Tag 287 + 288 – Lukas 8:16-39

Der Vergleich mit einer Lampe

16 „Keiner wäre so blöd und würde über seine Nachttischlampe einen Eimer stellen oder sie unters Bett schieben! Lampen gehören da hin, wo sie viel Licht spenden können und wo man sie sieht.

17 Alle Sachen, die heute noch im Dunklen und geheim sind, werden irgendwann mal rauskommen. Alles, wovon heute keiner was weiß, wird mal ans Licht gebracht werden.

18 Passt gut auf, Leute, damit ihr versteht, was ich euch erzähle! Die Leute, die sich mit meiner Lehre beschäftigen und offen sind, die werden noch mehr kapieren können. Wer aber nicht zuhören will, der wird sogar die Sachen hinterfragen, von denen er bisher geglaubt hat, er hätte sie bereits verstanden.“

Wer gehört zur Jesus-Familie

19 Irgendwann kamen die Geschwister von Jesus und seine Mutter bei ihm vorbei. Aber es waren so viele Leute da, dass es unmöglich war, zu ihm durchzukommen.

20 Ein Typ meinte zu Jesus: „Ey, Meister, Ihre Mutter und Ihre Geschwister stehen draußen und wollen mit Ihnen reden!“

21 Jesus antwortete: „Sieh dich um! Alle, die hier sind und hören wollen, was ich über Gott zu sagen habe, gehören zu meiner Familie!“

Das Meer gehorcht Jesus

22 An einem Tag sagte Jesus zu seinen Schülern: „Lasst uns mal auf die andere Seite vom See fahren!“ Sie mieteten sich ein Boot und fuhren los.

23 Jesus legte sich hinten im Boot erst mal pennen. Mitten auf dem See kam auf einmal ein heftiger Sturm auf. Die Wellen schlugen so hoch, dass das Boot immer mehr mit Wasser volllief und sie kurz davor waren zu sinken.

24 Panisch weckten die Schüler Jesus auf: „Meister“, schrien sie, „Hilfe! Wir saufen ab!“ Jesus stand ruhig auf. Dann redete er ein paar ernste Worte mit dem Wind und den Wellen. Sofort beruhigte sich die See, und alles wurde still!

25 „Was ist jetzt mit eurem Vertrauen?“, meinte Jesus. Die waren aber echt nur geplättet und sagten zueinander: „Was ist das nur für ein derber Typ! Sogar der Wind und die Wellen müssen ihm gehorchen!“

Jesus trifft auf einen durchgeknallten Mann, der von Dämonen kontrolliert wird

26 Später kamen sie in die Gegend von Gerasa, das lag auf der anderen Seite vom See Genezareth.

27 Als Jesus aus dem Boot gestiegen war, rannte ihm so ein Typ entgegen, der von einem Dämonen total ferngesteuert wurde. Er war obdachlos und lief den ganzen Tag nackig rum, weil er seine Klamotten verloren hatte. Er lebte seit einiger Zeit nicht mehr in einem Haus, sondern wohnte stattdessen auf dem Friedhof in irgendwelchen Grabhöhlen.

28 Als er Jesus ankommen sah, fing er voll laut an zu kreischen und warf sich vor ihm auf den Boden. „Was willst du von mir, lass mich in Ruhe, Jesus! Du bist der Sohn vom derbsten Gott schlechthin! Bitte, bitte, mach mich nicht fertig!“, bettelte er rum.

29 Jesus hatte dem Dämon nämlich schon gesagt, dass er den Typen gleich verlassen sollte. Der Mann wurde von diesem fiesen Geist schon sehr lange kontrolliert. Auch wenn man ihn mit Handschellen gefesselt hatte, riss er sich wieder los. Dieser Dämon trieb ihn dann oft in den Wald.

30 Jesus sprach den Dämon direkt an: „Wie heißt du?“ ─ „Legion ist mein Name!“ Da Legion eine Bezeichnung für eine ganze Einheit beim Heer ist, war sofort klar: Es musste sich um mehr als nur einen Dämonen handeln!

31 Der Dämon bettelte Jesus voll an, er wollte nicht in die Hölle zurückgehen müssen.

32 In der Nähe kurz vor einem Bergabhang waren gerade ein paar Schweine auf einer Wiese am Start. Da wollten die Dämonen dann gerne rein, und für Jesus war das okay, er erlaubte es ihnen.

33 Also zogen alle Dämonen aus dem Mann in die Schweine um. Die Schweineherde beging daraufhin kollektiven Selbstmord, alle Viecher stürzten sich den Abhang runter in den See und ertranken!

34 Die Männer, die auf die Herde aufpassen sollten, rannten vor Angst in die Stadt und erzählten überall, was dort gerade passiert war.

