Tag 255 + 256 – Jesaja 34:1-35:10

Edom ist am Ende

1  Alle mal herhören! Das geht jetzt an jede Nation auf der ganzen Welt. Hört mir gut zu! Die ganze Welt soll das mitbekommen, jeder und alles, was auf ihr lebt.

2  Gott ist supersauer auf alle Menschen, er ist voll aggro gegen jede Armee. Er hat erklärt, dass bei allen, die nicht zu ihm gehören, die Rote-Karte-Aktion durchgezogen werden soll. Das heißt, jeder von denen soll getötet werden.

3  Alle Toten werden einfach so liegengelassen, man wird sie nicht begraben. Der Gestank von den Leichen ist dann überall. Das Blut wird in Bächen von den Bergen runterfließen.

4  Das Planetensystem wird durcheinandergeraten, es zerfällt in sich. Das ganze Universum wird aufgerollt wie ein alter Teppich, es wird zugeschlagen wie ein großes Buch. Alle Sterne, die „Soldaten im Universum“, gehen einfach kaputt. Sie fallen runter wie die Blätter von einem Apfelbaum im Herbst, sie verwelken wie eine Tulpe in der Vase.

5  Gottes Waffen stehen im Himmel bereit, er wird auf Edom draufhauen, wo schon lange Feinde von Israel leben. Gott wird auf die Leute hauen, mit denen er mal Verträge hatte. Es ist Zahltag, das Urteil aus der Gerichtsverhandlung wird jetzt vollstreckt.

6  Ich sehe in einer Vision ein großes Messer in Gottes Hand, es ist voll Blut und trieft von Fett. Dieses Blut und dieses Fett kommt von Schafen. Gott zieht gerade eine Opfersession durch, die in Bozra stattfindet. Dasselbe passiert gerade auch in Edom.

7  Auch große Büffel, Rinder und andere starke Tiere werden geschlachtet. Die ganze Erde ist bedeckt mit Blut, der Boden saugt das Blut förmlich auf, es trieft überall von Fett.

8  Denn Gott hat einen Tag angesetzt, wo er sich an den Feinden von Zion rächen wird, ein Jahr, in dem die für ihre Taten den Kopf hinhalten müssen.

9  Die Flüsse in Edom werden schwarz von Öl sein, und der Boden stinkt dann nach Chemieabfall. Dann fängt überall im Land das Öl zu brennen an.

10  Dieses Feuer geht nicht aus, immer weiter steigen die Rauchwolken zum Himmel. Das Land wird für immer kaputt sein, man wird dort noch nicht mal mehr durchreisen können.

11  Ratten und Mäuse übernehmen dann die Kontrolle, Tauben und Raben wohnen dort. Gott nimmt ein riesengroßes Metermaß und misst das ganze Wüstengebiet aus. Jetzt steckt er dort ein Schild rein, wo draufsteht: „Hier ist es öde, hier ist nichts los.“

12  Aus der Oberschicht gibt es keinen, den man zum Präsidenten machen könnte, von den leitenden Männern ist auch keiner mehr da.

13  Die Regierungsgebäude stehen schon lange leer, Unkraut und Brennnesseln wachsen davor. In der Villengegend sind überall Disteln gewachsen. Dort leben auch die wilden Hunde und Katzen.

14  Hasen und Hunde treffen sich in der Gegend. Dunkle Geister können sich da ausruhen.

15  Die Schlangen nisten sich ein, legen ihre Eier und brüten sie aus. Und viele Elstern fliegen dort überall rum.

16  Checkt das ab, lest es im Buch von Gott noch mal nach! Keins von den Tieren wird fehlen, und kein Tier wird ein anderes vermissen. Gott, der Chef, hat es so befohlen, seine Kraft hat sie alle zusammenkommen lassen.

17  Gott hat das Land aufgeteilt und es den unterschiedlichen Tieren zugelost. Jedes Gebiet wurde von ihm genau abgemessen. Es wird ihnen immer gehören, auf ewig. Auch ihre Kinder und Enkel werden dort noch wohnen können.

Die Leute von Israel kommen nach Hause

1  Die Wüste wird zur Partymeile. Das ausgetrocknete Land wird total glücklich sein. Da, wo sonst nichts wächst, wird man feiern.

2  Dort wird dann nämlich alles mit Blumen voll sein, man wird sich nur noch freuen und laut losjubeln. Es soll so schön werden wie im Libanonwald, es soll so krass aussehen wie der Berg Karmel und die Ebene Scharon. Und dann werden alle Menschen die ganz heftige Seite von unserem Gott sehen, seine oberkrasse Art.

3  Die Müden und Abgeschlafften sollen wieder stark werden. Die kraftlosen Arme sollen wieder Muckis bekommen. Die weichen Knie sollen wieder fest und kräftig werden.

