Tag 176 + 177 – 1. Samuel 26:1-25

1 Einige Leute aus Sif kamen nach Gibea zu Saul, um David zu verpetzen. „Er versteckt sich auf dem Hügel Hachila, gegenüber von Jeschimon“, steckten sie ihm.

2 Saul befahl 3000 seiner besten Soldaten, sich bereitzumachen, und marschierte mit denen in die Wüste Sif, um David zu suchen.

3 Als sie dort waren, bauten sie erst mal ihr Lager auf. David war in der Zeit noch in der Wüste unterwegs. Er hörte bald davon, dass Saul wieder hinter ihm her war,

4 und schickte deswegen ein paar Spione los, um die Lage auszuchecken. Die bestätigten ihm diese Information: Saul war tatsächlich wieder unterwegs.

5 David wollte sich selbst auch noch mal schlaumachen und schlich sich an das Lager vom Saul ran. Er konnte erkennen, dass die Zelte in einem großen Kreis aufgebaut waren. In der Mitte von dem Kreis stand das Zelt vom Präsidenten Saul. Der hatte sich dort gerade mit seinem General Abner in ihren Penntüten ne Runde aufs Ohr gehauen.

6 Bei David waren noch Ahimelech (ein Hetiter) und Abischai (ein Sohn von Zeruja) dabei. „Also, Leute: Ich werde jetzt versuchen, mich in das Lager von Saul reinzuschleichen. Wer kommt mit?“, fragte er die Männer. „Ich bin dabei!“, meinte Abischai.

7 Nachdem es dunkel geworden war, schlichen sich die beiden in das Lager. Vorbei an Abner und den anderen Soldaten schafften sie es, bis zum Schlafplatz von Saul zu kommen, dessen Zelt im Zentrum des ganzen Lagers war. Alle pennten seelenruhig, und auch der Präsident lag im Tiefschlaf. Direkt an seinem Kopf steckte sein Armeemesser in der Erde.

8 „Jetzt ist die Gelegenheit! Gott hat dafür gesorgt, dass du mit deinem Feind kurzen Prozess machen kannst. Ha, ich werde ihm jetzt mit seinem eigenen Messer die Kehle durchschneiden!“, flüstere Abischai zu David. „Ein Stich genügt, und du bist ihn für immer los!“

9 „Auf keinen Fall!“, sagte David. „Das kannst du nicht bringen! Jeder, der etwas gegen einen Präsidenten tut, den Gott extra ausgesucht hat, bekommt echt Probleme. Gott wird ihn dafür bestrafen!“, sagte David leise.

10 „Ich bin mir ganz sicher, Gott höchstpersönlich wird den Präsidenten aus dem Verkehr ziehen. Er kann dafür sorgen, dass er krank wird und stirbt, einen Autounfall hat oder im Krieg an der Front erschossen wird.

11 Ich will auf keinen Fall den einen Präsidenten töten, der von Gott ausgesucht und eingesetzt worden ist! Schnapp dir das Armeemesser und seine Wasserflasche, und dann lass uns so schnell es geht von hier verpissen!“

12 Abischai holte die beiden Sachen und gab sie David. Dann machten sie sich auf den Rückweg. Niemand bekam etwas von ihrem nächtlichen Besuch mit. Gott hatte dafür gesorgt, dass das ganze Lager in der Nacht ganz tief am Pennen war.

13 David ging dann auf einen Hügel neben dem Lager. Aus dieser sicheren Distanz holte er ein Megaphon raus und

14 weckte die ganze Truppe auf: „Huhu, Abner! Wo sind Sie?“ Abner wachte auf und schrie zurück: „Hä? Wer sind Sie denn? Wie kommen Sie überhaupt dazu, den Präsidenten aufzuwecken?“

15 David rief zurück: „Sind Sie nicht der Typ, vor dem alle Schiss haben? Was sind Sie überhaupt für einer? Warum haben Sie es noch nicht mal gepackt, den Präsidenten anständig zu beschützen? Gerade eben war jemand bei euch im Lager, der hätte ihn ganz leicht umbringen können!

16 Ganz tolle Leistung, Abner! Ich sag Ihnen mal was: Sie haben alle die Todesstrafe verdient! Sie haben es nicht gepackt, Ihren Präsidenten anständig zu bewachen! Sie haben als Security-Leute versagt! Sie wollen einen Beweis? Dann suchen Sie doch mal das Armeemesser vom Präsidenten oder die Wasserflasche. Ist beides nicht mehr da, oder?“

17 Saul hörte die ganze Zeit mit und erkannte plötzlich, dass es die Stimme von David war. „David? Bist du das? Mein Sohn David!“ – „Ja, mein Chef! Ich bin es, mein Präsident!“, rief David zurück.

18 „Warum sind Sie mit Ihren Leuten hinter mir her? Was hab ich Ihnen getan? Was hab ich Schlimmes verbrochen?“, sagte er weiter.

