Tag 159 + 160 + 161 – 1. Samuel 20:12- 21:1

12 sagte Jonatan nach einer Zeit: „Also, mein Freund, ich schwöre dir hiermit, dass ich übermorgen meinen Vater testen werde. Ich bin mir eigentlich ganz sicher, dass du keine Angst haben musst, aber wenn es doch einen Grund dafür gibt, werde ich dich irgendwie darüber informieren.

13 Wenn ich es nicht schaffe, dich zu warnen, soll Gott mich dafür bestrafen! Wenn mein Vater wirklich vorhat, dich zu töten, kannst du von mir aus verschwinden, um dich in Sicherheit zu bringen. Gott soll dir dann auf die gleiche Art helfen, wie er meinem Vater früher auch schon geholfen hat.

14 Bitte sei immer so gut zu mir, wie Gott zu dir ist, und bring mich nicht um, wenn du mal Präsident bist!

15 Und sorg bitte dafür, dass meiner Familie nichts passiert, wenn Gott alle deine Feinde plattmachen wird.“

16 Jonatan machte dann mit David einen Vertrag, dass Jonatans Familie nichts passiert, wenn Gott die Feinde von David bestrafen wird.

17 „Unterschreibst du das jetzt? Schwörst du mir, dass du das durchziehst? Wir sind doch beste Freunde, oder?“ David unterschrieb den Vertrag, denn er mochte Jonatan wirklich so sehr wie sein eigenes Leben.

18 „Morgen beim Essen werden alle nach dir fragen, wenn dein Stuhl leer ist.

19 Zwei Tage später kommst du an die Stelle, wo du dich schon mal versteckt hast. Dort hinter dem großen Stein.

20 Ich werde dann im Garten auf meine Torwand schießen und einen Schuss voll daneben ballern.

21 Pass auf: Wenn ich meinem Balljungen sage, er soll den Ball weiter vorne suchen, mehr in meine Richtung, dann ist das ein Zeichen für dich, das alles in Ordnung ist. Du bist dann nicht in Gefahr, da bin ich mir total sicher, Gott ist dann mein Zeuge.

22 Wenn ich dem Balljungen aber sage, er soll den Ball weiter weg suchen, dann verschwinde von hier, so schnell es geht. Das ist dann so, als würde dich Gott selbst wegschicken.

23 Vergiss die Sachen nicht, die wir besprochen haben. Gott ist Zeuge, dass wir diesen Vertrag miteinander geschlossen haben, und zwar für immer!“

24–25 David versteckte sich also draußen auf dem Gelände, so wie die zwei es besprochen hatten. Bei dem Essen, was an jedem Anfang des Monats veranstaltet wurde, kam der Präsident Saul und setzte sich an seinen Spezialplatz an der Wand, wo er sonst auch immer saß. Auf seiner linken Seite saß der General Abner, auf der gegenüberliegenden Seite sein Sohn Jonatan. Der Platz von David blieb dabei leer.

26 Saul regte sich erst mal nicht sonderlich da drüber auf, dass David nicht da war. „Der steckt bestimmt im Stau, oder er hat vergessen, diese religiöse Waschung für diese Woche zu machen. Ja, der ist bestimmt dreckig und darf gerade nichts essen“, sagte er zu sich selbst.

27 Als der Platz aber am zweiten Tag immer noch leer war, fragte Saul seinen Sohn Jonatan: „Warum ist dieser Spinner nicht da? Gibt es irgend-einen Grund, warum der Junge von Isai gestern und heute meine Einladung einfach ignoriert hat?“

28 „Ja“, antwortete Jonatan. „Ich soll David entschuldigen. Er musste ganz dringend nach Bethlehem.

29 Er hat mich echt angebettelt. David meinte zu mir: ‚Bitte lass mich gehen! Ich muss zu einem Familienfest nach Hause. Mein großer Bruder wollte unbedingt, dass ich da hinkomme. Sei doch so nett und erlaube mir das, damit ich meine Verwandten mal wieder besuchen kann.‘ Das ist der Grund, warum er heute nicht hier am Tisch sitzt.“

30 Saul rastete total aus: „Was bist du für ein Arsch! Ich hab schon lange kapiert, dass du und dieser verdammte Pisser unter einer Decke stecken! Das ist oberpeinlich, nicht nur für dich, sondern auch für deine Mutter, weil sie dich geboren hat!

31 Solange dieser Typ noch lebt, kannst du echt vergessen, dass du mal selber Präsident wirst! Ich erwarte von dir, dass du sofort einen Trupp zusammenstellst und ihn festnehmen lässt. David muss sterben!“

32 „Aber warum denn? Was hat er denn getan?“, fragte Jonatan.

33 Als er das sagte, zog Saul plötzlich seine Waffe und schoss auf ihn. Spätestens jetzt war klar, dass sein Vater David wirklich umbringen wollte.

34 Er stand wütend vom Esstisch auf und ging in sein Zimmer. Von diesem zweiten Tag der Festtage an konnte Jonatan nichts mehr essen, weil er sich solche Sorgen um David machte, denn sein Vater hatte ja den ganzen Hass gegen David bei diesem Essen rausgelassen.

35 Am nächsten Morgen ging Jonatan wie verabredet zu der Torwand. Er hatte einen Balljungen bei sich, der ihm beim Fußball immer die Bälle holte.

36 Jonatan schoss und der Ball flog weit an der Torwand vorbei. „Los jetzt, du musst den Ball wieder holen, den ich gerade weggeschossen hab!“, sagte er dem Jungen.

