Tag 172 + 173 – 1. Samuel 25:1-22

1  In der Zeit starb der Prophetentyp Samuel. Überall in Israel wurde deswegen Staatstrauer angesetzt. Sie beerdigten ihn in der Stadt, wo er geboren worden war, in Rama. David zog dann noch weiter nach Süden bis in die Wüste Paran.

2  In dem Ort Maon lebte ein Millionär, der eine große Ranch hatte. Dort standen gerade 3000 Schafe und 1000 Ziegen von ihm rum, weil in der Zeit die Wolle von den Tieren abrasiert wurde.

3  Dieser Typ hieß übrigens Nabal, und er kam aus dem Kaleb-Clan. Seine Frau hieß Abigajil, und die war nicht nur unheimlich sexy, sondern dazu auch noch sehr schlau. Nabal war allerdings eher so ein Prolltyp und ziemlich fies unterwegs.

4  David bekam davon Wind, dass Nabal in Karmel war, um seinen Schafen die Wolle abrasieren zu lassen.

5  Darum schickte er zehn von seinen Männern mit dem Auftrag los: „Geht mal nach Karmel und bestellt Nabal einen schönen Gruß von mir und gebt ihm diesen Brief.“

6  In dem Brief stand drin: „Lieber Nabal. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Segen! Für Sie, für Ihre Familie und für alles, was Ihnen gehört!

7  Ich hab davon gehört, dass Sie Ihre Tiere bei uns ganz in der Nähe weiden lassen. Wir haben sie in Ruhe gelassen und in der Zeit, wo die in Karmel waren, ist nicht eins Ihrer Schafe geklaut worden oder gestorben.

8  Sie können das gerne mal überprüfen, es stimmt wirklich. Ich bitte Sie, dass Sie nett zu den Überbringern dieses Briefes sind und sie gut behandeln. Heute ist doch ein besonderer Tag für Sie, oder? Und seien Sie doch so nett, und geben Sie ihnen was zu essen mit, irgendwas, was bei Ihnen übrig ist und Sie sowieso wegschmeißen würden. Es ist für mich, für David, der alles für Sie tun würde. Freundliche Grüße, Ihr David“

9  Nachdem Nabal den Brief gelesen hatte, sagte er zu den Postboten:

10  „Hä? Was ist das denn für ein Typ? David? Aus was für einer Familie kommt der? Vom Isai? Nie gehört! Heutzutage gibt es echt genug Hirnies, die aus der Klapse geflohen sind und jetzt auf der Straße leben.

11  Die Lebensmittel, die wir hier haben, sind für meine Angestellten, die die Schafe abrasieren! Warum sollte ich davon etwas an Leute abgeben, von denen ich noch nicht mal weiß, wo die herkommen?“

12  Die Männer gingen zurück zu David und erzählten ihm, wie Nabal auf den Brief reagiert hatte.

13  „Zu den Waffen, Männer!“, rief David seinen Leute zu. Er schnappte sich seine MG und zog mit 400 von seinen Leuten los, die restlichen 200 blieben aber dort, um das Lager zu bewachen.

14 Einer von den Angestellten vom Nabal besuchte dann die Abigajil und erzählte ihr die ganze Geschichte. „Gerade waren ein paar Postboten vom David da. Er hatte einen echt netten Brief geschrieben, aber Nabal war davon nur total angepisst und hat rumgetobt.

15 Dabei waren die Leute von Davids Truppe immer voll nett zu uns. Wir hatten nie Probleme mit denen, und in der ganzen Zeit, wo sie da waren, hat man uns kein einziges Tier geklaut.

16 Solange die in unserer Nähe waren, wurden unsere Herden beschützt wie durch eine Mauer.

17 Kapieren Sie, was das bedeutet? Bitte unternehmen Sie was dagegen! Denn wenn nichts passiert, wird unser Chef bald tot sein, und wir alle auch. Er ist immer so scheiße drauf, man kann überhaupt nicht mit ihm reden! Er macht jeden nur zur Schnecke.“

18 Abigajil ließ sofort ihren Benz vorfahren und packte in den Kofferraum 200 Fladenbrote, zwei Kisten Bier, fünf Spießbraten, eine Kiste mit Kartoffelchips, 100 Portionen Müsli und 200 Gläser Erdbeermarmelade.

19 Sie befahl ihren Angestellten: „Fahrt mit dem Wagen schon mal vor, ich komme gleich nach!“ Ihrem Ehemann erzählte sie aber nichts davon.

