Tag 228 – Jesaja 14:1-20

Der babylonische Diktator wird gestürzt

1 Gott wird den Israeliten noch eine Chance geben. Weil er sie so sehr liebt, wird er sie noch einmal auswählen. Er wird sie in sein Land zurückbringen. Ausländer werden Asyl bei ihnen beantragen und es bekommen.

2 Andere Völker werden da sein und ihnen helfen, wieder nach Hause zu kommen. Sobald sie da sind, werden die Israeliten diese Leute einstellen, und die werden für sie arbeiten. Die Leute, von denen die Israeliten damals verknackt wurden, werden jetzt selbst verknackt. Wer früher über Israel das Sagen hatte, wird dann von ihnen beherrscht werden.

3 Gott wird Israel befreien! Er wird dafür sorgen, dass sie endlich Frieden haben nach dem ganzen Ätzkram und dem Ärger, den sie durchmachen mussten, weil man sie dazu gezwungen hat.

4 Israel wird am Tag der Befreiung ein Lied singen, in dem über den Präsidenten von Babylonien abgelästert wird: „Der Typ, der uns fertiggemacht hat, ist jetzt selbst am Boden. Wegen seinem ständigen Druck kriegt er heute auf die Hoden.

5 Gott hat die Macht der Menschen gebrochen. Die ohne ihn regieren, kommen jetzt an gekrochen.

6 Ohne Ende hat er die Völker geschlagen, Nationen einfach eins übergebraten.

7 Jetzt ist es peacig auf der Erde, alles freut sich,

8 auch der Fliederbaum freut sich über dich. Genauso die Zedern aus dem Libanon sagen: ,Hey, was macht das schon: Seitdem du da bist, haben wir Schonfrist.‘

9 In der Hölle geht gerade der Punk ab. Man macht sich klar, weil du dich angekündigt hast. Die Toten werden deinetwegen aufgeweckt, die Herrscher, denen man früher die Füße geleckt hat. Es erschrecken die Präsidenten, und die Völker sind voll Entsetzen. Alle springen auf von ihren erhabenen Plätzen.

10 Alle fangen an, das Gleiche zu dir zu sagen: ‚Du bist genauso fertig wie wir, die sich hier plagen!‘

11 Mitgestorben ist auch deine ganze Pracht, deine E-Gitarre, der Sound haben hier keine Macht. Deine Matratze besteht aus weißen Maden, die Würmer an der Decke schlagen auch auf den Magen.

12 Wie konnte das passieren, dass ein Star so gestürzt ist? Früher warst du mal ein General, der Nationen zu Boden riss.

13 Du hattest dir ganz fest vorgenommen: ‚Ich werde bis ganz nach oben kommen! Ich werde dort oben mir einen Chefsessel hinstellen, ich will ganz nach oben, dort kann mich niemand mehr prellen. Ganz im Norden setz ich mich auf den Berg,

14 ich will mein Büro über den Wolken, ganz derb. Dort oben bin ich auf einer Stufe mit Gott!‘

15 Doch Gott machte die Idee gleich zu Schrott, Du wurdest nach unten in die Unterwelt gestoßen, wo die Toten und ihre Freunde wohnen.

16 Die Leute, die dich ansehen, sie checken dich ab: ,Ist das der Mann, der ganze Länder hielt auf Trab? Der mit seiner Macht die Erde zum Beben brachte? Der viele Präsidenten zu Kleinholz machte?

17 Hat der nicht auf die ganze Welt geschissen? War er es, der die Städte niedergerissen? Hat er nie einen Gefangenen entlassen?’

18 Beim Grab der Präsidenten ging’s ‚Hoch die Tassen‘, ihr Begräbnis wurde respektvoll gehalten.

19 Dein Sarg liegt aber bei den Müllanstalten. Wie ‘n alter Besenstiel, wie ’ne vergammelte Ratte, auf der man rumtritt, wie auf ’ner Fußmatte. Über dir liegen noch tote Soldaten.

