Tag 184 + 195 – 1. Samuel 30:11-31

11 Auf dem Weg trafen sie einen Ägypter, der erschöpft auf einem Feld saß. Er wurde zu David gebracht und mit Brot und Wasser versorgt.

12 Er bekam auch ein Stück Butterkuchen mit Sahne und zwei Brezeln. Nachdem er das gegessen hatte, ging es ihm etwas besser. Drei Tage hatte er nämlich nichts zu essen und zu trinken bekommen.

13 „Was bist du für einer? Wo ist dein Zuhause?“, wollte David von ihm wissen. „Ich bin noch ein Jugendlicher und komme aus Ägypten. Ich habe für einen Amalekiter gearbeitet, aber mein Chef hat mich rausgeschmissen, weil ich vor drei Tagen krank geworden bin.

14 Die Amalekiter führen gerade Krieg im Südland der Kreter, also gegen die Philister, und auch gegen den Kaleb-Clan vom Israelitenstamm Juda. Auf dem Weg haben sie auch Ziklag abgefackelt.“

15 „Kannst du mir den Weg zeigen, wo ich diese Ganoven finden kann?“, fragte in David. Der Junge antwortete: „Nur wenn Sie mir bei Ihrem Gott schwören, dass Sie mich nicht umbringen werden! Und Sie müssen mir auch schwören, dass Sie mich nicht meinem alten Chef ausliefern! Wenn Sie das versprechen, führe ich Sie dorthin.“

16 Sie machten den Deal perfekt, und als sie ankamen, wurde klar, dass sich die Amalekiter in Gruppen auf das ganze Gebiet aufgeteilt hatten. Überall war Party angesagt, sie feierten ihre fette Beute im Krieg gegen die Philister und gegen die Israeliten, weil sie dort eine Menge Sachen hatten mitgehen lassen.

17 Am nächsten Morgen startete David einen Angriff, gerade bei Sonnenaufgang. Der Kampf dauerte den ganzen Tag. Fast alle Feinde wurden getötet, nur 400 Männer konnten fliehen.

18 David befreite alle Gefangenen. Seine beiden Frauen waren auch dabei, es gab nicht einen Gefangenen, der nicht gefunden wurde.

19 Auch die Kinder waren alle gesund, und sogar die ganzen Sachen, die die Amalekiter abgezogen hatten, waren noch da, nichts war verloren gegangen.

20 David hatte sich dann noch die ganzen Nutztiere, also die Schafe, Ziegen und Kühe, die die Amalekiter dabei hatten, unter den Nagel gerissen. Man trieb sie vorneweg, und alle wussten: „Das ist die Beute von David.“

21 Dann ging er wieder zurück zu den 200 Männern, die zu fertig für diesen Krieg gewesen waren. Die lagerten ja alle noch am Bach Besor. David begrüßte alle Männer freundlich.

22 Es gab aber unter seiner Truppe auch ein paar unkorrekte Typen. Sie meinten zu ihm: „Die sollten nichts von der Beute abkriegen. Sie waren ja nicht dabei, haben nicht mit uns mitgekämpft. Können froh sein, dass wir ihre Frauen und Kinder befreit haben. Die können sie von uns aus gerne mitnehmen, aber dann sollen die sich mal verpissen.“

23 David fand aber, das wäre keine gute Idee. „Hey, Leute! Ohne Gott hätten wir doch gar nichts gebacken bekommen! Er hat uns beschützt, er hat dafür gesorgt, dass wir diesen Krieg gewinnen. Er hat uns den Sieg über diese Männer organisiert, die uns überfallen hatten.

