Vertrautsein mit Jesus

Jesus sandte mindestens siebzig Menschen aus, die vor ihm dorthin gehen sollten, wohin er ging (Luk 10:1). Seine zwölf Jünger waren enger mit ihm zusammen als die anderen, und aus diesen zwölf nahm er nur drei – Petrus, Jakobus und Johannes – zu besonderen Anlässen mit (siehe Mat 17:1-2). Und wer von den dreien stand Jesus am nächsten? Nur Johannes fühlte sich frei genug, als Zeichen der Vertrautheit seinen Kopf an die Brust von Jesus zu legen (so Johannes 13:23 wörtlich). Als Jesus am Kreuz starb, befahl er seine Mutter Johannes an. Er wusste, dass Johannes ihn genug liebte, um alles zu tun, worum er ihn bat.

Jesus hatte also mindestens siebzig Bekannte, zwölf Schüler, drei Freunde und darunter einen, der ihn noch tiefer liebte als alle anderen. Jesus liebte alle, alle liebten ihn, doch nur wenige waren zu demselben an Hingabe bereit, wie jene es zeigten, die eine innigere Beziehung zu ihm pflegten.

Nicht jeder ist bereit, Gott zu gehorchen und den Preis zu bezahlen, den es kostet, nah bei ihm zu sein. Vertrautsein mit Gott kostet Zeit.

Gott fordert nicht unsere gesamte Zeit, aber er fordert, dass er zu jeder Zeit den entscheidenden Platz in unserem Leben innehat (siehe Mat 22:37). Manche Menschen , dass sie nur mit Gott eng verbunden bleiben können, wenn sie ausschließlich „geistliche Dinge“ Dinge tun. Doch Gott hat uns mit Körper, Seele und Geist geschaffen, und er erwartet, dass wir uns in jedem Bereich unseres Wesens kümmern. Wenn Gott bei uns den entscheidenden Platz hat, dann kann alles, was wir tun, geistlich sein. Auch mit Kochen können wir Gott loben, wenn wir es für ihn und zu seiner Ehre tun.

Allerdings kommt es beim Vertrautsein mit Gott vor allem darauf an, wer und was uns in unserer Zeit am wichtigsten ist.

Wir können sagen, wir hätten keine Zeit, um nach Gott zu fragen. Doch wir nehmen uns Zeit für das, was uns am wichtigsten ist. „Ich habe zu tun“, kann eine Ausrede sein. Wir alle haben jeden Tag mit Ablenkungen zu kämpfen und müssen unsere Zeit schützen, um Gott zu suchen. Wenn Gott in unserem Leben den wichtigsten Platz einnimmt, warum hat er dann nicht den wichtigsten Platz in unserer Zeiteinteilung? Vielleicht liegt es daran, dass wir eine direkte Belohnung erwarten, wenn wir in etwas Geistliches investieren. Gott suchen, bedeutet allerdings, sich ständig nach ihm zu sehnen, ihm nachzuspüren, ihm nachzugehen.

Wenn wir Gott suchen, werden wir keine direkte Belohnung bekommen. Wir säen, bevor wir ernten; wir investieren, bevor wir Ertrag verbuchen. Mit anderen Worten: Wir verlieren, bevor wir gewinnen. Wir geben Zeit weg, die wir für uns selbst haben könnten, bevor wir Vertrautsein mit Gott erleben.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


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