20 Aber du wirst nicht wie die anderen Toten begraben, du kriegst weder Grabmal noch eine Gruft, hast dein Land volle Kanne an die Wand gefahren, dein eigenes Volk umgebracht, du mieser, elender Schuft. Du und deine Familie, ihr brachtet nur Tod und Verderben, drum sollt ihr für immer vergessen werden.

20 Aber du wirst nicht wie die anderen Toten begraben, du kriegst weder Grabmal noch eine Gruft, hast dein Land volle Kanne an die Wand gefahren, dein eigenes Volk umgebracht, du mieser, elender Schuft. Du und deine Familie, ihr brachtet nur Tod und Verderben, drum sollt ihr für immer vergessen werden.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und wenn Jahwe dir dann Ruhe gewährt von aller Qual und Unruhe und dem harten Sklavendienst, …
(Jes 14:3)

Meine Erkenntnis des Tages, Mein Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Wenn, dann …
Das „wenn“ geht von aus, dass es passieren wird.
Das heißt, es WIRD eine Zeit kommen, in der mir Gott Ruhe schenkt von dem alltäglichen Kampf, den ich führen muss. Jeden Tag der Kampf ums Überleben, den Kampf, den Alltag so einigermaßen hinzubekommen
und das seit ca. 40 Jahren. ABER: sie kommt, diese Zeit, wo die Quälerei ein Ende hat … Und das ist so tröstlich. Ja, ich weiß, der Bibelvers bezieht sich auf die Israeliten, die aus der Gefangenschaft befreit wurden. Jaaaa, aber wie schon 100x erwähnt, ich kriege es nicht hin, die Bibel im Zusammenhang zu lesen, ich kann nur jeden Tag dieses kleine Stück. Und darin spricht Gott mit mir. Und heute sagt er eben: „Wenn Gott dir Ruhe schenken wird…“
Und diese Hoffnung, diese Zuversicht …. Es kommt … Lässt sich manches leichter tragen.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir, dass es mir heute wieder etwas besser geht. Es ist schon doof, wenn man wie unter einer Glocke sitzt und nichts wirklich mehr realisieren kann. Aber egal, heute ist es wieder besser. Immer wieder zeigst du mir so, dass ich ohne dich so gar nichts kann und dass du da bist, dass du dich um mich kümmerst. Und heute in dem Bibelvers, dass es irgendwann einmal alles gut ist, dass ich zur Ruhe gekommen bin, dass du mich aus meiner Gefangenschaft befreit haben wirst. Nein, ich will überhaupt nicht jammern. Ich hatte gestern Nachmittag noch ein längeres Telefongespräch mit H. Am Montag muss er wieder ins Krankenhaus, dann wird sein Leberkrebs von innen (über die Leiste) bestrahlt. H. ist ein Kämpfer. Er hat sein Leben lang um alles gekämpft, sich niemals unterkriegen lassen, war immer optimistisch. Aber gestern, das allererstemal seit 40 Jahren habe ich ihn müde erlebt, müde, traurig, depressiv. Es tat mir so leid. Aber es tat ihm sichtlich gut, reden zu können. Und ich habe zugehört. Vielleicht, Vater, ist das der Job, den du mir gegeben hast? Zuhören? Das ist bei D. und T. ja auch so. Sie reden, sie laden bei mir ihren Kummer ab, ohne dass ich ihnen wirklich helfen kann. Aber zuhören. Ist es das, was meine Aufgabe hier noch ist? Könntest du es mir bitte nochmal genau sagen? Nicht, dass ich mir hier irgendetwas einbilde, ich vielleicht noch stolz drauf werde, weil du mich dafür benutzt? Nein Stolz ist nicht der richtige Ausdruck. Aber ich möchte mir nichts einreden, was nicht ist.
Komisch, jetzt gerade geht es wieder mir mir abwärts, ich merke, wie ich jede Konzentration verliere, mich fix und fertig und erschöpft fühle. Warum? Warum jetzt?
Ich werde diesen Tag beginnen, ich werde das Nötigste tut und hoffen, dass es heute Nachmittag besser ist, wenn T.
Aber jetzt wird es gerade richtig schlecht.
Und ich bitte dich einfach nur, bleib bei mir und bringe mich einfach nur durch …
Amen

o o o o o

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