Tag 268 + 269 – Lukas 3:1-20

Johannes macht den Ansager

1 Wir schreiben das fünfzehnte Regierungsjahr vom obersten römischen Präsidenten Tiberius. Pilatus hatte in dieser Zeit als Vertreter der römischen Besatzungsmacht das Sagen in Judäa. Herodes Antipas war der Chef über ganz Galiläa, sein Bruder Philippus regierte in Ituräa und Trachonitis, und Lysanias war der Chef in Abilene.

2 Hannas und Kaiphas hatten den Job des Oberpriesters der Juden. Johannes (aus der Familie vom Zacharias) lebte damals in einer Gegend in Israel, wo es sehr heiß war und wenig Sachen wuchsen, man nannte das auch Wüste. Irgendwann bekam er direkt von Gott einen Auftrag.

3 Johannes ging deswegen sofort in die Gegend vom Fluss Jordan. Er zog da von Ort zu Ort und erzählte den Leuten, sie sollten so ein religiöses Waschritual mit sich machen lassen, das nannte man auch Taufe. Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass man aufhört, Sachen zu tun, auf die Gott keinen Bock hat. Mit der Taufe wurde dieser Dreck abgewaschen. Sie sollten ab sofort eine neue Richtung in ihrem Leben einschlagen, eine Richtung zu Gott hin.

4 Darüber hatte auch schon der Prophet Jesaja was gesagt. Der meinte mal: „Da ist jemand in der Wüste, der ruft: ‚Aus dem Weg! Platz da! Der Meister kommt! Räumt alles weg, damit er ungehindert loslegen kann!

5 Asphaltiert die kaputten Straßen, haut die Berge weg, die Steilkurve wird zur flachen Straße gemacht.‘

6 Und dann werden wir sehen, wie Gott es hinkriegt, alles wieder gutzumachen!“

7 Sehr viele Leute kamen zu Johannes, um sich taufen zu lassen. Und das, obwohl er nicht gerade nette Sachen zu ihnen sagte. Er meinte zum Beispiel: „Ihr linken Vögel! Wie kommt ihr bloß auf die Idee, ihr könntet euch bei Gott mal eben so durchmogeln?

8 Ändert euer Leben! Hört auf, ständig Mist zu bauen! Zeigt erst mal, dass ihr es ernst meint! Ich sage euch eins: Mit eurem ‚Abraham-ist-unser-Vater‘-Gequatsche könnt ihr Gott nicht beeindrucken. Wenn ihr glaubt, euch so in die Familie von Gott reinzumogeln, habt ihr euch getäuscht. Wenn Gott will, kann er sich aus diesen Betonklötzen Kinder machen!

9 Die Motorsäge ist schon warm gelaufen, sie ist bereit, alles umzuhauen, was es nicht bringt. Das Holz kommt dann auf die Feuerstelle und wird verbrannt!“

10 Die Zuhörer meinten: „Und was sollen wir Ihrer Meinung nach jetzt tun?“

11 „Helft anderen Menschen, denen es dreckiger geht als euch! Wenn ihr einen Obdachlosen trefft, der keine Jacke hat, gebt ihm einen von euren zwei Jacken ab.“

12 Auch ein paar von den Steuerbeamten kamen bei ihm vorbei, um sich taufen zu lassen. Die hatten die gleiche Frage: „Meister, was sollen wir Ihrer Meinung nach anders machen?“

13 „Knöpft den Leuten nur so viel Kohle ab, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist! Zockt sie nicht ab!“

14 „Und wir, was sollen wir anders machen?“, wollten ein paar Berufssoldaten wissen. Johannes’ Antwort war: „Plündert nicht die Besiegten aus, foltert keine Menschen und seid mit dem Sold zufrieden, den man euch bezahlt!“

15 Zu dieser Zeit redeten alle über den „Auserwählten“, den Christus. Man hoffte, dass er bald kommen und alle aus dem Dreck rausholen und auch politisch befreien würde. Nun war natürlich die Frage, ob Johannes dieser Auserwählte sein könnte.

16 Johannes’ Antwort war aber ganz klar: „Für meine Taufe nehme ich Wasser, aber der Typ, der nach mir kommt, der ist viel derber und heftiger als ich! Ich bin es noch nicht einmal wert, ihm die Schuhe zu putzen! Er kann euch die Power von Gott geben, seinen heiligen Geist. Dieser Geist wird wie Feuer in euch brennen.

17 Der „Auserwählte“ wird die Menschen auf ein Sieb werfen, und alles, was unten durchfällt, kommt auf den Müll. Nur der Rest wird aufbewahrt und durchkommen.“

18 Johannes’ Ding war es, die Leute zu warnen und ihnen gleichzeitig Hoffnung zu machen.

19 Er protestierte auch ganz offen gegen die herrschende Regierungsmacht. Zum Beispiel griff er den Präsidenten Herodes öffentlich an, weil er seinem eigenen Bruder die Ehefrau ausgespannt und geheiratet hatte. Aber es ging auch um andere linke Sachen, die Herodes tat.

20 Herodes toppte seine ganzen Fehler auch noch, indem er später Johannes verhaften ließ und ihn in den Knast steckte.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

„Wer zwei Hemden hat“, gab er zur Antwort, „soll dem eins geben, der keins hat! Wer zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat!“
(Luk 3:11 NeÜ)

Meine Erkenntnis für heute, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Jetzt ist wieder Spendenzeit. Fast täglich liegt ein Brief im Briefkasten mit der Bitte um Spende. Ich ignoriere dies allermeistens. Sicher tue ich den meisten dieser Bittsteller unrecht, wenn ich sage, wer weiß, wo das Geld dann landet. Aber es ist mir einfach zu anonym. Ich mag es sehr, von meinen Dingen, die ich habe, abzugeben, aber eben denen, wo ich mit eigenen Augen sehe, dass sie es dringend benötigen. Und das nicht nur vor Weihnachten, sondern das ganze Jahr. Und ja, ich bin auch schon sehr ausgenutzt worden. Sehr, sehr. Aber das ist das Risiko dabei.Trotzdem ändere ich daran nichts. Eine ganze Zeit lang habe ich es vermieden, öffentlichen Bettlern etwas zu geben, die durch die S- und U-Bahn laufen und irgendwie eine Show abziehen. Oder den Bettlern die vor den Einkaufcentren auf den Boden sitzen oder in den Eingängen der U-Bahn.
Das habe ich mittlerweile wieder geändert. Das Argument von Vielen ist ja „die setzen es ja doch nur in Alkohol oder Drogen um“. Ja, kann sein. Aber bin ich deren Richter? Deren Bevormunder? Wenn ich an deren Stelle wäre, warum auch immer ich in eine solche Lebenssituation gekommen wäre, würde ich vielleicht auch sehr gern das gespendete Geld in Alkohol umsetzen, damit ich dieses Leben überhaupt aushalten kann. Und dieser eine Euro oder wie viel auch immer ich ihnen gebe, macht mich nicht wirklich ärmer.

Mein Gebet für meinen für meinen Tag

Vater, heute möchte ich dir nicht die Ohren volljammern, auch wenn der gestrige Nachmittag schlimm für mich war. Heute habe ich nur eine Bitte an dich: Zeig mir immer die Menschen, denen ich helfen kann. Immer. Nicht nur vor Weihnachten. Aber heute vielleicht einen, der ganz besonders dringend Hilfe braucht.
Amen



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