Licht für den Weg #13

… damit sie die, die Gott geheiligt hat, zum Dienst ausrüsten und so der Leib des Christus aufgebaut wird.
(Eph 4:12)

Eine revolutionäre Erkenntnis! Die Gaben in Epheser 4 sind zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes gegeben. Sobald die Heiligen das Werk des Dienstes selbständig führen können, kann die Gabe weiterziehen.

Das bedeutet, dass Erfolg im Werk des Herrn darin besteht, dass man sich in der kürzest möglichen Zeit aus seiner Arbeit „herausarbeitet“, d.h. überflüssig wird, und sich dann nach neuen Welten umsieht, die erobert werden müssen.

Das genau tat Paulus. Er ging z.B. nach Thessalonich, predigte den Juden an drei Sabbaten, und hinterließ eine funktionierende Versammlung. Zweifellos war das eine Ausnahme, was die Geschwindigkeit der Etablierung einer Versammlung betrifft. Die längste Zeit, die Paulus auf einmal an einen Ort verbrachte, betrug zwei Jahre. Das war in Ephesus.

Es war nie Gottes Absicht, dass seine Heiligen ständig von nur einer der erwähnten Gaben abhängig bleiben sollten. Die Gaben sind entbehrlich. Wenn die Heiligen hauptamtliche Predigtkonsumenten bleiben und sich nie in im Werk des Dienstes einsetzen lassen, dann entwickeln sie sich geistlich nie so, wie sie sollten, und die Weölt wird nie evangelisiert werden, wie es Gottes eigentliche Absicht war.

William Dillon sagte, dass ein erfolgreicher ausländischer Missionar niemals eine ausländische Nachfolge hat. Das sollte ebenso für für Arbeiter im eigenen Land gelten – wenn die Aufgabe des Arbeiters beendet ist, sollten die Heiligen selbst die Arbeit übernehmen und nicht nach einen neuen Predigthalter ausschauen.

Allzuoft betrachten wir Prediger unsere Position als eine Stellung auf Lebenszeit. Wir meinen, dass andere die Arbeit nicht so gut tun könnten. Wir entschuldigen unsere immer währende Anwesenheit am selben Ort mit der Tatsache, dass die Besucherzahl abnehmen würde, wenn wir weggingen. Wir beklagen uns, dass andere die Dinge nicht richtig machen und dass sie nicht zuverlässig sind. Tatsache ist aber, dass sie erst lernen müssen. Und um lernen zu können, muss man ihnen die Möglichkeit dazu geben. Zum Lernprozess gehören Einübung, Übertragung von Verantwortung und Feststellung von Fortschritt.

Wenn die Heiligen an einen Punkt kommen, wo sie glauben, dass sie ohne einen bestimmten Prediger oder Lehrer auskommen, ist das kein Grund für ihn, zu schmollen oder seine verletzten Gefühle zu pflegen. Es ist Grund zum Feiern. Der Arbeiter ist nun frei, dahin zu gehen, wo er dringender gebraucht wird.

Es ist immer schlecht, wenn das Werk Gottes dauerhaft um einen Mann herum aufgebaut wird, gleichgültig, wie begabt er ist. Sein großes Ziel sollte es sein, seinen zu multiplizieren, indem er die Heiligen dahingehend ausrüstet und aufbaut, dass sie nicht länger von ihnen abhängig sind. In eienr Welt wie der unseren braucht er sich keine Sorgen zu machen, an anderen Orten eventuell keine Arbeit vorzufinden.

(William MacDonald)

o o o o o

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