Tag 158 – 1. Samuel 20:1-11

1 David packte seine Sachen und floh aus der Siedlung in Rama. Als er sich mit seinem Freund Jonatan traf, fragte er ihn: „Sag mal, was hab ich eigentlich deinem Vater getan? Was hat der gegen mich, dass er mich unbedingt töten will?“

2 „Du wirst nicht getötet“, erwiderte Jonatan. „Mein Vater bespricht eigentlich alles, was er tut, vorher mit mir, egal ob das wichtige oder unwichtige Sachen sind. Sag mir nur einen Grund, warum er ausgerechnet das nicht einmal erwähnt haben sollte! Das ist totaler Quatsch, glaub mir bitte!“

3 „Hey, Mann, dein Vater hat schon lange kapiert, dass wir beide gute Freunde sind. Darum erzählt er dir nichts davon, ist doch logo!“, meinte David zu ihm. „Er sagt sich: ‚Jonatan darf das nicht mitkriegen, damit er nicht traurig wird.‘ Aber ich bin mir echt hundertpro sicher, dass ich schon mit einem Bein im Grab stehe!“.

4 „Hm, was denkst du denn, kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte Jonatan.

5 „Also morgen fängt der neue Monat an. Ich bin an dem Tag eigentlich beim Präsidenten zum Essen eingeladen gewesen, hatten wir schon vor langer Zeit abgemacht. Aber wenn das für dich okay ist, werde ich mich lieber erst mal für eine Weile in den Untergrund begeben.

6 Falls dein Vater sich nach mir erkundigt, erzähl ihm, ich hätte bei dir angefragt, ob ich mal übers Wochenende nach Bethlehem verschwinden könnte. Dort ist ja mein Geburtsort, und meine ganze Familie feiert da jedes Jahr eine Party, bei der auch Opferrituale durchgezogen werden.

7 Wenn dein Vater dann sagt: „Ist doch in Ordnung“, dann bin ich in Sicherheit. Wenn er aber voll aggromäßig draufkommt, dann kannst du davon ausgehen, dass er was ganz Übles mit mir vorhat.

8 Bitte tu mir den Gefallen, ja? Mach es unserer Freundschaft wegen. Wir haben ja vor Gott so ne Art Freundschaftsvertrag miteinander geschlossen. Hey, wenn ich wirklich was ausgefressen habe, dann kannst du mich sofort töten, oder liefere mich am besten gleich deinem Vater aus!“

9 „Bis du noch ganz dicht?“, antwortete Jonatan. „Wie kommst du denn zu so einer Aussage? Wenn ich wirklich merke, dass mein Vater bereits beschlossen hat, dich zu töten, dann bis du der Erste, der das von mir erfährt!“

10 David fragte weiter: „Wie machen wir das denn jetzt? Wer soll mir denn Bescheid geben, wie dein Vater reagiert hat und ob er jetzt ausgerastet ist oder nicht?“

11 „Lass uns mal spazieren gehen und draußen über die Sache weiterreden, okay?“, fragte ihn Jonatan. Als sie dann draußen unterwegs waren,

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Jonatan fragte: „Was willst du? Was kann ich für dich tun?“
(1Sam 20:4)

Meine Erkenntnis des Tages
Glauben ins Leben umgesetzt

David hatte Angst vor Saul. Große Angst. Und Angst ist kein guter Ratgeber. (Ja, ich kann schlau daherreden, bin ja selbst so ein bekennender Angsthase). Und in dieser Angst vertuscht er die Wahrheit, besser, er sagt Jonatan soll dies vor Saul tun. Er versteckt sich auf dem Feld, Jonatan soll anderes erzählen. Eine Notlüge? Durch Unwahrheiten sich aus gefährlichen Situationen herausreden? Jesus hatte das nie getan. Aber wir sind nicht Jesus und nicht vollkommen. Wir können uns immer nur bemühen, immer wieder und immer wieder …..

Mein Gebet für diesen Tag

Papa, das ist heute wieder ein echt hartes Stück Text. Ja, ich gebe auch zu, mich aus manch unangenehmer Situation herausgeredet zu haben. Mein ganzes Leben durch. Ja, es waren immer nur kleine Alltagsdinge. Aber, ich habe auch schon jede Menge Dinge einfach verschwiegen, um mich nicht allzu sehr ins negative Licht zu setzen. Wie Schuppen fällt es mir von den Augen, wie oft es in den letzten 60 Jahren doch war. Dabei hielt ich mich immer für einen ehrlichen Menschen. Aber manchmal ist verschweigen auch unehrlich, man kann nicht zu den Dingen stehen, die man getan hat. Wie oft erkenne ich das bei anderen, wenn sie nicht zu den Dingen stehen und nun das. Papa, ich bitte dich so sehr um Vergebung für all das, was ich nicht ehrlich gesagt und getan habe. Ich werde mich ganz dolle bemühen, immer ehrlich zu sein, egal ob es mir dann schadet. Ein Riesending fällt mir ein: Eines meiner Dauermedikamente wird mir zwar immer verschrieben, aber ich nehme es nicht. Ich vernichte das Rezept. Einfach, damit ich sagen kann: „Ich nehme dieses Medikament…“ Um anzudeuten: so schlecht geht es mir! Ja, mir geht es nicht gut, aber dieses Medikament hat solche schlimmen Nebenwirkungen, die nicht auszuhalten sind. Ein anderes Medikament, was noch infrage käme, wurde aus welchem Grund auch immer vom Markt genommen. Ich bitte dich, gib mir die Kraft, dem Arzt einfach zu sagen, dass ich es nicht nehmen kann. Vielleicht gibt es ja noch etwas anderes….
Oh man, was ist das heute für ein Text. Gestern schon und heute drückst du nochmal zu. Ja, ich habe es jetzt verstanden.
Papa, ich lege dir diesen Tag zu Füßen, bitte beschütze D., T. A. und mich. Lege alle Hände über uns und gib uns die Kraft, die wir für diesen Tag brauchen, lass alles so geschehen, wie es für uns am Besten ist. Dein Wille geschehe!
Dies alles trage ich in Jesu Namen vor dich
Amen

o o o o o

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