35 Jetzt kamen aus allen Ecken die Schaulustigen angelaufen, um das Ganze mit eigenen Augen zu sehen. Sie konnten den Typen sehen, den Jesus von seinen Dämonen befreit hatte, wie er voll ruhig und anständig angezogen bei ihm saß und mit Jesus laberte. Viele waren deswegen echt fertig.

36 Die Augenzeugen erzählten jedem, wie der dämonisierte Mann frei geworden war.

37 Alle Bewohner bettelten jetzt, dass Jesus möglichst schnell die Gegend verlassen sollte. Sie waren eben sehr geschockt. Jesus stieg also in das Boot und zog ab.

38 Der Typ, der von den Dämonen befreit worden war, wollte gerne bei Jesus bleiben. Aber Jesus fand, das wäre keine so gute Idee. Er gab ihm einen anderen Auftrag:

39 „Geh nach Hause und erzähl den Leuten, was Gott bei dir für gute Sachen gemacht hat!“, war sein Tipp. Das tat der Mann dann auch. Er ging durch die ganze Stadt und erzählte überall, was Jesus für ihn getan hatte.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Denn alles, was verborgen oder geheim ist, wird irgendwann ans Licht kommen und bekannt werden.
(Luk 8:17)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Ich wusste gar nicht, dass dieser Spruch genauso in der Bibel steht, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, als wir ihn benutzen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Oh, wer hat noch nie gelogen? Gibt’s sicher nicht. Vielleicht nicht die große Lebenslüge, aber „Notlügen“ sind Lügen. Es kommt raus. Immer. Ist nur eine Frage des Zeitpunktes. Es kann Jahre dauern, vielleicht kommt es auch erst heraus, wenn man gestorben ist. Aber, raus kommt es immer. Viel wichtiger ist aber, dass Gott es genau in dem Moment weiß, wo es über unsere Lippen kommt. Alles. Bis ins Letzte. Und er findet es gar nicht lustig. Und ich glaube, dieser Versuchung sind wir jeden Tag ausgesetzt. Satan leistet hier Großartiges. Ich habe heute früh im Inforadio gehört, dass ein Spiegeljournalist, der ganz viele Auszeichnungen erhalten hat, alle seine Stories frei erfunden hat. Ich dachte mir noch, wie kann das sein? Hat das keiner gemerkt? Es ist rausgekommen. Und so kommt auch jede kleine Notlüge raus. Von mir. Von jedem.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, bitte hilf mir, immer und überall ehrlich zu sein, auch wenn es scheinbar für mich Nachteile bedeutet. Doch die wären ja nur in diesem Leben. Es ist viel, viel wichtiger, dass du erkennst, dass ich immer die Wahrheit sage, dass ich auch keiner Notlüge Raum gebe. Bitte, Vater, halte jede Versuchung von mir fern. Und, was noch viel wichtiger ist, zeige mir, was ich bisher falsch gemacht habe und wie ich es korrigieren kann. Besonders letzteres. Es macht ja nun kein Sinn, zu jemand zu gehen und ihm zu sagen: du, vor 10 Jahren habe ich dir nicht die Wahrheit gesagt, ich habe Nudeln statt Erbsen gegessen …
Bitte, Vater, zeige mir, was da wichtig für dich ist und was ich tun soll (abgesehen von dem Bemühen, nicht zu lügen und nichts zu vertuschen, auch wenn es scheinbar für eine gute Sache ist). In dem Zusammenhang fällt mir gerade ein, wie denn das ist, wenn ich durch meine „Wahrheit“ andere gefährde? Also wie zum Beispiel das Verstecken der Juden im Dritten Reich. Wie ist es dann? Vielleicht, warum ich lüge? Des eigenen Vorteils willen oder um die Rettung von Menschenleben? In unserem Alltag geht es allermeistens um ersteres. Aber es ist gut, dass du mir das heute wiedermal ins Bewusstsein gerufen hast. Denn eigentlich weiß ich das ja und kritisiere das auch an anderen, nun kommt der Blick zurück zu mir. Danke.
Und, Vater, heute habe ich ein ganz großes Anliegen. Du kennst den MRT-Befund von T. Bitte, Vater, du kennst die Probleme, die Thea hat, bitte, Vater, ich bitte dich so sehr, kümmere dich um sie, sie rutscht gerade wieder in eine Depressionsloch. Bitte, bitte, halte sie fest und füge alles so, wie es für sie am leichtesten zu ertragen ist. Das liegt mir sehr am Herzen. Das lege ich dir heute sehr vor die Füße. Bitte, hilf ihr.
Amen


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