Tag 238 + 239 – Jesaja 22:1-25

Israel wird gewarnt

1  Jetzt etwas über das Hinnom-Tal. Das liegt in der Nähe von Jerusalem. Was ist los bei dir? Wie bist du drauf? Warum sind alle bei euch auf die Dächer gestiegen?

2  Warum ist in der Stadt so ein Alarm, warum ist da so viel los, warum feiert man überall Partys? Sind vielleicht die Soldaten aus dem Krieg alle am Leben geblieben? Wurde in den Schlachten nicht einer getötet?

3  Deine Generäle sind alle abgehauen! Aber sie wurden gefangen genommen, ohne auch nur einen Schuss abzugeben. Obwohl sie sehr weit weg fliehen wollten, hat man sie alle gekriegt.

4  Darum sag ich: Haut ab! Lasst mich alleine! Ich muss mich erst mal in Ruhe ausweinen. Bedrängelt mich nicht die ganze Zeit, ich will nicht von euch getröstet werden, weil meine Leute alle zerstört wurden.

5  Gott hat eine Zeit bei uns anfangen lassen, wo alle total fertig, kaputt und verwirrt sind. Der Oberchef von allem, unser Gott, hat im Hinnom-Tal dafür gesorgt, dass viele Leute um Hilfe schreien. Man kann das bis zu den Bergen hören.

6  Die Elamiter kommen mit Armeewagen, mit Motorrädern und bewaffneten Soldaten, ausgerüstet mit schusssicheren Westen und Helmen.

7  Es wird so passieren, dass in Jerusalems wunderschönen Tälern alles voller Panzer und Motorräder steht. Sie beziehen Stellung vor dem Ortseingang.

8  Der letzte Schutz von Juda wird weggenommen. Du wirst in der Zeit in einem Lager im Wald nach deinen Waffen suchen.

9  Was ist los? Ihr seht die vielen Risse in der Mauer von der Stadt, die David gehört hat. Ihr staut im unteren Teich Wasser an.

10  Ihr zählt die Häuser in Jerusalem und schreibt sie in Listen auf. Dann reißt ihr ein paar Häuser ab, damit keiner von dort auf die Schutzmauer steigen kann.

11  Ihr baut ein Sammelbecken zwischen den Mauern, um dort das Wasser aus dem alten Teich reinzuleiten. Aber auf die Idee, dass Gott das Ganze zugelassen hat, seid ihr nicht gekommen, er hat euch schlicht überhaupt nicht die Bohne interessiert.

12  In der Zeit wird Gott, der Chef über alles, die Leute aufrufen, eine gemeinsame Trauersession zu starten. Alle sollen sich schwarze Klamotten anziehen und schwarze Ringe unter die Augen malen.

13  Aber ihr startet stattdessen eine große Party. Ihr stellt einen großen Grill auf, Rinder und Schafe werden geschlachtet, und dann gibt es Fleisch und Alk bis zum Abwinken. „Komm, wir feiern erst mal richtig, morgen müssen wir sowieso alle sterben!“, ist dann euer Motto.

14  Gott hat mir aber ins Ohr geflüstert: „Dafür werdet ihr bezahlen, das vergesse ich nicht, diese Schuld wird nicht so mal eben verziehen werden. Das sagt euch Gott, der Chef dieser Welt.“

Ansagen, die Schebna und Eljakim betreffen

15  Irgendwann sagte Gott, der Chef über die ganze Welt, Folgendes zu mir: „Los jetzt! Geh zu diesem Verwalter, diesem Schebna, der die Sachen vom Präsidenten regeln muss. Sag ihm Folgendes:

16  ,Was machen Sie hier? Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, dass Sie sich einfach erlauben, hier eine eigene Grabkammer, sozusagen Ihre letzte Wohnung, in den Fels hauen zu lassen?

17  Passen Sie mal auf, Gott wird Sie mit einer Hand wegschleudern. Er wird Sie packen und dann hin- und herschütteln.

18  Dann macht er aus Ihnen einen Flummi und schmeißt Sie weit weg, in ein großes Land, was sich nach allen Seiten ausdehnt. Da werden Sie dann kaputtgehen und mit Ihnen Ihre tollen Luxusautos. Sie sind superpeinlich für Gott und für seine Leute.

19  Ich entlasse Sie aus Ihrem Amt, man wird Ihnen Ihren Job wegnehmen und dann im hohen Bogen rausschmeißen.

20  Dann werde ich an einem bestimmten Tag meinen Mann, den Eljakim, der aus der Familie von Hilkija stammt, rufen.

21  Ich zieh dem Priesterklamotten an, pack einen Schlips an sein Hemd und werde ihm die komplette Macht übergeben, die Sie jetzt haben. Er wird für die Leute aus Jerusalem und die Leute von ganz Juda eine echte Vaterfigur werden.