24 Was wären das für ätzende Typen, die auf so einen Vorschlag eingehen würden? Einer für alle, alle für einen, ist doch das Motto. Wenn einer an der Front steht und die anderen im Hintergrund arbeiten, muss die Beute gerecht unter allen verteilt werden.“

25 Seitdem David das gesagt hatte, wurde das bei den Israeliten für lange Zeit zu einer festen Regel.

26 David schickte dann einen Teil der Sachen, die er aus der Stadt Ziklag gezockt hatte, an die Chefs vom Familienstamm Juda. Sie gehörten ja irgendwie zu einer Familie, und er fühlte sich denen freundschaftlich verbunden. Dazu kam ein Brief, wo drinstand: „Liebe Leute! Hier haben Sie ein Geschenk von mir. Es kommt aus der Beute, die ich den Feinden von Gott abgeknöpft habe! Freundliche Grüße, David.“

27 Er packte noch mehr solcher Geschenke ein und verschickte die nach Betuel, nach Ramot im Südland, nach Jattir,

28 nach Aroer, Sifmot, Eschtemoa,

29 und Rachal. Dazu in die Städte der Jerachmeeliter und Keniter,

30 nach Horma, Bor-Aschan, Atach,

31 Hebron und außerdem überall dorthin, wo er sich früher mal versteckt hatte und wo man ihm auch geholfen hatte.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Doch David sagte: „Nein, meine Brüder, so machen wir es nicht mit dem, was Jahwe uns schenkte! Er war es doch, der uns beschützt und diese Räuberbande in unsere Hände gegeben hat. 
(1Sam 30:23)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Frage: War es Davids eigenes kluges Handeln, das ihm den Sieg über die Amalekiter verlieh, oder war es sein Gehorsam gegenüber Gott?
Natürlich letzteres. In Psalm 118:30 sagt David:  „Ja, einen Schutzwall erstürme ich mit dir, mit meinem Gott überspring ich die Mauer.“

Glauben ins Leben umgesetzt

David teilte seine Beute auch unter denen auf, die zurückbleiben mussten, weil sie erschöpft zurückgeblieben waren. Den Meckerern antwortete er, dass es Gott war, der den Sieg schenkte, nicht ihr eigenes Vermögen.
Das macht mich ruhig. Ich gehöre ja zu denjenigen, die erschöpft irgendwo zurückbleiben, die keine Kraft haben anderen mitzuhalten. Demzufolge werde ich vor Gott auch nicht schlechter behandelt, als die, die mir ihrer Kraft so einiges leisten können. Ja, dieses Leistungsdenken steckt tief in uns drin. Ja, ich weiß es besser, aber so ganz frei machen kann ich mich oft nicht.

Mein Gebet für meinen Tag

Oh Vater, mit diesen Worten hast du mich heute wieder richtig erwischt. Ich ich fühle mich oft so wertlos. Aber durch David sagst du mir nun, dass auch die Erschöpften genauso viel wert sind, weil die, die Kraft haben ja ihre Kraft von Gott haben. Für diesen Gedanken danke ich dir.
Ich habe gestern erfahren, wie schlecht es wirklich A. geht, durch sein schlechtes Handeln hast du ihn jetzt das genommen, was ihm soviel wert war. Seine Fitness, sein Sport, über den er sich definiert hat. Du schickst ihn gerade durch eine sehr harte Schule. Bitte, bitte, Vater lass ihn erkennen, was er falsch gemacht hat und was er anders machen muss, um wieder seinem tiefen Tal herauszukommen. Und ja, so blöd und ungerecht es auch klingen mag, freut es mich für D., weil sie nun erkannt hat, dass DU deine Finger im Spiel hast, dass DU, auch ein Gott bist, der Ungerechtigkeit bestraft. Es war so wichtig für sie, diese Erfahrung jetzt zu machen.
Vater, ich hatte gestern einen so doofen Tag wegen des Parkettschadens. Ich bitte dich so sehr, kümmere du dich darum, ich schaffe es nicht. Ich flehe dich an, hilf mir und füge es so, dass alles gut wird. Ich habe die Kraft nicht. Bitte!
Dadurch, dass gestern für mich nichts möglich war, ist jede Menge Arbeit liegengeblieben, die sich für heute angestaut hat. Bitte gib mir die Kraft, heute alles zu schaffen und dass ich vielleicht heute Nachmittag bei schönem Wetter etwas mit dem Hund rausgehen kann. Ab Montag soll es dann richtig Herbst werden und über Tage regnen. Der Regen ist so wichtig für die Natur, der Sommer war wieder so trocken.
Und so lege ich dir dies alles vor die Füße und bitte beschütze und behüte D., A., T., die Jungs und mich. Halte uns bitte Kummer und Schmerz fern. Lass es ein guter Tag für uns werden.
Amen

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