Mehr als nur Vergebung

Jesus lehrt, wie wir mit unseren Feinden umgehen sollen. Wenn wir lediglich sagen, dass wir denen vergeben, die uns verletzen oder beleidigen, und keinen Schritt weiter gehen, dann fehlt etwas.

Ich will Ihnen etwas erzählen, das ich selbst gelernt habe, als ich über Vergebung gelehrt habe. Ich hatte Gott gefragt: „Vater, wie kommt es, dass Menschen zu unseren Veranstaltungen kommen, darum beten, dass sie vergeben können – und kurz danach sind sie wieder wie vorher, haben ihre alten Probleme mit Bitterkeit, Ärger und Beleidigtsein und bitten wieder um Hilfe. Wie kann das sein?“

Die erste Antwort von Gott war, dass diese Menschen nicht das tun, was er in seinem Wort lehrt.

Sehen Sie, Gott befiehlt uns in seinem Wort, dass wir anderen vergeben sollen, aber er bleibt dabei nicht stehen. Er fährt fort und weißt uns an, sie zu segnen. In diesem Zusammenhang können wir „segnen“ mit „gut über sie reden“ übersetzen. Unser Problem ist, dass wir zwar für die Menschen beten, die an uns schuldig geworden sind, und ihnen vergeben, aber ihnen später mit Worten fluchen oder die alten Verletzungen immer und immer wieder mit anderen durchkauen.

Das geht nicht auf!

Um den Prozess der Vergebung wirklich durchzumachen, damit wir uns an dem Frieden, nach dem wir uns sehnen, auch freuen können, müssen wir tun, was Gott uns aufträgt: nämlich nicht nur vergeben, sondern auch segnen.

Unter anderem fällt es uns so schwer, für Menschen zu beten, die uns verletzen und schlecht behandeln, weil wir meinen, dass wir Gott damit bitten, sie körperlich oder materiell zu segnen. Doch das stimmt nicht. Wenn wir für sie beten und segnen, bitten wir nicht um mehr Geld oder Besitz für sie, sondern wir beten darum, dass sie geistlich gesegnet werden. Wir bitten Gott, ihnen die Wahrheit über ihre Einstellung und ihr Verhalten zu offenbaren, damit sie willens werden, Buße zu tun und von ihren Sünden befreit werden.

Es reicht nicht, nur zu sagen, dass wir Menschen vergeben. Wir müssen auch darauf achten, dass wir sie nicht verfluchen oder schlecht über sie reden, sogar dann, wenn wir meinen, dass sie es verdient haben. Stattdessen müssen wir handeln wie Jesus und für sie beten, sie segnen und gut von ihnen reden. Warum? Indem wir das tun, segnen wir nicht nur sie, sondern auch uns selbst. Wenn Sie Menschen hassen, die Sie verletzt haben, ist das, als würden Sie Gift nehmen und hoffen, dass der Feind stirbt. Wer so handelt, verletzt sich nur selbst. Warum sollten Sie sich ein Leben lang über ;Menschen ärgern, die vermutlich nicht einmal wissen, dass Sie sich ärgern, oder denen das egal ist? Diese Menschen freuen sich ihres Lebens, während Sie sich elend fühlen. Geben Sie sie frei, lassen Sie das Unrecht los und nehmen Sie dieselbe Haltung ein, die Jesus gegenüber seinen Feinden hatte. Wenn Sie das tun, erleben Sie wunderbare Freiheit, und Gott wird sich Ihnen als starker Verteidiger erweisen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


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