Tag 297 – Lukas 9:51-62

Jesus zieht ab Richtung Jerusalem

51 Langsam kam der Zeitpunkt immer näher, wo Jesus wieder zurück zu Gott sollte. Darum schlug Jesus jetzt fest entschlossen die Route in Richtung Jerusalem ein.

52 Auf dem Weg schickte er jemanden vor, der schon mal einen Pennplatz auf der Strecke in dem Dorf der Samariter klarmachen sollte.

53 Weil Jesus nur auf der Durchreise in Richtung Jerusalem war, hatten die Vermieter aber überall keinen Bock auf ihn und seine Schüler.

54 Als Jakobus und Johannes das mitkriegten, kamen beide voll aggromäßig drauf. „Jesus, sollten wir nicht für ein paar Brandbomben vom Himmel beten und hier alles abfackeln?“

55 Jesus schimpfte sie für diesen Spruch sehr aus: „Hallo? Schon wieder vergessen, wie ihr in solchen Sachen drauf sein sollt? Ich bin nicht hier, um Leute kaputt zu machen, sondern um sie zu heilen!“

56 Schließlich zogen sie weiter in ein anderes Dorf.

Wie man radikal mit Gott lebt

57 Auf dem Weg quatschte einer Jesus von der Seite an und meinte zu ihm: „Ich will radikal mit dir leben, ich will dahin gehen, wo du auch bist!“

58 Jesus warnte ihn: „Hunde haben ihr Körbchen und Vögel ihre Nester, wohin sie sich zurückziehen können. Der Auserwählte hat aber keinen Ort, wo er sich mal entspannen kann.“

59 Bei einer anderen Gelegenheit sagte Jesus zu einem jungen Mann: „Komm mit mir!“ Der antwortete: „Okay, mein Herr, ich muss aber zuerst noch mal nach Hause und meinen Vater beerdigen, danach geht das los.“

60 „Ich sag nur: Lass die Leute, die eh schon wie tot sind, ihre Toten begraben. Du hast jetzt einen neuen Job: Rede überall von der neuen Zeit, die jetzt angebrochen ist!“

61 Ein anderer Typ sagte mal zu Jesus: „Ja, mein Chef, ich will mit Ihnen gehen, ich muss mich aber zuerst noch von meiner Familie anständig verabschieden.“

62 Dazu sagte Jesus: „Wer beim Fahren nach hinten guckt, landet am Baum, und wer sich beim Arbeiten ablenken lässt, der taugt nicht für Gottes neue Zeit.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Als die beiden Jünger Jakobus und Johannes das hörten, sagten sie zu Jesus: „Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?“
(Luk 9:54 NeÜ)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Interessanterweise steht in der NeÜ in Vers 56: „Sie übernachteten dann aber in einem anderen Dorf“. Genauso ähnlich in HfA, Lut 2017, Elb, NL. In der Lutherbibel 1912 steht in diesem Vers: „Jesus aber wandte sich um und bedrohte sie und sprach:
Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? 56 Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.
Ähnlich hört es sich in der Schlachterbibel 2000 an:
Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten! Und sie zogen in ein anderes Dorf.“
Ich habe jetzt nicht alle deutschsprachigen Bibeln durchgeguckt, aber es hat mich schon erstaunt, dass dieser Satz „Der Menschensohn ist nicht gekommen …“ nur scheinbar in der Lut12 und in der SCHL vorkommt. Ist jetzt gerade nicht zu verstehen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Die SCHL gehörte bisher nicht zu meinen favorisierten Bibel. ELB und NeÜ waren mir bisher immer die liebsten. Aber welch ein Luxus! Früher (vor Luther) gab es gar keine deutschsprachige Bibel. Da war man wohl darauf angewiesen, was einem der Pfarrer oder Priester erzählte. Woher sollten denn die Menschen von damals wissen, dass Ablasshandel, Fegefeuer und diese Dinge gar nicht in der Bibel stehen?
Also schiebe ich jetzt mal mein „Luxusproblem“ beiseite und mache morgen mit dem Kapitel 10 weiter.

Mein Gebet für meinen Tag

Lieber Vater, es ist unglaublich, ich scheine es wiedermal geschafft zu haben, mir geht es besser. Ich bin immer so verzweifelt, wenn ich so gar nichts mehr auf die Reihe kriege, ich hab dann panische Angst, es könnte so bleiben und in meinem Kopf rotiert es, wie ich mein Leben in den Griff kriegen soll, was ich verändern muss, dass ich die wichtigsten Dinge gebacken bekomme. Und dabei vergesse ich immer deine Zusage, dass du dich kümmern wirst, dass du mich immer mit den nötigsten versorgen wirst. Bitte, Vater, lass mich das niemals aus dem Auge verlieren. Ich weiß gerade nicht, wie lange diese jetzige gute Phase anhält, bitte stärke mich jetzt dafür, wenn es irgendwann (? vielleicht schon morgen) wieder anders ist. Ich brauche deine Hilfe, dein Wort, dass du da bist, mir hilfst und ich nicht untergehe. Ich sehne mich in diesen Tagen immer nach meinen verstorbenen Mann. Er kann mir nicht mehr helfen, aber du kannst. Und du tust es auch. Nur in den panischen Zuständen ist genau dieser Gedanke raus aus meinem Kopf.
Und so werde ich diesen heutigen Tag angehen, alles in Ruhe tun, mich nicht überfordern und immer dicht bei dir sein. Ich brauche dich so sehr.
Amen




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