20 Als Abigajil mit ihrem Auto gerade um eine Ecke bog, kam David ihr mit seiner Truppe entgegen.

21 David regte sich gerade noch mal total über die Reaktion von Nabal auf. „Das war doch alles für den Arsch! Ich hab die Schafe von dem Typen beschützt, obwohl die noch nicht mal mir gehörten. Nicht eins von den Viechern ist ihm in der Zeit geklaut worden! Und so wird einem das jetzt gedankt.

22 Ich schwör, bei Gott: Keiner von denen soll morgen noch leben!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Da befahl David seinen Männern: „Schnallt eure Schwerter um!“ Auch er nahm sein Schwert und zog los. 400 Mann folgten ihm, 200 ließ er beim Gepäck. 
(1Sam 25:13)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

David zog sich mit seinen Männern in die Wüste zurück und bekam ein Versorungsproblem. Er schickte deshalb einige Männer zu Nabal, einen reichen Mann und bat um etwas zu Essen für seine Leute. Nabal aber schickte sie arrogant weg.
Darüber war David dermaßen sauer und wütend, dass er sofort gegen ihn in den Kampf ziehen wollte. Zwar ist die Reaktion Davids menschlich verständlich, aber was war denn mit David los? Wo war der Mensch, der sich so friedlich gegenüber Saul verhielt?

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Antwort ist ganz einfach. Es st in jeden Menschen. Auch der friedlichste und gottgläubigste Mensch trägt diese „alte“ Natur noch in sich. Jeder. Auch ich. Und wer bin ich, dass ich das verurteilen darf? Gott ist Richter, nicht ich.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja ich halte mich für einen friedlichen Menschen, der auch so ziemlich für alles und jedem Verständnis hat. Das ist mir schon oft negativ angerechnet worden. Ich sei viel zu gutgläubig, ich sei ein dummes Schaf usw. Aber auch ich kenne das: Irgendetwas passiert, in meinem Kopf schaltet sich etwas aus und ich bin nur noch wütend und sauer und stinkig. Passiert selten, aber es passiert. Bitte Vater, hilf mir dann und bring mich wieder runter. Auch mein Gegenüber ist nur ein Mensch, dessen ganze Umstände ich gar nicht beurteilen kann. Ich will dir dann ganz vertrauen, dass du diese Sache richten wirst zu deiner Zeit. Nein, es geht nicht um Straftaten, die sehr wohl auch in dieser Welt angezeigt werden müssen, um weitere Straftaten zu verhindern. Es geht um rein menschliche Verhaltensweisen wie Nabel, der nichts von seinem Reichtum abgeben mag.
Vater, warum zeigst du mir gerade heute diese Verse? Ach, ich weiß. Ich war ein bissel grummelig, weil D. die ganze Woche nicht angerufen hat. Als es ihr schlecht ging, klingelte jeden Tag mein Telefon. Wenn ich ihr aber sage, dass es mir nicht gut geht, ist Ruhe. So war meine Wahrnehmung und ich war sauer. Und traurig. Heute Morgen nun hat sie mir eine Nachricht geschickt, wie schlimm sie gerade im Stress steckt. Oh, mein Gott, ich hatte sie schon in meinen Kopf verurteilt, dabei gibt es eine ganz natürlich Ursache. Für heute hat sie zwei Helfer, die ihr mit ihr den Weg vom Hauseingang zur Straße pflastern. Das Baumaterial muss auch ausreichend da sein. Nebenbei muss sie sich noch um dessen Verpflegung kümmern, J. möchte zum Friseur, morgen ist mit N. Handball, nachmittags Tierparklauf, N. und J. gehen Montag auf Klassenfahrt und das Gästezimmer muss entrümpelt und neu eingerichtet werden, damit C, vorübergehend dort einziehen kann. Eine Schlafgelegenheit fehlt auch noch. Na wenn das mal kein Grund ist.
Vater, ich glaube, das alles ist viel zu viel für sie und sie vermisst A. auch an dieser Stelle so sehr. Bitte, Vater, hilf ihr doch, dass sie es gut schafft. Bitte, lass sie nicht allein damit, ich habe Angst, dass sie sich übernimmt und zusammenbricht. Bitte, Vater, kümmere dich um sie. BITTE!
Und das trage ich heute vor dich, beschütze und behüte auch mich, halte Kummer und Schmerz von mir fern. Lass es für alle ein guter Tag werden.
Amen.

o o o o o

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