29 „Hey, was ist los, was hab ich dir getan?“, antwortete David. „Darf man nicht mal fragen, oder wie?“

30 Dann drehte er sich um und fragte noch mal einen anderen Soldaten, aber er bekam die gleiche Antwort von dem.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

… Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister da, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt? 
(1Sam 17:26)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

David gegen Goliath …. Das ist das Vorspiel zu der Geschichte, die wahrscheinlich jeder kennt. Oder wenigstens den Namen nach. Ich finde es einfach köstlich wie David hier für andere völlig naiv fragte, was denn dieser Goliath eigentlich will. Man bräuchte doch vor einem Unbeschnittenen nicht diese dermaßen große Angst zu haben, da sie ja auf ihrer Seite Gott haben.
Aber daran dachten die Israeliten nicht, da fehlte es einfach an Gottvertrauen. David hatte diese und kam mit seinem Gottvertrauen kindlich-naiv rüber.

Glauben ins Leben umgesetzt

Und genauso einen Glauben möchte Gott von uns. Er möchte, dass wir ihm auch in ausweglosen Situationen blind vertrauen. Wie kleine Kinder ihren Vater. Was bin ich früher (vor meinem Absturz, aber als gestandene Frau) für meinen kindlich-naiven Glauben belächelt worden. Mir wurde vorgeworfen, ich wäre „weltfremd“. Ich habe das damals als Kompliment aufgefasst. „Weltfremd“- hatte Jesus nicht gesagt, wir sollen uns von der Welt fern halten? Und genau zu diesem kindlich-naiven Verhalten will ich wieder, weil er gut tut, weil Gott seine ganze Größe zeigen kann, weil es der richtige Weg ist.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich finde es einfach toll, wie du mich durch diese Bibellese wieder Stück für Stück zu dir ranziehst und mir zeigst, was ich mir habe alles klauen lassen. Mir geht es bei diesem Bibellesen nicht vordergründig um die biblische Geschichte, sondern um das, was du mir jeden Tag ganz persönlich zu sagen hast. Und heute ist es, dass ich wieder dieses naiv-kindliche Vertrauen zu dir haben darf, dass du jeden Riesen bekämpfen kannst. Dafür danke ich dir wieder so sehr!
Mein persönlicher Riese ist zur Zeit das Wetter, es soll wieder so heiß werden, ich hoffe, die letzte heiße Woche in diesem Sommer. Bitte hilf mir dabei, alles gut durchzustehen und dass ich doch Kleinigkeiten machen kann.
Sei auch heute wieder bei D. und N., er ist krank kann nicht zur Schule. Bitte kümmere dich heute gut um ihn. Bitte lass es keine ernsthafte Erkrankung sein, dass wäre für D. einfach jetzt zuviel. Noch kämpft sie mit ihrer neuen Lebenssituation. Eben bekomme ich die Nachricht, es geht ihm besser! Danke für die prompte Gebetserhörung! Super!
Sei bitte auch bei T. Sie hat mir ihren Kontoauszug zum Ausdrucken geschickt. Ich habe gesehen, dass sie für diesen Monat (und wir haben erst den 22.) nur noch 4,70€ auf dem Konto hat. Bitte zeig mir, wie ich ihr am Besten helfen kann, ohne dass es ihr unangenehm ist. Irgendwie.
Und natürlich sei auch bei mir. Beschütze und behüte mich und halte allen Kummer von mir fern. Zeig mir, was ich alles für dich tun kann.
Das trage ich alles vor dich in Jesu Namen
Amen

o o o o o

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