Tag 277 – Lukas 5:27-39

Wem es gutgeht, der braucht Gott wohl nicht

27 Als Jesus später die Stadt verlassen wollte, traf er auf dem Weg einen Typen, der für den Zoll der Besatzungstruppen arbeitete. Diese Männer waren sehr unbeliebt, denn sie zockten von den eigenen Leuten Zollgebühren ab, die dann an die Besatzungsmacht der Römer überwiesen wurden. Levi, so hieß der Mann, saß in seinem Zollhäuschen, als Jesus ihn von der Seite einfach anquatschte: „Hey! Komm mal mit!“

28 Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Sofort ließ er alles stehen und liegen und ging mit Jesus.

29 Kurze Zeit später organisierte dieser Levi extra für Jesus eine Riesenparty bei sich zu Hause. Viele andere Zollbeamte und Freunde vom Levi waren eingeladen.

30 Das passte den oberfrommen Strebern und Profis überhaupt nicht. „Wie können Sie es nur mit diesem dreckigen Pack auf einer Feier aushalten?“, fragten sie die Freunde von Jesus.

31 Er antwortete: „Die Menschen, denen es gutgeht, brauchen keine Hilfe, aber die Menschen, denen es dreckig geht, die brauchen einen, der ihnen aus dem Dreck raushilft.

32 Ich bin nicht für die Leute hier, die sowieso schon korrekt für Gott leben. Ich bin für die Kaputten gekommen. Ich will dafür sorgen, dass die Leute ihr Leben ändern, die Mist bauen.“

Eine neue Idee vom Leben sprengt alte Strukturen

33 Die religiöse Führungsriege hatte mal wieder was zu meckern: „Entschuldigen Sie, aber selbst die Schüler vom Johannes verzichten regelmäßig auf Essen und beten auch viel. Auch die Schüler von den religiösen Strebern machen das so. Warum halten sich Ihre Schüler nicht daran? Die essen und trinken ja, wie sie gerade lustig sind!“

34 Jesus antwortete mit einer Gegenfrage: „Leute, wie ist es denn, wenn jemand heiratet? Verzichten die Gäste auch auf das Essen, solange der Typ, der heiratet, noch auf der Party ist? Null!

35 Wisst ihr, es wird der Tag kommen, da ist dieser Typ nicht mehr da, und dann gibt es noch genug Zeit, um aufs Essen zu verzichten und viel zu beten.“

36 Dann erklärte er das noch mal mit einem Beispiel: „Niemand von euch würde ein Stück Stoff aus einem nagelneuen T-Shirt rausschneiden, um damit ein Loch von einem alten Shirt zu flicken, was schon total zerfleddert und dreckig ist. Das neue T-Shirt könnte man anschließend wegschmeißen, und der Flicken würde auf dem alten Shirt sowieso total spackig aussehen.

37 Und keiner würde Traubensaft in alte dünne Holzfässer zur Gärung abfüllen, damit daraus dann mal Wein wird. Der Saft dehnt sich bei der Gärung aus, die alten Fässer würden platzen, und alles wäre dann kaputt.

38 Neuer Wein gehört in neue Fässer! Dann funktioniert das auch.

39 Übrigens: Leute, die auf alten Wein stehen, wollen gar keinen neuen Wein haben. Die sagen dann: ‚Der alte Wein ist doch sowieso immer noch besser zum Chillen.‘“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.
Luk 5:28

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Ich denke, „alles verlassen“ heißt hier nicht, dass er nicht einmal mehr in sein Haus zurückkehrte. Es bedeutet vielmehr, dass Levi nun alles, was er war und besaß, Jesus zur Verfügung stellte.

Glaube ins Leben umgesetzt

Und genau daran arbeite ich gerade. All das, was ich besitze und habe so zu sehen, dass es das Eigentum Jesu ist und ich es nur geliehen bekommen habe. Das bedeutet, dass ich mir all dem sehr viel sorgsamer umgehe, als wenn es „meins“ ist. Immer wieder kommt aber mein egoistisches Ich hervor und ich gehe schludrig damit um. Ich bin aber gnädig mit mir und übe noch. Es ist ein Prozess und diese Zeit gebe ich mir. Nicht alles klappt mit Schalterumlegen, selbst bei Paulus nicht, der sagte, dass er das Gut will und das Böse tut. Also Geduld … Jesus hat sie auch.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja das isses ja mal wieder. Ich töne nun rum und bitte dich, mir neue Aufgaben zu geben, dann machst du es und ich liege flach. Eine Frau aus meiner Straße hatte mich gebeten, mit ihr Gassi zu gehen, weil sie nach einer Untersuchung sehr schlecht laufen kann. Na, mache ich doch glatt. Aber sie konnte nur ganz langsam laufen und genau das war mega anstrengend für mich. Eine ganze Stunde lang. Wann bin ich das letzte Mal eine ganze Stunde lang durch die Straßen gelaufen. ich bin schon noch einer halben platt. Aber nicht genug, dann wollte ich unbedingt noch Backzeugs für Makronen kaufen und bin noch einkaufen gefahren. Das war dann doch vielvielviel zu viel. Zum Backen hatte ich dann keine Kraft mehr. Da hatte ich mir in meinem Kopf ehrgeizig noch etwas vorgenommen, was eigentlich nicht mehr ging. Statt mich mit der Aufgabe zu begnügen, die du mir gegeben hast, nein, ich musste noch einen drauf setzen. Das Ergebnis habe ich jetzt. ich bin müde, kaputt, habe schmerzende Beine und bin nur noch platt. Na, toll. Ich wollte mehr als ich konnte. Selbst schuld.
Nun habe ich mir ganz fest vorgenommen, auf das zu hören, was du mir sagt, wie du alles lenkst und leitest und nicht mit egoistischen Sachen dazwischen funken. Okay, Lektion erkannt, ich versuche mich zu bessern.
Und so lege ich dir dies vor die Füße mit der Bitte, mir heute wieder meine Aufgaben zuzuteilen, damit ich mich nicht wieder überfordere. Heute Abend wäre noch Kuchenbacken dran für das Kindermusical morgen. Mal sehen, wie es läuft, wenn ich dir die Regie über diesen Tag lassen.
Amen


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