Tag 182 – 1. Samuel 29:1-11

1 Und es war Krieg. Die Philister zogen ihr Heer bei Afek zusammen, während sich die Israeliten gegenüber, bei der Quelle vor der Stadt Jesreel, aufstellten.

2 Die Chefs der Philister organisierten einen großen Truppenaufmarsch. Alle Soldaten zogen an dem Balkon vorbei, wo die Chefs drauf saßen. Ganz zum Schluss kamen die Truppe von David und die von Achisch, dem Präsidenten von Gat. Als die Chefs der Philister die Truppe von David sahen,

3 fragten sie Achisch: „Was haben denn diese Israeliten da bei uns verloren?“ – „Der da vorne, das ist David, ein Typ, der mal in der Truppe vom Saul war, dem Präsidenten von Israel. Der hat eigentlich immer für diesen Saul gekämpft, aber seitdem er zu meiner Truppe übergelaufen ist, hat er immer einen sehr guten Job gemacht. Ich hatte nie was an ihm zu meckern.“

4 Die Chefetage der Philister war aber ziemlich sauer deswegen. Sie forderten Achisch auf, David sofort aus dem Dienst zu entlassen. „Der soll da hingehen, wo du ihn hast wohnen lassen. Er darf nie und nimmer an unserer Seite kämpfen, das wäre nur ein Unsicherheitsfaktor in unseren Reihen! Was ist, wenn der mitten im Krieg die Seiten wechselt? Für ihn wäre das doch die Top-Gelegenheit, sich bei seinem Präsidenten Saul wieder einzuschleimen, indem er ihm unsere Leichen vor die Füße knallt.

5 Außerdem ist das doch genau der David von diesem Lied, was zurzeit auf jeder Party läuft, oder? Dieses ,Saul hat früher tausend Feinde erschlagen, aber bei David ging’s Zehntausenden an den Kragen!‘“

6 Achisch ging in sein Büro und ließ David zu sich rufen. „Ich schwöre bei Gott, Sie sind immer eine sehr zuverlässige Unterstützung gewesen. Ich bin froh, dass Sie mit mir in den Krieg ziehen. Seitdem Sie Teil meiner Truppe sind, haben Sie alle Aufgaben zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Trotzdem muss ich leider sagen, dass die anderen Chefs der Philister Ihnen nicht vertrauen.

7 Darum wäre es besser, Sie wären heute bei unserem Einsatz nicht mit dabei. Gehen Sie wieder nach Hause, damit Sie sich nicht bei uns unbeliebt machen.“

8 „Aber warum denn?“, sagte David. „Womit hab ich das verdient? Hab ich schon mal irgendwas getan, was Sie nicht so toll fanden, seitdem ich für Sie arbeite? Warum darf ich nicht mit in den Krieg ziehen, gegen Ihre Feinde, die Feinde von meinem Präsidenten!“

9 „Schon klar“, sagte Achisch. „Für mich sind Sie der Beste, ich mach mir da überhaupt keine Sorgen. Aber wie gesagt, sehen das die anderen Chefs der Philister nicht so. Deren Entscheidung war ganz klar, dass Sie auf keinen Fall mit uns in diesen Krieg ziehen sollen.

10 Packen Sie also am besten schon mal Ihre Sachen, und ziehen Sie morgen mit Ihren Männern ab, am besten ganz früh, gleich nach Sonnenaufgang!“

11 David und seine Leute zogen dann also am nächsten Morgen ganz früh wieder zurück in das Land der Philister. Die Soldaten der Philistertruppe starteten dann aber in Richtung Jesreel.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

David erwiderte ihm: „Was habe ich denn getan? Hast du irgendetwas an mir auszusetzen, seit ich in deinen Dienst getreten bin? Weshalb soll ich nicht gegen die Feinde meines Herrn und Königs kämpfen?“
(1Sam 29:8)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Nun entschieden die Philister doch, dass David nicht gegen Israel kämpfen sollte. Zu groß war das Risiko, dass David evtl. vielleicht doch überlaufen könnte. Aber David verstand diese Entscheidung nicht.
Er nannte den gottlosen Achisch „mein Herr, der König“ und sein eigenes Volk, dessen gesalbter König er war „die Feinde“
Geht es noch tiefer?
Ins Heute übersetzt könnte man sagen: Ein weltlicher Christ verliert die Sympathie der Welt und die Anerkennung Gottes. Und dann?

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Sache aus heutiger Sicht betrachtet, ganz weit weg und nicht betroffen, kann man ja ganz leicht urteilen. Da sieht alles so klar und eindeutig aus. Aber wenn man mittendrin steckt in diesem Strudel ist es so schwer, das alles zu erkennen. Meistens wird man erst wach, wenn man unten hart aufschlägt oder ein Ereignis einem derart wachrüttelt, also das Eingreifen Gottes. Um wie viel ist es leichter, sich immer wieder zu hinterfragen: Findet Gott das gut, was ich mache. Aber tut das wirklich jeder Christ. Ich nicht. Leider. Wäre mir viel erspart geblieben.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, als ich begann, heute deinen Text zu lesen, fragte ich mich, was will er mir bloß heute damit sagen. Aber dann galoppieren die Gedanken in die richtige Richtung. Es ist unglaublich, was der heilige Geist dann in meinem Kopf daraus macht. Und heute dachte ich dabei an zwei Dinge. Erstens, wie ich damals unter die Räder kam, wie ich auf keinen mehr hören wollte, meinte, die anderen hätten kein Verständnis für mich. Wie ich mir meine Entscheidungen schön geredet hatte und wie ich erst ganz, ganz unten aufgeschlagen bin. Und zweitens dachte ich an A., wie er sich gerade verstrickt hat, wie er sich alles schön redet und die Hilflosigkeit, dass man dabei zusehen muss, bis er gegen irgendeine Wand läuft und wach wird. Ich hoffe so sehr, dass sie bald kommt. Diese Wand. Bitte baue ganz schnell diese Wand auf, dass nicht noch mehr schief läuft. Bitte Vater, hilf ihn. Nur du kannst es noch!
Heute ist Montag und ich bin ganz gut gestartet und habe große Hoffnung, dass ich meine Tagesstruktur schaffe. Ich habe zur Zeit ein so großes Bedürfnis, meine ganzen Sachen einmal durchzusehen und Überflüssiges auszusortieren. Bitte Vater, hilf mir dabei, ich will mich nicht zumüllen. Ich möchte wieder klare einfache Dinge. Zuerst habe ich mir einen ganzen Monat Konsumverbot aufgestellt. Erstmal einen Monat. Nur noch Dinge kaufen, die ich für mein tägliches Leben wirklich brauche. Ich wäre dir wirklich sehr dankbar, wenn ich das hinbekomme. Das ist gerade meine nächste „weltliche“ Aufgabe.
Und möchte ich dir noch den heutigen Tag übergeben, pass gut auf mich auf, auf A., D., T. und die Jungs. Lass uns bitte mal wieder erkennen, was wirklich wichtig ist und das uns diese Welt viel zu sehr vereinnahmt. Lass es ein guter Tag werden. Dein Wille geschehe, nur deiner.
Amen

o o o o o

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s