19 „Hören Sie mal, ich hab echt das Gefühl, jemand hat Sie gegen mich aufgehetzt. Aber Sie sind doch mein Präsident und mein Chef! Wenn Gott dahintersteckt, sollten wir vielleicht mal zusammen einen Gottesdienst organisieren und das Ding mit einem Opferritual wieder klarkriegen. Wenn aber Menschen uns gegeneinander aufstacheln, dann müssen die dafür bezahlen, sie sollten von Gott vom Platz gestellt werden. Diese Leute wollen ja, dass ich für immer verschwinde aus Ihrem Leben! Sie klauen mir meinen Anteil an dem Gebiet, was Gott mir versprochen hat! Sie fordern mich dazu auf, abzuhauen und mit irgendwelchen Plastikgöttern zu leben!

20 Das kann doch nicht in Ihrem Sinne sein!? Das dürfen Sie nicht zulassen, dass ich irgendwo sterbe, wo Gott nicht ist! Warum jagen Sie mich wie ein dummes Huhn, was weggelaufen ist? Hallo? Der Präsident von Israel versucht eine Mücke einzufangen?!“

21 Saul war beeindruckt: „Puh, ich bin so ein Idiot, ich hab Mist gebaut!“, rief er laut. „Bitte komm wieder zurück! David, du bist doch wie mein eigener Sohn! Ich werde dir nie wieder etwas tun, versprochen! Du hast letzte Nacht mein Leben verschont! Ich war wirklich total link zu dir!“

22 „Wenn Sie wollen, dann schicken Sie noch mal einen von Ihren Soldaten hoch, mein Präsident. Der soll Ihr Armeemesser abholen!“, rief David zurück.

23 „Gott belohnt jeden für das, was er macht. Jeder, der ihm treu ist und tut, was er sagt, kriegt eine Belohnung von ihm. Er hat heute dafür gesorgt, dass Sie ausgeliefert und wehrlos waren, ich hätte Sie töten können. Aber ich wollte das nicht, weil Sie der von Gott ausgesuchte Präsident sind.

24 In der Art, wie ich heute Respekt vor Ihrem Leben hatte, wird Gott auch Respekt vor meinen Leben haben, es wird ihm nicht egal sein. Gott wird mir helfen, er wird mich retten, wenn ich in einer Notsituation bin.“

25 Saul sagte: „Okay! Gott soll dich fett beschenken, er soll dich segnen! Alles, was du anfasst, soll ein Megaerfolg werden, mein Sohn David!“ Damit war das Ding erledigt, und beide zogen ab. David ging in seine Richtung, und Saul ging wieder zurück nach Hause.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Aber David entgegnete ihm: „Nein, bring ihn nicht um! Denn wer sich am Gesalbten Jahwes vergreift, wird nicht ungestraft bleiben.“
(1Sam 26:9)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Die Sache wiederholt sich. Saul sucht David weiterhin und will ihn töten.
David ist weiter auf der Flucht, beweist aber Saul, dass er ihn als von Gott eingesetzten König respektiert.
Ein weiteres Mal bekennt Saul: „Ich habe gesündigt“, ohne es wirklich zu zeigen. Ein leeres Bekenntnis.
David hat also ein zweites Mal das Leben von Saul verschont.
Für sein eigenes Leben stützt er sich nicht auf die Aussagen Sauls, sondern auf Gott:
„Nur bei Gott wird meine Seele still, denn meine Hilfe kommt von ihm. Nur er ist mein Fels, meine Rettung, meine sichere Burg, / in der mir kaum etwas geschehen kann.“  (Psalm 62:1-2)

Glauben ins Leben umgesetzt

Frage: Ist es bei mir genauso? Genauso wie in dem Vers Psalm 62:1-2? Vertraue ich auf Gottes Hilfe mehr als auf menschliche Hilfe?
Zeit zum Grübeln und zum Reflektieren …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, da hast du mir ja heute Morgen eine harte Nuss aufgegeben. Jaaaa, ich vertraue dir mehr als Menschen. Aber menschliche Hilfe ist auch oft so bitter nötig! Oder meinst du, ich solle auf dich vertrauen, dann schickst du mir schon Leute vorbei, die den Job erledigen? Ja, das ist gut. Ja, das kann ich so annehmen.
Danke. Vater, dass du da bist, immer ansprechbar, immer bereit zu helfen, zu führen, zu beschützen.
Meine Bitte für heute, für den heutigen Tag: Bleib bei mir, geh nicht weg. Sei einfach nur da ………. (Gleiches hatte ich meinem Mann vor Jahren nach meiner schweren OP gesagt, Jahre später ist er gestorben, nun habe ich nur noch dich, zu keinem anderen habe ich dieses Vertrauen wie zu dir)
Oh man, ich habe Sehnsucht nach meinen Mann. Bitte Vater, sag ihm, wo immer jetzt gerade ist, wie sehr ich ihn vermisse, er war der weltbeste Ehemann. Bitte sag es ihm!
Amen

o o o o o

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