22  Er wird die Schlüssel vom Regierungspalast bekommen, der immer für die Familie von David bestimmt war. Wenn er die Tür aufmacht, wird sie niemand mehr zuschließen können. Und wenn er sie zuschließt, kriegt sie niemand mehr auf.

23  Ich werde seine Position so stabil und fest machen wie eine Schraube, die ganz fest mit einem Dübel in eine Wand gedreht wurde. Er wird in seiner ganzen Familie eine ganz besondere Stellung einnehmen, vor der man echt Respekt hat.

24  Dann wird sich die ganze Familie voll an ihn dranhängen, die Kinder und die Kinder der Kinder, die Tanten und auch die Onkel. Es wird mit ihm so sein wie mit einer Schraube in der Wand, an die man den großen Schrank für das Geschirr mit allen Tellern und Schüsseln gehängt hat.

25  Gott sagt, dass an diesem Tag die Schraube, die ganz fest mit einem Dübel in der Wand war, plötzlich rausbrechen wird. Alles, was an dieser Schraube hängt, wird kaputtgehen. Das hat Gott so gesagt.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

… Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!
(Jes 22:13)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Genauso verhalten wir uns. Wir essen und trinken und machen unseren Lebenstil einfach weiter, egal, „nach uns die Sinnflut“. Das unsere nachfolgenden Generationen auch noch vernünftig leben wollen, ist uns bewusst. Auch, dass wir jetzt handeln müssen, dass sie es können, aber im Alltag schieben wir es doch weg. Im kleinen Alltag. Mit unserem täglichen Konsum. Mit unserem Müllverhalten. Mit unserer Art zu kleiden. Mit unserer Art uns zu ernähren, mit unserer Art, uns fortzubewegen.
Jeder mag so seine Meinung über Greta Thunberg haben, aber ein steht fest, sie hat alle richtig wachgerüttelt. Hoffe ich. Ob es anhält, weiß man nicht. Jetzt ist ja gerade so ein Hype um das Klima. Vielleicht ist es morgen etwas anderes. Vielleicht die Weltbevölkerung. Vielleicht diese immense Überschuldung der Staaten (in den USA sind es Billionen!) Die Politikfelder wechseln so schnell.
Als kleines Lichtlein kann ich nicht in das Weltgeschehen eingreifen, ich kann nur mein eigenen ganz persönlichen Beitrag leisten im Alltag. In meinem Alltag. Ja, ich weiß, irgendwann knipst Gott hier das Licht aus, aber bis dahin müssen wir ja nicht seine Schöpfung derart ruinieren, dass das Leben unsäglich schwer wird.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute weckst du in mir ein Thema, was mich wirklich umhertreibt. Ich weiß, auch ich könnte noch viel mehr machen, um Müll zu vermeiden. Oder, was den ganzen Online-Handel anbelangt. Wieviel unnötiger Verpackungsmüll fällt da an. Wieviel Sprit wird da verfahren … Und ich selbst, nutze es, weil ich eben kein Auto habe und so die Sachen zu mir nach Hause geliefert werden. Das ist super einfach und praktisch. Auch ist die Auswahl deutlich größer als in einem kleinen Laden … Eine Zwickmühle. Bitte Vater, gibt mir das nötige Augenmaß, um gute Entscheidungen zu treffen. Ich bin alt. „Nach mir die Sintflut“ lässt sich für mich so einfach sagen, den größten Teil meines Lebens habe ich hinter mir. Aber ich bin Christ und somit in der Verantwortung, deine Schöpfung nach meinen Kräften zu bewahren. Bitte, bitte, hilf mir dabei. Klopf mir auf die Finger, wenn ich etwas tun möchte, was du nicht gut findest.
Heute Nachmittag treffe ich mich wieder mit Kathrin & Co. Bitte lass es ein guter Nachmittag werden. Dass wir gut zusammensein können, dass es vielleicht auch die Sorgen von W. um seine Frau für ein paar Stunden nimmt. Krebs ist eine so grässliche Krankheit. So wie bei L., die gerade ihre letzten Stunden hier erlebt. Bitte lass sie nicht allein, gib ihr die nötige Kraft und die Gewissheit, dass du sie mit offenen Armen empfängst.
Und sei heute auch ganz besonders bei D., die gestern wieder einen schweren Tag hatte. Vielleicht kannst du ja A. bewegen, dass er sie anruft oder wenigstens eine Nachricht schreibt. Das würde ihr gut tun. Bitte kümmere dich um sie.
Das alles lege ich vor deine Füße in Jesu Namen.
Amen.


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