Tag 265 – Lukas 2:8-20

Die Hirten und ein Engel

8 In dieser Nacht hatten ein paar Hirten kurz vor dem Dorf ihr Lager aufgeschlagen, um dort auf die Schafe aufzupassen.

9 Plötzlich war da ein riesengroßes überirdisches Wesen aus dem Himmel, das auf sie zukam. Ein helles weißes Licht war um diesen Engel rum, ein Art von Licht, das nur von Gott kommen konnte, so krass war es. Die Hirten bekamen voll die Panik,

10 aber der Engel beruhigte sie. „Entspannt euch, ihr braucht keine Angst zu haben! Ich habe gute Nachrichten für euch und auch für alle anderen Menschen!

11 Heute Nacht ist der Mensch geboren worden, der euch alle aus eurem Dreck rausholen wird! Das ist in der gleichen Stadt passiert, wo auch der ehemalige Präsident David herkommt.

12 Ich sag euch mal, wo ihr ihn finden könnt: Er liegt in einer alten Ölwanne, unten in einer Tiefgarage, gut eingewickelt in Windeln!“

13 Plötzlich tauchten neben dem einen Engel noch Tausende anderer Engel auf. Die fingen dort gleich an, zu beten und Gott zu sagen, wie genial er ist:

14 „Der Gott, der im Himmel wohnt, soll groß rauskommen! Er hat all den Menschen ein Friedensangebot gemacht, die bereit sind, dieses Angebot auch anzunehmen!“

15 Nachdem die Engel wieder verschwunden waren, beschlossen die Hirten, der Sache auf den Grund zu gehen: „Lasst uns mal nach Bethlehem fahren. Mal sehen, was dort jetzt von den Sachen passiert ist, die uns dieser Engel gerade erzählt hat.“

16 Sie beeilten sich sehr. Als sie im Dorf ankamen, fanden sie tatsächlich Maria, Josef und auch das Baby, das in einer Ölwanne lag.

17 Nachdem die Hirten das Kind angesehen hatten, erzählten sie von ihrem Treffen mit diesem Engel.

18 Alle, die davon Wind bekamen, staunten nicht schlecht.

19 Maria merkte sich aber alle Einzelheiten genau und dachte ständig darüber nach.

20 Anschließend gingen die Hirten wieder zu ihren Schafen zurück. Sie freuten sich total über Gott und über das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten! Alles war genauso abgegangen, wie es ihnen vorher angekündigt worden war.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

… Fürchtet euch nicht! …
(Luk 2:10 LUT)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Und auch hier wieder eine „Weena“-Bibelstellenauslegung. Nämlich aus dem Zusammenhang gerissen und trotzdem gültig. „Fürchtet euch nicht“ = Fürchte dich nicht! Das ist so einfach, so leicht daher gesagt. Und trotzdem habe ich Angst. Dann denke ich: Ist mein Glauben, mein Vertrauen in Gott nicht groß genug? Mach ich mir etwas vor? Bin ich vielleicht gar keine Christin? Ich habe doch Angst. Und jetzt keine Angst vor irgendwelchen Wildtieren, sondern einfach vor dem kommenden Tag. In den letzten Wochen und gar Monaten war es deutlich besser, meinte sogar, dass ich es „geschafft habe“. Aber in den letzten Tagen ist sie wieder da, diese Angst vor allem Möglichen, davor dass ich den Tag nicht schaffe, dass ich das Leben nicht schaffe. Ich fühle mich so entsetzlich als Versager und allein. Aber solche Gefühle dürfte ich doch gar nicht haben! Nein, mir geht es rundherum nicht gut. Und trotzdem steht heute da: Fürchtet euch nicht, fürchte dich nicht.
Ich habe morgen wieder einen Termin bei meinem Therapeuten. In der Regel kriegt er mich aus solchen Tiefs wieder heraus, da reicht oft schon eine Stunde. Aber dieses Mal habe ich so gar keine Idee, wie er das schaffen könnte. Es ist Weihnachtszeit … und ich wünsche mir nichts mehr, als dass es schon Januar wäre …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, warum ist das so? Warum bin ich wieder in dieses Loch gefallen? Es gibt doch so gar keinen Grund dafür. Und du sagst es mir doch heute auch wieder. Warum kann ich es nicht so weglächeln und denken: Na, wenn du mir das sagst, dann isses so und weg damit …. Oftmals schaffe ich es ja auch, nur jetzt nicht, nicht zu dieser Zeit. Der Verlust meines Mannes wiegt dann tonnenschwer dazu. Du hast ihn zu dir geholt, du wirst deinen ganz besonderen Grund dafür haben, aber ich fühle mich so entsetzlich allein. Er fehlt mir so. Auch nach 10 Jahren noch. Kannst du ihn das bitte sagen? Ihm sagen, dass ich ihn immer noch liebe und ich mich wahnsinnig freue, wenn ich ihn wieder sehe?
Vater, ich möchte dich heute ganz besonders für N. bitten, dass seine Verletzungen gut abheilen, dass psychisch nichts davon getragen hat, mitgenommen hat, sondern das alles so glimpflich abgelaufen ist. Dafür bin ich sososo dankbar. Bitte, Vater sei auch bei D., für sie ist es jetzt auch nicht leicht, aber vielleicht könntest du ihr ins Herz legen, dass sie sich bei mir meldet? Dass sie mich anruft? Das alles wieder gut wird? Und heute möchte ich auch noch für R. bitten, ihr geht es auch nicht gut, sie leidet so sehr, dass sich ihre Kinder nicht um sie kümmern, und für T., die allein zu Hause sitzt und wieder so eine schlimme depressive Phase hat. Ach, Vater, es gibt so viele Menschen, denen es psychisch nicht gut geht und die Hilfe brauchen. Diese ganze Hochglanzindustrie, die uns vorgaukelt, wie schön und hell und liebevoll doch diese Welt ist. Damit alles noch mehr strahlt und glänzt, soll man doch bitte schön die ganzen schönen teuren Sachen, aber die Herzen bleiben so oft leer. Oh, Vater, entschuldige bitte, wenn ich heute so schlecht drauf bin, ich möchte mich nur noch unter eine Decke verkriechen und warten bis es Januar ist. Und dabei sagst du mir heute: Fürchte dich nicht ….
Amen



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s