Tag 298 + 299 – Lukas 10:1-24

Siebzig Schüler auf Tour

1 Nachdem Jesus seine zwölf Freunde losgeschickt hatte, suchte er sich noch mal siebzig Schüler aus. Die sollten dann jeweils zu zweit auf Tour gehen. Jesus schickte sie in die Orte und Städte, wo er später auch noch hinkommen wollte.

2 Vorher gab er ihnen noch folgende Ansage mit auf den Weg: „Es gibt sehr viel zu tun, Leute! Die Äpfel sind sozusagen alle echt reif, aber es gibt zu wenig Leute, die bereit sind, diese Ernte auch einzufahren! Bittet Gott darum, dass er noch mehr Arbeiter an den Start bringt! Denn ihm gehört eigentlich die ganze Ernte.

3 Jetzt zieht los! Ist echt so, als würde ich euch als ein paar kleine Mäuse zu hungrigen Katzen schicken.

4 Ich möchte, dass ihr keine Kohle mitnehmt und auch keinen Rucksack, noch nicht mal ein zweites Paar Schuhe. Geht ganz radikal euren Weg und lasst euch durch nichts aufhalten!

5 Wenn ihr bei jemandem zu Gast seid, dann betet für die Leute und sagt ihnen: ‚Ich wünsche dir krassen Frieden!‘

6 Wenn da Leute wohnen, die friedlich drauf sind, dann wird dieser Friedensspruch von Gott auch bei ihnen wirken. Falls die aber keinen Bock auf euch haben, dann wird dieser Spruch nicht wirken, und der Frieden von Gott kommt auf euch zurück.

7 Ihr sollt in einer Stadt nicht von Haus zu Haus ziehen, sondern bleibt bei einem Menschen wohnen und lasst euch da bedienen. Braucht euch echt nicht peinlich zu sein, da zu wohnen, denn wer arbeitet, soll auch anständig dafür bezahlt werden.

8 Wenn ihr in einer Stadt gut aufgenommen wurdet, dann esst dort auch alles, was man euch anbietet.

9 Die Menschen, die krank sind, müsst ihr gesund machen! Erzählt ihnen dabei, dass eine neue Zeit begonnen hat, eine Zeit, wo der Himmel auf Erden ist, wo Gott wieder das Sagen hat.

10 Falls aber mal eine Stadt keinen Bock auf euch hat und euch ablehnt, dann verschwindet wieder. Am Ortseingang könnt ihr dann noch einen Spruch ablassen, so in der Richtung:

11 ‚Ihr könnt euren Dreck behalten! Ihr seid selber schuld! Ihr sollt wissen, dass Gott euch noch nie so nahe war wie gerade eben!‘

12 Eins kann ich euch versprechen: Selbst so eine dreckige Stadt wie Sodom wird am letzten Tag dieser Welt besser dran sein als solch eine Stadt.

13 Mann, ihr Städte Chorazin und Betsaida, euch wird es voll schlecht gehen! Wenn die Wunder, die ich bei euch getan habe, in Tyrus und Sidon abgegangen wären, dann hätte sich die gesamte Bevölkerung dort für Gott entschieden. Sie hätten ihre Schuld eingesehen und das auch nach außen deutlich gemacht.

14 Tyrus und Sidon werden bei der letzten Gerichtsverhandlung immer noch besser dastehen als ihr.

15 Und wie sieht es mit dir aus, Stadt Kapernaum? Was ist mit den Leuten, die in dir wohnen? Werdet ihr es packen und im Himmel ankommen? Nein, du wirst in der Hölle landen, dort, wo die Toten sind.“

16 Zu seinen Schülern meinte Jesus noch: „Alle, die auf das hören, was ihr sagt, die hören dabei auch auf mich. Und jeder, der euch ablehnt, der lehnt mich auch ab. Wer mich ablehnt, zeigt damit auch, dass er keinen Bock auf Gott hat, denn Gott hat mich ja zu euch geschickt.“

Die siebzig Schüler kommen von ihrer Tour zurück

17 Als seine siebzig Schüler von ihrer Tour wieder zurück waren, erzählten sie total begeistert: „Mann, Jesus, das war echt sehr krass! Sogar die Dämonen haben uns gehorcht, wenn wir deinen Namen ausgesprochen haben!“

18 „Ich weiß“, sagte Jesus. „Als ich für euch gebetet habe, konnte ich den Satan sehen, wie er von euch immer wieder k. o. geschlagen wurde. Er ging wie ein nasser Sack zu Boden.