4  Den Schissern unter euch sollt ihr zurufen: „Du brauchst keine Angst mehr zu haben! Nur Mut! Euer Gott ist schon da! Er ist da, um euch aus dem ganzen Müll rauszuholen! Er ist da, um sich an euren Feinden zu rächen! Er wird es denen heimzahlen!“

5  Dann können Blinde wieder sehen, und Menschen, die nicht hören konnten, werden es plötzlich wieder können.

6  Der Typ, der vorher noch im Rollstuhl saß, tanzt auf einmal Pogo, und wer vorher nicht reden konnte, jubelt voll los. Denn in der Wüste kommen plötzlich Wasserquellen aus dem Boden, und es entstehen überall Bäche, wo vorher keine waren.

7  Da, wo vorher noch eine Bullenhitze war, entsteht plötzlich ein Badesee. Mitten in einem total ausgetrockneten Land gibt es auf einmal Wasserquellen. An der Stelle, wo sonst nur Ratten lebten, wachsen dann überall Gras und anderes Grünzeug.

8  Dann wird dort eine Straße gebaut werden, die man „den ganz besonders krassen Weg“ nennen wird. Diese Straße darf niemand betreten, der nicht okay für Gott ist. Dort dürfen nur die Leute von Gott drauf gehen. Aber wer auf diesem Weg ist, wird sich nie mehr verlaufen, selbst wenn es einfache Menschen sind, die sonst nicht viel kapiert haben.

9  Dort wird es keine Gefahren geben, es gibt keine wilden Tiere, die einen plötzlich von hinten anfallen. Nur die Menschen, die es gepackt haben und gerettet wurden, werden dort rumlaufen.

10  Die Menschen, die von Gott befreit wurden, kommen wieder zurück nach Zion, dem Berg, wo Gott wohnt. Sie sind gut drauf und jubeln laut, sie freuen sich so krass, sie strahlen bis über beide Ohren und sind abgefüllt mit Freude, für immer. Depressionen, Trauer, Sorgen, das wird es für sie nicht mehr geben.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Die von Jahwe Befreiten kehren heim. Mit Jubel kommen sie nach Zion zurück. Aus ihren Augen strahlt unendliches Glück. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen sind für immer vorbei.
(Jes 35:10)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Das Wichtigste für heute: der ersten Teil von Jesaja ist durch. Und ich merke immer wieder, wie schwer mir diese prophetischen Bücher fallen. Und Jesaja ist eines der leichteren. Umso mehr freue ich mich auf morgen. Da geht es mit Lukas weiter. Der zweite Teil von Jesaja kommt irgendwann später. Dieses Leseprogramm geht ja über sieben Jahre. Ich hab also noch alle Zeit der Welt. Das neue Testament fällt mir viel leichter, aber zur Bibel gehört nun mal auch das Alte Testament. Ab morgen, juuhuu, ins Neue Testament.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, mir fällt dieses Alte Testament so unsagbar schwer. Naja, eigentlich nur die Propheten. Ja, ich werde sie lesen, auch wenn ich sie nicht verstehe. Aber in allen anderen Büchern spüre ich dich mehr, kann ich Parallelen zu meinem Leben ziehen. Doch der Tagesrhytmus, morgens mit der Bibel zu beginnen, tut mir gut und hat sich nun schon viele Monate eingeschliffen. Erst dann beginnt mein Alltag. Es war genau die richtige Entscheidung. Ich komme mir dann vor wie unter einer Glocke.
Heute Nachmittag kommt T. wieder zu mir. Es ist nun immer ein bisschen schwierig für mich, nicht in das allgemeine Meckern über alles einzustimmen. Ich kann ja nicht bei allem „ja, aber“ sagen. Ich möchte ihre Sorgen und Probleme doch ernst nehmen. Das tue ich auch, aber bei ihr kommt es dann nicht so an. Ich kenne das ja aus der Zeit mit J. Da durfte ich mir immer wieder die Wutausbrüche gefallen lassen, ich bin ja „auf deren Seite“, eine „Beamtenhure sozusagen“, weil ich nicht pauschal auf alle Beamten geschimpft und gemeckert habe.
Ich würde mich so sehr freuen, wenn T. ihre Wut auf alles und jeden, ein Frontalangriff auf alle Menschen, die ihr vermeintlich Böses wollen, etwas weniger wird. Dieses Schubladendenken stört mich. Beamte sind alle Kacke, Schublade zu. Vater, ich weiß, dass ihre Krankheit einen großen Anteil daran hat, aber bitte hilf mir, die richtigen Worte zu finden, sei da und leg sie mir in den Mund. Und so übergebe ich dir diesen Tag, halte Kummer und Schmerz von mir fern und lass es mit deinen Augen einen guten Tag werden.
Amen

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