Licht für den Weg #11

Aber Gott ist reich an Erbarmen und hat uns seine ganze große Liebe geschenkt.
(Eph 2:4)

Die Barmherzigkeit Gottes ist sein Erbarmen, seine Güte und sein Mitleid denen gegenüber, die schuldig sind, versagt haben, verzweifelt oder in Not sind. Die Schrift betont, dass Gott reich an Barmherzigkeit ist (Eph 2:4) und groß an Güte (Psalm 86:5). Seine Barmherzigkeit ist groß (1Petr 1:3), ja groß bis zu den Himmeln (Ps 57:10). „Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine Güte über die, welche ihn fürchten“ (Ps 103:11). Gott wird als „Vater der Erbarmungen“ bezeichnet (2Kor 1:3) und als jemand, „der voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist“ (Jak 5:11). Er ist unvoreingenommen im Erweisen seiner Barmherzigkeit: „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Matt 5:45).Die Mensch werden nicht durch Werke der Gerechtigkeit errettet Tit 3:5), sondern durch seine souveräne Barmherzigkeit (2Mo 33:19; Rö 9:15, Tit 3:5). Seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten (Ps 136:1; Lk 1:50), aber für die Unbußfertigen währt sie nur dieses Leben.

Es besteht ein Unterschied zwischen Gnade und Barmherzigkeit. Gnade bedeutet, dass Gott mich mit Segnungen überhäuft, die ich nicht verdiene. Barmherzigkeit bedeutet, dass er nicht die Bestrafung erteilt, die ich eigentlich verdiene.

Mit jeder Lehre der Heiligen Schrift sind gewisse Pflichten unsereins verbunden. Die Erbarmungen Gottes verlangen zuerst, dass wir unsere Leiber als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer darstellen (Rö 12:1). Es ist das Vernünftigste, Zweckmäßigste, Gescheiteste, Gesündeste und Normalste, was wir tun können.

Dann möchte Gott aber auch, dass wir zueinander barmherzig sind. Den Barmherzigen ist eine besondere Belohnung verheißen: „… denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren“ (Mat 5:7.). Der Herr möchte lieber Barmherzigkeit als bloße Schlachtopfer (Mat 9:13), d.h. Taten großer Opferbereitschaft sind wertlos, wenn sie nicht mit einem persönlichen gottesfürchtigen Leben verbunden sind.

Der gute Samariter ist einer, der seinen nächsten Barmherzigkeit erweist. Wir erweisen Barmherzigkeit, wenn wir die hungrigen Speisen, die Armen bekleiden, die Kranken pflegen, die Witwen und Waisen in ihrer Drangsal besuchen und mit den Weinenden weinen.

Wir sind barmherzig, wenn wir nicht die Gelegenheit benutzen, uns an jemand zu rächen, der uns Unrecht getan hat oder wenn wir denen Mitleid erzeigen, die versagt haben.

Indem wir uns immer vor Augen halten, was wir in uns selbst sind, sollten wir um Barmherzigkeit für uns selbst (Hebr 4:16) und für andere bitten (Gal 6:16; 1Tim 1:2).

Schließlich sollten die Erbarmungen Gottes unsere Herzen in Sein Lob einstimmen lassen.

(William MacDonald)

o o o o o

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