19 Ich habe euch alle Vollmachten ausgestellt, um den Feind zu besiegen. Ihr seid jetzt in der Lage, mit lebensgefährlichen Dingen umzugehen, euch kann nichts mehr passieren. Ich habe euch die Macht über das ganze Heer vom Satan gegeben. Er kann euch nicht mehr ans Bein pinkeln, er kann euch nicht mehr schaden.

20 Trotzdem ist es nicht so wichtig, dass ihr jetzt bösen Geistern befehlen könnt. Freut euch lieber über die Tatsache, dass eure Namen auf der Gästeliste für einen Platz im Himmel bei Gott stehen!“

Jesus dankt seinem Vater vor allen Leuten

21 Plötzlich ging Jesus voll ab. Abgefüllt mit der besonderen Kraft von Gott, dem Heiligen Geist, sagte er: „Papa, du hast das Sagen über die Erde und über das ganze Universum! Danke, dass du den eingebildeten Menschen, die glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, die Wahrheit nicht gezeigt hast. Aber den normalen Leuten, den einfachen Menschen, denen hast du es gezeigt. Ja, Papa, so bist du!“

22 Dann sagte er weiter: „Mein Vater hat mir alles übergeben, alles, was es gibt! Da ist niemand, der den Vater so gut kennt wie der Sohn, und genauso gibt es auch niemanden, der den Sohn so gut kennt wie der Vater. Es sei denn, der Sohn hat Leuten von dem Vater erzählt und ihnen den Vater vorgestellt.“

23 Als er mit seinen Schülern wieder alleine war, meinte Jesus: „Ihr könnt euch echt glücklich schätzen, dass ihr Augenzeugen dieser ganzen Geschichte seid.

24 Da waren Propheten und Präsidenten, die hätten alles dafür gegeben, in dieser Zeit zu leben und das zu hören und zu sehen, was ihr hören und sehen könnt. Konnten sie aber nicht.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Jesus sagte ihnen: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
(Luk 10;18)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

???
Zwei Erklärungsversuche dem Kommentarbuch von William MacDonald:

  1. Ich bin euch bei euer Mission gefolgt, und habe auch die Siege gesehen, die ihr errungen habt. Während ihr euch über die Unterwerfung der Dämonen in meinem Namen gewundert habt, bot sich mir ein großartiges Schauspiel. So schnell, wie ein Blitz vom Himmel auf die Erde hinabzuckt, siehe, so schnell sah ich Satan vom Himmel herabfallen.
  2. Es ist, als ob er sagen wollte: „Ja, ihr seid ganz begeistert, weil euch die Dämonen untertan sind. Doch denkt daran, die erste Sünde war der Stolz. Es war der Stolz, der zum Fall Luzifers und seinem Sturz aus dem Himmel führte. Seht zu, dass ihr diesem Schicksal entgeht.

Beide Erklärungen sind mir fremd. Warum sagte es Jesus nicht eindeutiger, so dass wir es verstehen können?

Glauben ins Leben umgesetzt

Wie er es auch immer gemeint haben mag. Es ist eine Realität, dass es Satan und die Dämonen gibt und dass sie unsere nicht sichtbaren Feinde sind. Sie versuchen alles, um uns von einem gottgefälligen Leben abhalten. Nur, weil wir sie nicht sehen können, heißt das nicht, sie können uns nicht belästigen. Tun sie doch, dessen sollten wir uns bewusst sein. Es gibt kein Friede-Freude-Eierkuchen-Christentum.

Mein Gebet für den Tag

Lieber Vater, gestern habe ich im Radio einen Satz gehört, der sich bei mir festgebissen hat. Es ging um das ewige Thema, warum du Leid zulässt. Der Redner sagte es kurz und knapp: Leid gehört seit Adam und Eva das Paradies verlassen mussten zu unserem Leben dazu. Bei jeden. Christ oder Nichtchrist. Und das bleibt auch so. Vorläufig. Aaaber: Du benutzt jedes Leid, um uns (die Christen) dorthin zu bekommen, wohin er uns haben möchte.
Letzteres ist mir bewusst und gehörte auch die meinen Glauben-Basics. Aber es einfach so auf dem Punkt zu bringen: „Leid gehört dazu. Punkt.“ Eine Art „Akzeptanz“ hat sich bei mir breitgemacht. Man kann deswegen innerlich aufbegehren, wütend dir alles Mögliche um die Ohren hauen, es bleibt dabei. Nur: ich als Christ bin ich mir dessen bewusst, dass es bei mir zum Guten mutieren wird. Vater, ich weiß nicht, ob ich mich jetzt hier verständlich ausgedrückt habe, aber du weißt, was ich meine.
Und nun: Lass es heute einfach einen guten Tag werden, sei bei mir und beschütze mich vor allen Dingen, die mir nur schaden wollen.
Amen


Veröffentlicht in Lukas

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