37 Als der Balljunge an der Stelle war, wo der Ball gelandet war, rief im Jonatan zu: „Liegt der Ball nicht viel weiter weg von dir?

38 Los, mach hinne, und hol ihn schnell!“ Der Junge hob den Ball auf und brachte ihn zurück zu Jonatan.

39 Er hatte keinen blassen Schimmer, dass das ein Zeichen war, nur David und Jonatan wussten davon.

40 Dann sagte er zu seinem Balljungen: „Hier hast du meinen Revolver. Bring den mal ins Waffengeschäft in der Stadt zum Durchchecken!“

41 Als er weg war, kam David aus seinem Versteck raus. Er rannte zu Jonatan, kniete sich vor ihm auf den Boden und verbeugte sich dreimal. Dann umarmten sich die beiden und weinten voll lange, besonders David war am Flennen.

42 „Jetzt zieh ab!“, sagte Jonatan schließlich zu ihm. „Und vergiss nicht unseren Vertrag, den wir vor Gott miteinander geschlossen haben, ja? Gott war Zeuge, und das bleibt er auch: Dieser Vertrag gilt zwischen uns und unseren Kindern, für immer.“

1  David ging sofort nach Hause, packte seine Klamotten zusammen und fuhr weg. Jonatan ging dann in die Stadt.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für des Abschnittes

… Wenn mein Vater aber wirklich deinen Tod beschlossen hat, dann werde ich es dir persönlich mitteilen und dich ziehen lassen, damit du dich in Sicherheit bringen kannst. Und Jahwe möge mit dir sein, wie er mit meinem Vater gewesen ist.
(1Sam 20:13)

Wow, das liest sich ja wie ein Krimi. Deshalb habe ich gleich 3 Tage aufeinmal gelesen.
Jetzt hat es also auch Jonatan verstanden, wie sehr sein Vater David hasst – ganz weit weg von einem gläubigen König. Dafür liest es sich aber fesselnd, wie sehr David und Jonatan sich mögen. Ich hätte mir gewünscht, Jonatan wäre mit David gegangen. Ich will die freundschaftliche Liebe der beiden nicht schmälern, aber ein bisschen erinnert mich das an den jungen Mann, der Jesus nachfolgen wollte, aber erst seinen Vater bestatten. Es hang sein Leben doch noch an dem weltlichen Vater. Ich mag das menschlich jetzt nicht bewerten wollen. Die Geschichte liest sich so schön.

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich weiß nicht, was ich aus dieser Geschichte für mein persönliches Leben rauslesen kann. Ja, solche Tage gibt es auch, wo ich die Bibel spannend finde, also auch die Geschichte, die gerade erzählt wird, aber mich kein Bibelvers so anspringt, dass ich denke: „Oh, da wirft mir Gott ja wieder einen Brocken vor die Füße und will mir etwas beibringen“. Also, weiterlesen. Morgen.

Mein Gebet für meinen Tag

Papa, noch 3 heiße Tage, noch 3! Dann habe ich es geschafft. Trotzallem muss ich heute einiges in der Wohnung machen. Die ganze letzte Zeit habe ich nur ein ganz geringes Mindestmaß erledigen können. Bitte, hilf mir dabei! Dass ich es schaffe und ich habe echt eine große Freude auf die nächste Woche, wo ich wieder aufleben kann. Vielleicht hast du es ja genau deshalb die Hitze zugelassen, damit ich wieder dankbarer werde, wenn ich die alltäglichen Dinge wieder erledigen kann. Gut, Aktion geglückt. Und dann hast du mir für Sonntag ins Ohr geflüstert, dass ich ja gar nicht backen muss, sondern auch Kuchen kaufen kann. Ich MUSS also NICHT den Backofen anwerfen. Gestern habe ich auch noch jemand aus der Gemeinde angerufen und gefragt, ob sie die Kuchen abholen könnten, damit ich nicht solange mit den Kuchen durch die Hitze laufen muss. Ich danke dir, dass du das in mein Kopf eingepflanzt hast. Ich wusste doch, dass ich mich auf dich verlassen kann. Ja, als ich dich um Hilfe gebeten habe, hatte ich im Kopf, dass du den Temperaturregler einfach 10° Grad runterdrehen möchtest. Aber nein, du hast es so gemacht. Warum auch immer, aber es ist bestimmt die beste Lösung. Du hast den Überblick über alles. Genau deshalb vertraue ich dir ja so sehr.
Also starte ich jetzt in den neuen Tag und schaue, was auf mich zukommt. Ach, um eines möchte ich dich noch ganz dolle bitten: Bitte, bitte, sei bei Lisa Wagenführ, sie hat ist erst 22 Jahre und hat Krebs im Endstadium. Sie leidet sehr. Bitte, bitte, wenn du meinst, dass sie sterben muss, dann mache es ihr bitte ganz leicht. Sie ist so ein wunderbares Mädel und hat die letzten 2 Jahre so dolle gekämpft und verloren. Sei diese letzte Zeit bei ihr, hilft ihr. BITTE! Ich flehe dich an, BITTE!
Nach diesen letzten Worten komme ich mir albern vor, dich um Schutz für mich zu bitten, ich tue es trotzdem. Beschütze und behüte mich, gib mir die Kraft, die ich für diesen einen Tag brauche und lass mich im Glauben wachsen.
Das alles trage ich vor dich in Jesu Namen
Amen

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